Illegale Preisabsprachen bereits über mehrere Jahrzehnte praktiziert?

Wie bereits berichtet, ermittelt das Bundeskartellamt seit einiger Zeit gegen insgesamt rund ein Dutzend Brauereiunternehmen aufgrund illegaler Preisabsprachen. Diese Preisabsprachen sollen zwischen 2006 und 2008 stattgefunden haben. Wie „n-tv“ nun aber berichtet, könnten diese Absprachen bereits gezielt über Jahrzehnte praktiziert worden sein.

In dem Bericht heißt es, dass führende Brauer die Bierpreise gezielt abgesprochen hätten. Volker Kuhl, Vertriebschef bei Veltins, habe demnach bei seiner Vernehmung ausgesagt, dass die Bierpreiserhöhungen immer gleich abgelaufen seien: Die Premium-Marken hätten sich als Nebenthema eines Treffens (wie Fasspfand, Marke oder Verpackung) oder telefonisch über eine Erhöhung der Bierpreise abgestimmt. Diese Pläne seien dann an mittlere und kleinere Brauereien weitergeben worden. Daher sei es so oftmals zu einer Bierpreiserhöhung gekommen – und zwar bundesweit.

Des Weiteren heißt es in dem „n-tv“-Bericht, dass sich das Bundeskartellamt in einem mehr als 100 Seiten zählenden Ermittlungsbericht dazu geäußert habe: Die Preisabsprachen zwischen 2006 und 2008 seien „mit hoher Wahrscheinlichkeit nur die Spitze eines Eisbergs“ so die Vermutung.

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