Jeff Maisel Maise & Friends

Maisel & Friends: Inhaber Jeff Maisel zum aktuellen Craftbier-Trend in Deutschland

Deutschland hat in den letzten Monaten einen wahrlichen Craftbier-Boom erlebt. Maisel & Friends war dabei einer der maßgeblichen Wegbereiter des deutschen Craftbier-Marktes. Seit der Gründung im Jahr 2012 versucht man, dem Bier wieder den Stellenwert zu verleihen, den es verdient. Ziel ist es nach wie vor, zu beweisen, dass mit Bier – streng nach dem Reinheitsgebot gebraut – viel mehr Genuss und Aromenvielfalt möglich ist, als den meisten Menschen bisher bekannt war. Auf der diesjährigen INTERNORGA konnte man sich bereits von verschiedensten Craftbieren überzeugen. Maisel & Friends war Mitinitiator der „Craft Beer Arena“, in der 21 Craft-Brauereien mit ihren Produkten vertreten waren.

Über die „Craft Beer Arena“, den deutschen Craftbier-Markt sowie die Produkte und die Vision von Maisel & Friends sprach about-drinks mit Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel in vierter Generation und einer der Köpfe von Maisel & Friends.

Herr Maisel, für alle, die Sie noch nicht kennen sollten: Wer sind Sie und was genau machen Sie?
Jeff Maisel: Ich bin leidenschaftlicher Braumeister und absoluter Genussmensch. Traditionen zu wahren und trotzdem den Zeitgeist zu leben, sehe ich als eine meiner größten Herausforderungen. Unsere Familienbrauerei führe ich heute in vierter Generation. Die Liebe für gutes und außergewöhnliches Bier wurde mir praktisch schon in die Wiege gelegt.

Wie und wann ist Maisel & Friends entstanden?
Jeff Maisel: Maisel & Friends gibt es seit 2012. Zu der Zeit war Craftbier noch nicht in aller Munde. Wir haben uns damals auch nicht von einem Begriff leiten lassen, sondern von dem Wunsch und der Sehnsucht, Bier wieder den Stellenwert zu geben, den es verdient hat. Unser Ziel war es, zu beweisen, dass mit Bier – streng nach dem Reinheitsgebot gebraut – viel mehr Genuss und Aromenvielfalt möglich ist, als den meisten Menschen bisher bekannt war. Unser Herzenswunsch war und ist es, Menschen wieder von Bier und seinem Geschmack zu begeistern.

Inspirationen haben wir uns vom belgischen Markt mit seinen vielen Starkbieren geholt. Die aus USA kommende Craftbier-Welle hat uns den notwendigen Mut gegeben, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich sind wieder der Braumeister und sein handwerkliches Können gefragt und es stehen nicht Preis und Marketingbudget im Vordergrund. Eine wunderbare Entwicklung für uns Brauer!

Wer genau sind die „Friends“?
Jeff Maisel: Zu unserem Freundeskreis zählen natürlich Brauer, aber auch Hopfenbauern, Winzer, Gastronomen oder Bäcker – das kann ganz unterschiedlich sein. Dadurch wird die Zusammenarbeit erst so richtig spannend, denn jeder bringt seine ganz individuelle Expertise und seinen Genusshintergrund mit. Was uns eint, ist der Feuereifer, die Leidenschaft und der Wille, die Braukultur auf ein neues Level zu heben und Bier neu zu erfinden.

Die Freunde sind für uns ein zentraler Anker, denn wir haben schon immer auf den Rat von Menschen vertraut, die unsere Passion teilen und mit denen wir unsere Ideen weiterentwickeln konnten. Mit Freunden kann man wunderbar diskutieren, Rezepturen weiterentwickeln und sich gegenseitig inspirieren. So entstehen unsere Biere von starkem Charakter!

Was ist das Ziel, das Sie mit Maisel & Friends auf lange Sicht verfolgen?
Jeff Maisel: Bei Maisel & Friends stehen vor allem die Liebe zum Produkt, die Entwicklung außergewöhnlicher Biere mit guten Freunden und das kreative Brauhandwerk im Vordergrund. Unsere Biere haben einen starken Charakter, sind ausgewogen, überraschend und haben gleichzeitig eine hohe Drinkability. Wir wollen Biere kreieren, die auch in Zukunft gerne getrunken werden. Wir glauben nämlich nicht, dass Craftbiere nur eine Trenderscheinung sind.

Maisel & Friends bedeutet Gemeinschaft und Zusammenhalt. Deshalb wollen wir auch zusammen mit anderen Craftbrauern erreichen, dass wieder positiv über Bier gesprochen wird und wir möchten gemeinsam eine Biervielfalt anbieten, die es lange nicht gab. Unser großer Wunsch ist, dass es schon bald Craftbierregale im Handel und eigene Bierkarten in der Gastronomie gibt.

Auf der diesjährigen INTERNORGA war Maisel & Friends Mitinitiator der „Craft Beer Arena“. Wie genau sah diese aus?
Jeff Maisel: Es ist klasse, dass unsere Anregungen angenommen wurden und dass es auf der größten Getränkemesse Deutschlands dieses Jahr zum ersten Mal die „Craft Beer Arena“ gab. Es war ein abgeschlossener Bereich, in dem die Leidenschaft zum Bierbrauen im Vordergrund stand und wo sich die kreativen Jungs und Mädels austauschen konnten. Auch für die Liebhaber der Craftbiere war es viel entspannter, die Vielfalt auf so kleinem Raum zu erleben und sich mit den Brauern austauschen zu können.

Wie viele Brauereien bzw. Marken waren dort vertreten?
Jeff Maisel: In der „Craft Beer Arena“ waren 21 Craftbrauereien vertreten, die an je zwei Zapfhähnen verschiedene Biere ausgeschenkt haben. Zusätzlich konnten etliche Flaschenbiere probiert werden. Mein Fazit: Es war einfach genial! Die Leute haben sich ernsthaft für die Biere interessiert und wirklich tolle Fragen gestellt. Sie haben richtig darauf gebrannt, diese außergewöhnlichen Biere kennenzulernen und sind voller Begeisterung in die neue Biervielfalt eingetaucht. Wir haben verkostet wie die Weltmeister!

Für mich war der Austausch mit den anderen Brauern aber mindestens genauso wichtig. Es war ein fantastisches Miteinander und eine durchweg positive Stimmung. Wir haben einen großartigen Kontakt zu den anderen Brauereien und wollen Craftbier gemeinsam bekannt machen und unter die Leute bringen!

Spiegelt diese rege Teilnahme auch den aktuellen Trend wider? Was erwarten Sie sich für den Craftbier-Bereich in diesem Jahr noch?
Jeff Maisel: Auf jeden Fall! Ich finde es überragend, wie viele Brauer inzwischen voller Inbrunst Craftbier brauen. Fast täglich kommen neue Mitstreiter dazu, die den Markt mit uns weiterentwickeln und ständig neue Impulse einbringen. Momentan stehen Craftbiere auf dem deutschen Biermarkt sicherlich noch am Anfang, sie sind aber bereits in aller Munde.

Damit aus diesem zarten Pflänzchen ein wirklicher Markt wird, muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet und auch die Rahmenbedingungen angepasst werden. Wir werden das aber mit aller Kraft angehen. Es macht einfach riesigen Spaß, ein Teil dieser Bewegung zu sein. Wir fiebern dem Jahr 2015 mit großer Spannung entgegen, denn es wird sich im Craftbier-Markt wieder einiges tun und wir sind uns sicher, dass der Trend noch weiter an Dynamik zulegen wird.

Maisel & Friends war selbst ebenfalls mit neuen Produkten auf der INTERNORGA vor Ort. Welche waren das?
Jeff Maisel: An der Theke von Maisel & Friends konnten die Besucher gleich vier neue Fassbiere versuchen und das Feedback war einfach der Hammer! Das Maisel & Friends Pale Ale war der absolute Renner: Fünf verschiedene Hopfensorten, von denen vier kaltgehopft werden, sorgen für ein echtes „Brett“ an Aroma und einen ordentlichen Kick für die Geschmacksnerven – ein richtiges Session-Bier zum „Zischen“. Daneben waren wechselweise auch die drei anderen neuen Biere am Hahn: Maisel & Friends Bavaria Ale, Maisel & Friends India Ale, Maisel & Friends Choco Porter. Seit Mitte dieses Monats sind alle vier neuen Fassbiere national dauerhaft verfügbar.

Wie viele Produkte umfasst Ihr Portfolio mittlerweile? Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?
Jeff Maisel: Aktuell haben wir sieben Produkte am Start, die alle national und dauerhaft verfügbar sind. Mit den vier Maisel & Friends Fassbieren wollen wir das Thema „Craft“ in die Gastronomie bringen und zeigen, wie toll die Abwechslung von Bierstilen bei den Gästen ankommt. Unser Ziel ist, dass es in möglichst vielen Gastronomieobjekten eine gut sortierte Bierkarte gibt.

Im Handel konzentrieren wir uns auf Maisel & Friends Pale Ale und die drei Signature-Biere in der 0,75l-Flasche. Wir werden die Verfügbarkeit dieser Biere Schritt für Schritt ausbauen. Ziel muss es sein, in möglichst vielen Outlets ein eigenes Craftbierregal zu haben.

Zudem werden wir noch limitierte Sondersude als Freestyle- oder Monatsbier anbieten wie aktuell unser Freestyle No. 1, das Maisel & Friends Tripel Blanc. Das ein oder andere Co-Brew-Bier mit befreundeten Brauern wird auch dabei sein. Es wird also echt spannend!

Maisel & Friends | maiselandfriends.com | facebook.com/MaiselandFriends
Brauerei Gebrüder Maisel KG | maisel.com | facebook.com/deineWeisse

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Jeff Maisel für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Maisel & Friends weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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