felix wessling
Interview

„Heimatgefühle“ – Im Gespräch mit Gastro-Chef Felix Wessling

Für Felix Wessling aus Fulda hat das Wort „Heimat“ eine besondere Bedeutung. Neben regionaler Verbundenheit beschreibt es das Gefühl der Zugehörigkeit und Geborgenheit, das der Mehrfachgastronom („Alte Schule“, „Heimat“, „Löwe Laden“) mit seinem gleichnamigen Lokal transportieren möchte.

Was ist Ihnen als Gastronom besonders wichtig – und was macht Ihnen in Ihrem gastronomischen Alltag am meisten Spaß?

Felix Wessling: Ich bin sehr gerne Gastgeber und arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen. Der Austausch, das Soziale ist das, was mir am meisten Spaß macht. Jeder ist anders, jeder hat eine andere Vorstellung, und das alles unter einen Hut zu bekommen und daraus einen tollen Ort der Begegnung zu machen, ist mein Antrieb. Alle gehören dazu: Gäste, Mitstreiter, Kollegen, Freunde und die Familie. Wichtig ist mir, dass wir ganz schnell wieder uneingeschränkt Gastgeber sein dürfen, nur dann können wir wieder so richtig Spaß an unserem Job haben!

Wie haben Sie die vergangenen zwei Jahre überstanden, wie hat Sie diese Zeit als Gastro-Manager geprägt?

Felix Wessling: Naja, erstmal können wir dankbar sein, in solch einer Zeit in Deutschland zu leben. Denn wir können stolz und froh sein, dass der Staat, also wir, in solch einer Phase funktioniert. Und ich erlebe und lerne, es als eben solch eine Phase zu sehen. Alles hat sein Up and Down. Nun hatten wir – und ich hoffe wir haben es überstanden – ein derbes Down, aber ich habe versucht, das gelassener zu sehen. Das waren äußere Einflüsse, denen ich mich mehr oder weniger hingeben musste. Daher blieb mir nichts anderes übrig, als bedacht und mit Ruhe zu reagieren, was sicherlich nicht immer leicht war. Ich kann nicht alles kontrollieren und muss es auch nicht. Ich hatte Zeit, wieder über wesentliche Dinge nachzudenken: Was macht es für mich aus, Gastgeber zu sein?! Daran möchte ich mit meinem Team wieder arbeiten. Wir alle waren in unserem Handeln und Tun eingeschränkt, aber wir fiebern daraufhin, wieder voll loslegen zu dürfen!

Was inspiriert Sie, woraus ziehen Sie Ihre Energie?

Felix Wessling: Mich inspiriert die Freude auf etwas Neues bzw. Altes neu erleben zu dürfen. Das Lächeln der Leute, wenn wir neue Konzepte spielen und unsere Gäste das mit Freude und mit Präsenz honorieren. Für mich steht nicht immer der monetäre Profit im Vordergrund. Unsere Heimat so zu präsentieren und die absolut positive Akzeptanz der Leute macht mich stolz und motiviert mich weiterzumachen. Aber auch meine Kollegen in Fulda und über die Fuldaer-Domgrenzen hinaus inspirieren und motivieren mich. Meine Energie nehme ich aus dem positiven Feedback, den Mitarbeitern, die Lust haben, mit uns zu arbeiten und selbstverständlich aus dem Vertrauen meiner gesamten Familie und meiner Freunde, die mir immer wieder zusprechen, aber auch Backpfeifen verteilen, wenn ich mal völlig drüber bin!

Sie und Ihr Partner Paul Pawlowski-Rothenbücher, mit dem Sie gemeinsam die „Heimat“ betreiben, kommen auch aus der Red Bull-Familie, wo Sie im Gastronomie-Vertrieb gearbeitet haben. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?

Felix Wessling: Wir haben zum einen mal die Sicht der „anderen Seite“, die Seite der Industrie, kennenlernen dürfen, was uns sicherlich in der Umsetzung der Konzepte geholfen hat. Denn da hatten wir täglich mit unterschiedlichen Menschen, Konzepten und Regionen zu tun und konnten mitwirken, erfolgreiche Gastronomie umzusetzen. Zum anderen hat die Zeit bei Red Bull uns die Tür zu einer tollen Firma geöffnet, fast schon wie eine kleine, große Familie. Bis heute tauschen wir uns aus und werden immer wieder zu tollen Events eingeladen, wo wir neue Konzepte und die Welt von Red Bull erleben dürfen. Mit uns hat das Unternehmen aber sicher auch einen guten Partner, der hinter der Marke steht und gerne die Produkte in den Läden lebt und vertreibt. Das Beste, was wir bis heute mitgenommen haben, ist die tolle Partnerschaft!

Das Interview wurde uns von Red Bull zur Verfügung gestellt. Es wurde erstmals in der Fizzz-Ausgabe 4/22 vom 23. März 2022 veröffentlicht.

Bildrechte: Claude Shami

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