Pfand gehört daneben
Initiative von fritz-kola

PFAND GEHÖRT DANEBEN-Studie: 980.000 Menschen in Deutschland sammeln aktiv Pfandflaschen

Pfandsammlerinnen und Pfandsammler prägen mittlerweile das Stadtbild in vielen deutschen Städten. Doch wie viele Frauen und Männer in Deutschland sammeln Pfand? Was bewegt sie dazu? Wie denken die Deutschen darüber? Um diese Fragen zu klären, hat PFAND GEHÖRT DANEBEN (PGD), die soziale Initiative von fritz-kola, gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Appinio erstmalig eine repräsentative Studie [1,2] durchgeführt, welche die Lebensrealität von Pfandsammlern in Deutschland untersucht. Den Kern der Studie bilden zum einen die Aussagen der aktiven Pfandsammler [3] und zum anderen Aussagen der übrigen deutschen Bevölkerung bezüglich ihrer Wahrnehmung von Pfandsammlern.

„Bisher wurde den Lebensumständen von Pfandsammlern viel zu wenig Beachtung geschenkt. Das wollen wir mit dieser Studie ändern. Die Ergebnisse bestätigen uns in unserem Engagement. Sie zeigen, wie wichtig es für Pfandsammler ist, dass wir alle unsere Pfandflaschen nach dem Genuss im Park oder unterwegs neben die Mülleimer stellen, statt sie reinzuwerfen“, so Mirco Wolf Wiegert, Gründer und Geschäftsführer von fritz-kola.

Pfandsammler verdienen weniger als gedacht

980.000 Menschen in Deutschland sammeln laut Studienergebnissen aktiv Pfand, die Dunkelziffer wird als wesentlich höher eingeschätzt. In der Befragung gaben 28 Prozent der Pfandsammler an, dass das Pfandsammeln ihre einzige Einkommensquelle darstellt. Ihre Einnahmen daraus betragen gerade einmal zwischen null und vier Euro pro Tag. Das ist deutlich weniger, als die Deutschen glauben: Jeder Vierte ist davon überzeugt, dass der Ertrag mehr als fünf Euro täglich beträgt.

Pfand gehört daneben Infografik Studie 2022

Hohe Verletzungsgefahr beim Pfand sammeln

Knapp ein Drittel der Befragten kennt Menschen in seinem persönlichen Umfeld, die aktiv Pfandflaschen sammeln. Das Unterstützen von diesen Mitbürgern kann im ersten Schritt sehr einfach sein: Beispielsweise durch das leichtere Zugänglichmachen von Pfandgeldern, indem man die leeren Flaschen neben den Mülleimer stellt, anstatt sie wegzuwerfen. Rund 85 Prozent der Pfandsammler sind dankbar für diese Rücksichtnahme, auch, weil sie den Müll dann nicht mehr nach den Flaschen durchsuchen müssen. Diese kleine Geste der Solidarität macht die Arbeit für Pfandsammler nicht nur hygienischer, sondern senkt auch ihre Verletzungsgefahr. Denn über ein Drittel der befragten Pfandsammler gab an, sich in der Vergangenheit bereits beim Flaschensammeln verletzt zu haben.

„Hinter der Bezeichnung Pfandsammler steckte bisher eine anonyme Masse, deshalb haben wir erstmals belastbare Daten darüber erhoben, wie viele Menschen in Deutschland aktiv sammeln, wie viel sie damit verdienen und wie ihre Wahrnehmung in der Bevölkerung ist. Wir wollen damit dazu beitragen, offen Probleme und Lösungen zur Verbesserung der Situation der pfandsammelnden Menschen finden zu können“, erklärt Pascal Fromme, Ansprechpartner für die Initiative PFAND GEHÖRT DANEBEN bei fritz-kola.

Eine Initiative mit Zukunft mit bekannten Unterstützern

Seit sich fritz-kola 2015 der sozialen Initiative angenommen hat, steckt der unabhängige Kola-Hersteller nicht nur viel Zeit, sondern auch Herzblut in PFAND GEHÖRT DANEBEN. Ziel ist es, möglichst viele weitere Hersteller und Kooperationspartner von der Teilnahme an der Initiative zu überzeugen. Das gemeinschaftliche Engagement mit NGOs und Stiftungen ermöglichte in der Vergangenheit bereits verschiedenste Aktionen, die insbesondere wohnungslosen und obdachlosen Menschen zugutekamen: Dazu zählt beispielsweise die „Hitzehilfe”, die in Kooperation mit den Organisationen GoBanyo und der Karuna-Sozialgenossenschaft an besonders heißen Tagen dazu aufrief, obdachlosen Menschen in den Städten Wasserflaschen auszugeben.

Inzwischen zählen über 100 Getränkeunternehmen zu den Partnern der Initiative PFAND GEHÖRT DANEBEN. Unter ihnen befinden sich neben namhaften Brauereien wie etwa Astra, Krombacher, Ratsherrn und viele Getränke Start-ups wie Schorlefranz oder Berliner Berg Brauerei. Außerdem hat fritz-kulturgüter in 2021 begonnen, die Initiative auch international zu verbreiten. Unter dem Namen „Every Bottle Helps“ wird nun auch europaweit in Ländern wie den Niederlanden und Dänemark über die Problematiken von Pfandsammlern aufgeklärt: Immer mit dem Ziel, den Personengruppen zu helfen, die auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen sind.

[1] Für die Untersuchung hat Appinio in der Zeit vom 19.11.2021 bis 25.11.2021 insgesamt 400 Menschen, die aktiv Pfand sammeln, zwischen 16 und 65 Jahren über das Appinio-eigene Mobil-Panel in Deutschland befragt.

[2] Für die Untersuchung hat Appinio am 19.11.2021 insgesamt 1.000 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren über das Appinio-eigene Mobil-Panel in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ gewichtet nach Alter und Geschlecht.

[3] Diese Schätzung basiert auf einer repräsentativen Befragung via Smartphone an 2.000 Deutsche zwischen 16 und 65 Jahren. Es kann aus verschiedenen Gründen sein, dass Pfandsammler über- oder unterrepräsentiert sind in der Stichprobe, u.a. weil ggf. die Zahl an Smartphone-Nutzern unter Pfandsammlern oder der monetäre Anreiz der Befragung für Pfandsammler sich vom deutschen Durchschnitt unterscheiden könnten.

Über fritz-kulturgüter

fritz-kola wurde 2002 von zwei Studenten in Hamburg gegründet. Die erste Kola kam 2003 auf den Markt, zahlreiche safthaltige Limonaden und Schorlen folgten. Der Umwelt zuliebe setzt fritz-kola seit der Gründung auf Glasmehrwegflaschen und baut die dezentrale und verbrauchernahe Abfüllung stetig aus. Darüber hinaus engagiert sich fritz-kola mit der Initiative „Pfand gehört Daneben“, der Bewegung „Trink aus Glas“ und in zahlreichen Projekten für eine nachhaltige Gesellschaft. Mirco Wolf Wiegert und Winfried Rübesam sind Geschäftsführer des Unternehmens, das seit 2014 fritz-kulturgüter heißt.

Über „Pfand Gehört Daneben“

Die Aktion „Pfand Gehört Daneben“ erinnert die Besitzer der leeren Pfandflaschen daran, sie ordentlich neben Abfalleimern abzustellen. So ersparen sie denen, die auf die Erlöse der gefundenen Flaschen angewiesen sind, das würdelose und mit Verletzungsgefahr verbundene Wühlen in Abfallbehältern. Zusätzlich landen deutlich mehr dieser Mehrweg-Flaschen zum Waschen und wieder Befüllen bei den Getränkeherstellern und nicht in der Müllverbrennung.

Quelle/Bildquelle: fritz-kulturgüter GmbH

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