„Pfand gehört daneben“: Facebook-Kampagne löst bundesweite Diskussion über Pfandsammeln aus

Wohin mit leeren Pfandflaschen, wenn man gerade unterwegs ist und sie nicht selbst zurückbringen kann? Diese Frage wird seit einem Jahr bei Facebook und auf der Straße, in den Medien, in Parteien und Stadträten heiß diskutiert. Angestoßen wurde diese bundesweite Debatte durch die Initiative „Pfand gehört daneben“, die am 19.11.11 von Matthias Seeba-Gomille ins Leben gerufen wurde.

Die Idee zu der Kampagne entstand an einem Freitagabend in Berlin-Friedrichshain. Auf den Straßen waren viele Menschen unterwegs. „Die einen gehen feiern und können es sich leisten, auf dem Weg 8, 15 oder 25 Cent einfach in den Müll zu werfen. Für die anderen ist das Pfand so wertvoll, dass sie es sogar auf sich nehmen, Mülleimer danach zu durchsuchen“, so der Berliner Designer. „Da habe ich mich gefragt: Was kann man tun?“ Seeba-Gomille gründete spontan die Facebook-Seite „Pfand gehört daneben“. Die Seite ruft dazu auf, leere Pfandflaschen nicht in öffentliche Mülleimer zu werfen, sondern daneben zu stellen, damit Pfandsammler sie mitnehmen können, ohne im Müll wühlen zu müssen.

Diese Idee stieß sofort auf eine überwältigende Resonanz: Die Facebook-Seite hat inzwischen mehr als 17.000 Fans. Prominente wie Jennifer Rostock und die Beatsteaks unterstützen die mittlerweile bundesweite Kampagne. Der Getränkehersteller LemonAid entwickelte die „Pfandkiste“ – eine leere Getränkekiste, die man an Laternenpfählen anbringen kann, so dass Passanten leere Pfandflaschen darin abstellen können. Ein anderer Getränkehersteller, fritz-kola, fördert die Initiative finanziell und wird im kommenden Jahr u. a. eine Million Flaschenetiketten mit Informationen zu der Kampagne bedrucken. Zahlreiche Medien von Blogs bis zu Fernsehsendern berichteten über die ehrenamtliche Initiative, und viele freiwillige Helfer bestellen Aufkleber und hängen Plakate auf. Dank dieses tatkräftigen Engagements ist der Umgang mit dem Pfand inzwischen auch in vielen Stadträten ein Thema.

Weitere Informationen unter:
www.pfand-gehoert-daneben.de

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