Naturbursche – Eistee ohne Süßstoffe aus dem Labor

In vielen Ländern der Welt süßen die Menschen ihre Getränke und Speisen teilweise bereits seit mehreren Jahrhunderten mit Extrakten aus der Stevia-Pflanze. Warum nicht auch in Deutschland? Genau das haben sich Britta Henkelmann und Dagmar Hemschenherm ebenfalls gedacht. Die beiden Freundinnen haben mit Naturbursche den ersten rein natürlich gesüßten Eistee auf den Markt gebracht – ohne Kompromisse beim Geschmack, ohne Zucker und ohne Süßstoffe aus dem Labor.

about-drinks sprach mit Britta Henkelmann und Dagmar Hemschenherm, den Geschäftsführerinnen der Naturbursche Getränke GmbH, über das Getränke, das Potenzial für Stevia sowie über ihren eigenen Blog.

Naturbursche heißt Ihr Produkt. Was genau verbirgt sich dahinter?
Britta Henkelmann: Hinter Naturbursche verbirgt sich der erste Eistee, der nur mit Stevia gesüßt ist. Er wird in einem 500-ml-Tetra-Pak vertrieben und ist in zwei Geschmacksrichtungen verfügbar.

Und warum die Wahl dieses Namens?
Dagmar Hemschenherm: Wir haben diesen Markennamen gewählt, um zu verdeutlichen, dass Naturbursche ein rein natürlich gesüßter Eistee ist. Bisher wurden von der Industrie nur zuckerfreie Eistees mit künstlichen Süßstoffen wie Aspartam oder Acesulfam-K angeboten.

Wie wirkt sich die Süßung mit Stevia auf den Geschmack des Eistees aus?
Britta Henkelmann: Nach einiger Entwicklungszeit waren wir schlussendlich selbst erstaunt, dass sich die reine Süßung mit Stevia überhaupt nicht auf den Geschmack auswirkt. Es ist uns wirklich gelungen, zwei sehr wohlschmeckende Eistees herzustellen, bei denen der Eigengeschmack von Stevia nicht wahrnehmbar ist.

Welche verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt es denn?
Dagmar Hemschenherm: Naturbursche gibt es in den Geschmacksrichtungen Weißtee-Kirsche und Grüntee-Limette.

Erzählen Sie unseren Lesern von sich selbst: Warum Getränke?
Britta Henkelmann: Ich arbeite seit über 15 Jahren in der Getränkebranche in unterschiedlichen Konzernen. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich mir die Sinnfrage stellte. Und meine Antwort darauf war, ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, das eben nicht ungesund ist, sondern gut schmeckt und eine tolle Alternative zur Überzuckerung vieler Lebensmittel aufzeigt.

Dagmar Hemschenherm: Ich habe in den letzten 10 Jahren in der IT-Branche gearbeitet. Persönlich achte ich sehr auf meine Ernährung und finde es erschreckend, wie viel Zucker in den unterschiedlichsten Formen in unseren Getränken steckt. Möchte man darauf verzichten, bleiben nur Wasser oder chemische Süße. Als ich von Stevia erfuhr, war ich total begeistert und konnte nicht glauben dass keiner der großen Konzerne ein zuckerfreies, nur mit Stevia gesüßtes Getränk anbietet. Damit war es klar: Wir wollten ein Getränk auf den Markt bringen, das nur mit Stevia gesüßt ist.

Also war es für Sie von Beginn an klar, dass es ein Getränk ohne Zucker sein muss?
Britta Henkelmann: Wenn man sich den Getränkemarkt aktuell anschaut, gibt es wenige gesunde Alternativen und ich wollte auch nicht das hundertste Me-Too-Produkt auf den Markt bringen. Außerdem gibt es sehr wenige vegane Getränke, da sich in vielen Getränken Spuren tierischer Produkte befinden.

Dagmar Hemschenherm: Ja! Wir wollten keine halben Sachen machen. Daher kam nur ein zuckerfreies Getränk in Frage. Alles andere wäre keine echte Alternative zu den bestehenden Angeboten im Markt gewesen.

Welche Rolle spielt Stevia Ihrer Meinung nach in der Zukunft der Getränkebranche?
Britta Henkelmann: Wir hoffen, dass Stevia mehr und mehr eine Rolle spielen wird. Wenn Sie bedenken, wie groß der Hype zur Zulassung von Stevia war, ist es doch erschreckend, wie wenig sich in der Zwischenzeit auf dem Markt getan hat. Es ist unser erklärtes Ziel, Vorreiter für die Getränkebranche, aber auch für weite Teile der Lebensmittelindustrie zu sein. Einfach, weil der gesundheitliche Aspekt so enorm positiv ist und den Krankenkassen in Zukunft viel Geld sparen kann. Ich denke da an Karies, Übergewicht und Diabetes. Das sind Volkskrankheiten, die durch zu viel Zuckergenuss begünstigt werden.

Zurück zum Produkt selbst: Über welche Distributionswege wird es vermarktet?
Britta Henkelmann: Naturbursche wird über den klassischen LEH sowie über Reformhäuser vertrieben. Aber natürlich ist Naturbursche auch für die Tagesgastronomie und für vegetarische oder vegane Restaurants interessant. Auch hier werden wir entsprechend den Vertrieb starten.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung? Welche Rolle spielt Social Media?
Britta Henkelmann: Wir werden sehr stark die Rolle der PR nutzen und haben hier schon etliche Anfragen für Publikationen. Außerdem haben wir einen eigenen Blog – www.dickunddoof.info – pünktlich zum Weltgesundheitstag gestartet, um hierüber Anregungen zu Diskussionen zu verschieden Themen zu geben.

Dagmar Hemschenherm: Über Social Media haben wir die Möglichkeit, nicht nur auf unser Getränk aufmerksam zu machen, sondern auch den ganz normalen Konsumenten ohne Ernährungsstudium über gesunde Alternativen zu seiner „Cola“ zu informieren, die er dann auch in seinem normalen Supermarkt findet.

Erzählen Sie unseren Lesern mehr vonIhrem Blog www.dickunddoof.info! Was ist das genau? Wie kam es zu der Idee dazu?
Dagmar Hemschenherm: www.dickunddoof.info ist eine Plattform, die wir ins Leben gerufen haben, weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass zu viel Zucker und Süßstoff aus dem Labor eben jenen Effekt hervorrufen: Sie machen dick und doof. Auf unserem Blog werden wir regelmäßig Artikel veröffentlichen, die die Gefahren erörtern, die Marktmechanismen der Lebensmittelindustrie hinterfragen, Alternativen aufzeigen und nützliche Hinweise geben, mit der süßen Versuchung umzugehen.

Zum Schluss noch die Frage nach der warmen Jahreszeit: Sommer und Naturbursche – eine gute Mischung?
Beide: Eine perfekte Mischung. Naturbursche ist die perfekte Grundlage für Sommer-Drinks. Wir freuen uns schon auf die Ideen unserer Kunden.

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Naturbursche weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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