Ron Barceló

Ron Barceló: Brand Ambassador Otto Flores im Interview

Seit 1930 verschreibt sich Ron Barceló – auch Ron Dominicano – der Herstellung des besten Rums in der Karibik. Das geheime Rezept und der runde, reife Geschmack sorgten sehr schnell dafür, dass die Marke sich etablierte. Einige Jahre später – 1994, um genau zu sein – exportierte das Unternehmen bereits in über elf Länder und ist heute die viertgrößte Rum-Exportmarke der Welt. Einer der Gründe ist die Tatsache, dass Ron Barceló der einzige dominikanische Rum ist, der die Produkte direkt mittels Gärung und Destillation von Zuckerrohrsaft gewinnt. Natürlich hat man dazu neben der eigenen Brennerei auch eine eigene Zuckerrohrplantage.

about-drinks sprach mit Otto Flores, Brand Ambassador für Ron Barceló, über das Unternehmen, verschiedene Rumsorten und die Wichtigkeit des Zuckerrohrs bei der Herstellung.

Erzählen Sie uns ein wenig über Ihre Karriere: Wann hat sie begonnen und wie hat sich alles bis heute weiterentwickelt?
Otto Flores: Mein Fachgebiet ist Betriebswirtschaftslehre mit einem Master in Verwaltungsmanagement und Produktivität. Ich habe mehr als zehn Jahre Erfahrung und Know-how im Bereich industrieller Verfahren, habe in unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Segmenten gearbeitet und bringe Erfahrung aus Personalwesen und Kundendienst mit. Ich verfolge eine klare Linie, gehe bei der Projektplanung sehr strukturiert vor, habe Projekte geleitet, arbeite gerne im Team und lasse in allen Bereichen meine soziale Kompetenz einfließen.

Ich bin seit 2012 dabei – als Markenbotschafter und getreuer Verfechter erhöhe ich die Markenbekanntheit des renommierten Ron Barceló, bin für den Geschmack wie auch für die Erfahrungen und Erfahrungswerte, die mit der Marke in Verbindung gebracht werden, zuständig. Von Anfang an habe ich durch meine zahlreichen Schulungen über Rohstoffe (Zuckerrohr), die Rumproduktion selbst sowie die damit verbundenen Prozesse meine Position als Markenbotschafter für Ron Barceló sukzessive ausgebaut.

Woher kommt Ron Barceló? Erzählen Sie uns die Geschichte dieses Rums!
Otto Flores: Die Geschichte von Ron Barceló begann im Jahr 1929 mit dem Traum eines jungen Mannes von seiner eigenen „licorera“. Damals kam der gebürtige Mallorquiner Julian Barceló von Spanien in die Dominikanische Republik, wo er ein Jahr später in Santo Domingo Barceló & Co. gründete. Es dauerte nicht lange, bis sich die Marke Barceló dort als Rummarke etabliert hat und sie zu einer der größten und angesehensten Rumbrennereien der Dominikanischen Republik wurde. In den 1980er Jahren wurde Ron Barceló zum beliebtesten Rum des Landes. 1994 exportierte das Unternehmen bereits in über elf Länder und ist aktuell die viertgrößte Rum-Exportmarke der Welt.

Wie unterscheidet sich Ron Barceló von anderen Rumsorten?
Otto Flores: Ron Barceló ist die einzige dominikanische Rummarke, die ihren Rum direkt mittels Gärung und Destillation von Zuckerrohrsaft gewinnt. Zudem verfügt die Marke über eine eigene Brennerei und eigene Zuckerrohrplantagen. Somit ist das Produkt qualitativ hochwertig und im Alkoholgehalt ausgewogen. So sind die Nachwirkungen des Genusses geringer, dafür aber Geschmack und Aromen umso voller.

In den Fässern von Ron Barceló steckt Magie! Sie kommen von aus der Provinz San Pedro de Macorís, wo das perfekte Klima für den natürlichen Reifeprozess herrscht. Für den letzten Schliff sind dann unsere Masterblender zuständig. Wir sind der einzige dominikanische Rumproduzent, der nicht nur den Herstellungsprozess, sondern auch den Zuckerrohranbau kontrolliert und in der Hand hat.

Stichwort Zuckerrohr: Wie wichtig ist Zuckerrohr für Sie als Brennmeister und wie verwenden Sie diesen Rohstoff?
Otto Flores: Zuckerrohr ist der für uns als Brennerei und Barceló Group entscheidende Rohstoff. Dank der modernen Anlagen können wir seit 2010 direkt aus Zuckerrohrsaft Alkohol produzieren. Wir gewinnen nie Zucker aus unserem Saft, daher wird der Saft nie zur Melasse. Nur 10% des weltweiten Rums werden so hergestellt. Und wir sind der einzige Rumhersteller aus der Dominikanischen Republik, der diese seltene Methode verwendet.

Es gibt unterschiedliche Arten von Zuckerrohr. Wie viele von ihnen sind für Sie interessant und aus welchem Grund?
Otto Flores: Es gibt in der Regel vier Hauptsorten von Zuckerrohr: saccharum sinense, saccharum spontaneum, saccharum robustum und saccharum officinarum.

Das saccharum sinense ist besser bekannt unter der Bezeichnung „Chinesisches Zuckerrohr“. Es enthält zwar viele Ballaststoffe, aber wenig Saccharose, so dass viele Rumhersteller es eher ablehnen. Das saccharum spontaneum ist neben dem saccharum robustum eine wild wachsende Zuckerrohrart. Die Eigenschaften beider Arten sind wechselhaft. Daher kommen diese beiden als Rohstoffe für eine gleichbleibende Herstellung nicht infrage. Das saccharrum officinarum wird zur Herstellung zahlreicher Produkte aus Zuckerrohr verwendet, darunter auch für Rum. Es gibt weitere, von Zuckerfabriken im Labor hergestellte Unterarten (z.B. von der Zuckermühle Central Romana), aber alle haben eines gemeinsam: Sie haben einen hohen Zuckergehalt und sind deshalb interessant für uns als Rumhersteller.

Inwiefern beeinflusst Zucker den Geschmack des Rums? Und spielt die Farbe des Zuckers dabei eine Rolle?
Otto Flores: Die bei der Herstellung verwendete Zuckerrohrart beeinflusst den Geschmack des Rums nicht direkt. Allerdings variiert die Alkoholmenge, die aus den jeweiligen Sorten gewonnen werden kann, da jede Zuckerrohrart während des Wachstums einen unterschiedlichen Zuckergehalt entwickelt. Die Farbe des Safts beeinflusst nicht den Geschmack des Endprodukts, da der Rum mehrere Herstellungsschritte durchläuft, z.B. die Gärung und die Destillation, und nicht der Saft selbst, sondern ein Saftextrakt verwendet wird.

Welche Entwicklungen erwarten Sie im Zuckerrohranbau?
Otto Flores: Zuckerrohr wurde von einem Kontinent zum anderen verschifft und hat somit im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen durchlaufen. Interessant ist beispielsweise der Größenunterschied zwischen asiatischem und karibischem Zuckerrohr. Asiatisches Zuckerrohr wird bis zu sechs Meter hoch, während unsere Sorten nur zwei bis drei Meter erreichen. Dennoch liegt der Zuckergehalt des asiatischen Zuckerrohrs unter dem des karibischen.

Zurück zum Rum selbst: Welche Arten von Rum gibt es im Allgemeinen?
Otto Flores: Es gibt folgende verschiedene Arten von Rum:

Weißer Rum: Die Spirituose verlässt farblos (oder weiß) die Brennerei. Somit gilt er in der Branche als Basis oder Quelle aller Rumsorten. In Eichenfässern gereift, hat diese Rumsorte vor der Filtration einen goldgelben Farbton.

Goldener Rum: Er ist mehr oder weniger intensiv bernsteinfarben. Der Reifeprozess in Fässern ist von mittlerer Dauer und der Rum wird nicht filtriert. Sein Aroma ist aufgrund der höheren Anzahl an Kongeneren intensiver.

Schwarzer/Dunkler Rum: Diese Rumsorten sind intensiv und vollmundig. Sie werden meist in Destillierkolben hergestellt, da sie für einen starken Sirup- oder Melasse-Geschmack sorgen. Das Bernsteingold wird dank Fassreifung und Farbstoffzusätzen zu einem dunklen Braun.

Gewürzter oder aromatisierter Rum: Hier werden die Rumsorten mit Extrakten versetzt, um die gewünschten Geschmacksnuancen zu erzielen. Verwendet werden Fruchtnoten (z.B. Orange, Zitrone, Banane, Ananas oder Kokos) und Gewürznoten (z.B. Vanille, Muskatnuss und Zimt).

Overproof Rum: In der Regel handelt es sich um weißen Rum mit dem sehr hohem Alkoholgehalt von 57,15 %.

Premium-Rum: Hier spricht man von Rumsorten, bei denen Reifung und Vermählung (Vatting) ein hochwertiges, rentables Qualitätsprodukt hervorbringen.

Lassen Sie uns über zwei Produkte aus dem Portfolio sprechen: Ron Barceló Gran Añejo und Ron Barcelo Imperial. Erzählen Sie uns von den Produkten!
Otto Flores: Der Ron Barceló Gran Añejo z.B. ist eine Komposition aus den edelsten Sorten des Hauses Barceló. Dank seines vollen, markanten Geschmacks nach gerösteten Kaffeebohnen, Nüssen, Karamell und Kräutern ist der Gran Añejo ein Premium-Rum der gehobenen Kategorie. Ron Barceló Gran Añejo reift mindestens sechs Jahre in amerikanischen Eichenfässern.

  • Bernsteinfarben mit einer kräftig goldenen Note
  • Aroma von Zitrusfrüchten und Aprikosen gepaart mit einer feinen Holznote
  • Weiche, mittelschwere Textur
  • Runder, leichter Fruchtgeschmack mit einem Hauch harziger Arome
  • Ideal zum Genießen auf Eis oder als Barceló Santo Libre
  • 0,7 l, 37,5% vol., 17,45 € (UVP)

Der Ron Barceló Imperial zählt durch seine außergewöhnliche Komposition zum Highlight des Barceló Sortiments. Es werden sehr alte Rumsorten verwendet, die mindestens zehn Jahre in Eichenfässern reifen. Erstklassiges karibisches Zuckerrohr, althergebrachte Familientraditionen und rigoroser Respekt der erforderlichen Reifungsprozesse bringen ein Produkt der Extraklasse hervor. Dank seines herausragenden, grandiosen Aromas wurde er bereits zum zweiten Mal vom Beverage Testing Institute of Chicago zum „Best Rum in the World“ gekürt.

  • Strahlend kupferrote Farbe
  • Satte Buttertoffee-Note
  • Vollmundiger Geschmack mit Aromen von süßem Toffee, getrockneten Äpfeln und Birnen sowie braunen Gewürzen
  • Abgerundet durch einen langen, fruchtigen Hauch von Buttertoffee und einem Hauch von Tabakblättern und Pfeffer
  • Ideal zum puren Genuss oder auf Eis.
  • 0,7 l , 38% vol. , 26,95 € (UVP)

Ron Barceló | ron-barcelo.de | facebook.com/RonBarcelo

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Otto Flores für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Ron Barceló weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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