Nordisch Vodka: Hamburger Familiengeheimnis als Erfolgsrezept

Vor 140 Jahren brannte der Urgroßvater in St. Georg seinen ersten Wodka. Doch durch den Krieg geriet die Familientradition in Vergessenheit. Jetzt erobert Thomas Nordmeier mit seinem „Nordisch Vodka“ die Hansestadt.

Spirituosenhersteller Thomas Nordmeier empfiehlt den Wodka bei Zimmertemperatur und ohne Eis zu trinken Hamburg. Weine und Brände haben Thomas Nordmeier schon immer interessiert. „Aber mit dem Weinberg ist es in Hamburg bekanntermaßen etwas schwierig“, sagt Nordmeier. Stattdessen stöberte er ein wenig in seinem Familienalbum und kam auf eine sprichwörtliche Schnapsidee. Heute produziert der 34-Jährige seinen „Nordisch Vodka“ nach einem 140 Jahre alten Hamburger Rezept.

1872 begann sein Urgroßvater Wilhelm im damaligen Wohnhaus der Familie an der Langen Reihe eine kleine Destillerie zu betreiben. Neben Kümmel, Korn und zahlreicher Kräuterbrände wie Gin, entwickelte Wilhelm Nordmeier auch einen eigenen Wodka auf Getreidebasis. Die Spirituosen vertrieb der Hamburger Kaufmann anschließend in einem kleinen Krämerladen. Doch mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurde der Urgroßvater 1914 zum Militärdienst eingezogen. Die heimische Destillerie in St. Georg fiel dem Krieg zum Opfer, die Familientradition und mit ihr die Anleitungen des Urgroßvaters gerieten in Vergessenheit.

Hundert Jahre später hat Thomas Nordmeier die alten Rezepte aus dem Banktresor seiner Familie geholt und lässt die Tradition wieder aufleben. „Früher waren kleine Destillerien sehr weit verbreitet, fast jeder hat Zuhause selbst gebrannt“, sagt Thomas Nordmeier. „Ich wollte Hamburg daher wieder seinen eigenen Wodka zurückgeben.“ Seit August erobert sein Nordisch Vodka die Bars und Spirituosenregale der Hansestadt.

Fettes Brot als Namensgeber
Die ursprünglichen Aufzeichnungen des Großvaters sind gleichzeitig auch Nordmeiers Erfolgsrezept. Denn neben den richtigen Kühleinstellungen, der Art der Filtration oder der Dauer des Gärvorgangs, ist vor allem die Marke und deren Botschaft entscheidend. Daher legt Nordmeier Wert darauf, dass sein „Nordisch Vodka“ ein Hamburger Original sei, auch wenn die edle Spirituose eigentlich in einer Brennerei an der Mosel abgefüllt werde. „Wir haben in Norddeutschland keine Destillerie gefunden, die unser Rezept originalgetreu umsetzen konnte“, begründet Nordmeier. Entscheidend sei aber immer noch das Original Hamburger Rezept.

Dementsprechend ist auch der Name seines „Nordisch Vodka“ an den Norden und seinen eigenen Familiennamen angelehnt. „Inspiriert hat uns aber vor allem das Lied Nordisch by nature von Fettes Brot“, sagt Nordmeier.

Vor Mitwettbewerbern, wie der Hamburger Wodka-Marke Bazic, fürchtet sich der 33-jährige Spirituosenliebhaber nicht. Schließlich belebe Konkurrenz das Geschäft. „Unser Wodka ist ein regionales Premiumprodukt mit einer sehr langen Tradition, was sich auch im Preis niederschlägt“, sagt Nordmeier. Eine Flasche der edlen Spirituosen kostet rund 24 Euro. „Wir verwenden nur reinstes Rohdestillat. Unser Nordisch wird fünffach destilliert und fünffach kohlegefiltert.“ Zudem verwende man ausschließlich deutsches Getreide, bevorzugt Winterweizen. So bekomme der Wodka einen samtig-weichen Geschmack ohne zu Brennen. „Wer sich einfach sinnlos betrinken will, der kauft uns nicht.“

1.000.000 Flaschen bis Ende des Jahres
Für die Zukunft hat der 33-Jährige Kaufmann noch große Pläne: 1.000.000 Flaschen seiner Spirituose will er bis Ende des Jahres verkaufen. „Wir wollen der deutsche Wodka aus Hamburg werden“, sagt Nordmeier. Darüber hinaus möchte er zukünftig auch den anderen Rezepten seines Urgroßvaters zum Erfolg verhelfen. Der Gin jedenfalls sei schon in der Produktion.

nordisch-vodka.de | facebook.com/NordischVodka

Quelle: Gastro-Creativ GmbH

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