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MAMPE: Tom Inden-Lohmar über die älteste Spirituosenmarke Berlins

MAMPE ist nicht irgendein Schnaps aus Berlin. Nein, MAMPE ist die älteste noch existierende Spirituosenmarke der Hauptstadt und somit ein untrennbarer Teil der Stadtgeschichte. Bereits 1831 wurden „Mampes Bittere Tropfen“ erfunden – damals sollte der Schnaps noch gegen Cholera helfen. Gründer Carl Mampe ahnte aber zu seiner Zeit sicher noch nicht, dass sich daraus einmal eine international erfolgreiche Spirituosenmarke entwickeln sollte, die dann in den Konkurs schlitterte und seit 2013 wieder auflebt. Eine Geschichte wie die Stadt selbst. Eben echt Berlin, wa?!

Tom Inden-Lohmar, Geschäftsführender Gesellschafter der Mampe Spirituosen GmbH und „Mista MAMPE“, spricht im Interview mit about-drinks über die Marke, deren Geschichte, die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne sowie die NEUE HEIMAT.

MAMPE ist Kult! Richtig, Herr Inden-Lohmar? Was ist MAMPE?
Tom Inden-Lohmar: Fast richtig, denn zum Kult macht eine Marke der Kunde und nicht das Marketing. Und wir überlassen es mal schön den Berlinern, uns zum Kult zu machen. Aber sagen wir so, wir sind auf einem guten Weg! Zumindest ist MAMPE die älteste noch existierende Spirituosenmarke Berlins und somit ein untrennbarer Teil der Stadtgeschichte. Und MAMPE ist die einzige Spirituosenmarke, die es nur in Berlin zu kaufen gibt.

Wie ist die Spirituose entstanden?
Tom Inden-Lohmar: Wie bei vielen Spirituosen begann die Geschichte als Medikament und in der Apotheke. 1831 in Pommern als „Mampes Bittere Tropfen“ erfunden, sollte der Schnaps gegen Cholera helfen. Der Sanitätsrat Carl Mampe hatte damals sicher keinen blassen Schimmer, das mit dem Umzug nach Berlin einige Jahrzehnte später aus Mampe eine international erfolgreiche Spirituosenmarke mit fast 80 verschiedenen Produkten werden sollte. Und das weitere hundert Jahre später das Unternehmen in den Konkurs schlitterte.

Die Marke war zwischenzeitlich tatsächlich fast gänzlich verschwunden. 2013 ist sie dann zurückgekehrt. Wer war dafür verantwortlich?
Tom Inden-Lohmar: Mein heutiger MAMPE-Mitgesellschafter Frank Zächel und ich. Ich wurde 2010 von seiner Agentur als Creative Director nach Berlin geholt um den frisch gewonnenen Berentzen-Etat zu verantworten. Und Berentzen gehörten damals die Markenrechte an MAMPE. Und je mehr unsere Zuneigung zum Apfelkorn schwand, desto größer wurde unser Verlangen nach MAMPE. Was dazu führte, dass wir den Etat verloren, die Marke von Berentzen übernahmen, im April 2012 die MAMPE Spirituosen GmbH gründeten und 2013 die ersten Produkte auf den Markt brachten.

Wie ging die Entwicklung seit 2013 dann weiter?
Tom Inden-Lohmar: Zunächst stand eine klare, unumstößliche Entscheidung: Unsere Produkte soll es nur in Berlin geben. Und um den Berlinern klar zu machen, dass es sich bei MAMPE nicht um ein Monoprodukt, sondern eine Dachmarke handelt, relaunchten wir neben dem Evergreen MAMPE Halb&Halb auch die beiden MAMPE-Klassiker Gin und Wodka. Die notwendige Preiserhöhung gegenüber den noch bekannten Vorgängerprodukten führte zur Auslistung bei den wenigen verbliebenen Handelspartnern, so dass wir wirklich bei Null gestartet sind. Drei gute Produkte, eine Menge Sympathie der Berliner und ein aufkommender Trend zur Regionalität war alles, was wir in die Waagschale werfen konnten.

Über welche Distributionswege wird die Spirituose aktuell vermarktet?
Tom Inden-Lohmar: Wir sind in Berlin im gesamten LEH gelistet und außer bei REWE nahezu überall distribuiert. Die Gastronomie bedienen wir über nahezu alle Berliner GFGHs und die Cash & Carry-Märkte. Durch die hohe Distribution im LEH findet der Spirituosenfachhandel noch kein wirkliches Gefallen an uns. Tankstelle und Spätkauf sind für unsere aktuellen Gebindegrößen nicht interessant, Discount für uns kein Thema!

Zuletzt lief die Crowdfunding-Kampagne auf startnext. Wieso gab es diese Kampagne?
Tom Inden-Lohmar: Wir setzen im Moment unsere Vision von MAMPES NEUER HEIMAT um. Und hierbei gab es zwei Gründe für ein Crowdfunding. Zum einen fehlte uns das Geld für die Entwicklung der geplanten Produkte und die Produktion der ersten Batches. Zum anderen wollten wir von Anfang an eine Crowd, eine Community, eine Fangemeinde schaffen. Und das tun wir, indem wir 1.000 Menschen zu STEINHABERN unserer NEUEN HEIMAT machen.

Mit welchem Ergebnis ist die Kampagne ausgegangen?
Tom Inden-Lohmar: Gesteckt hatten wir uns ein Ziel von 39.000 Euro, das wir sogar einige Tage vor dem Ende der Kampagne erreicht haben. Es sind über 46.000 Euro zusammen gekommen, die wir nun in die Produktentwicklung stecken werden.

Stichwort NEUE HEIMAT. Wie genau soll die aussehen und was soll dort passieren?
Tom Inden-Lohmar: MAMPES NEUE HEIMAT wird das, was man heute Markenwelt nennt. Eine spannende Mischung aus gläserner Manufaktur, Schnapsladen, Museum und Event-Location. Neben der Herstellung von geplant fünf Manufaktur-Produkten werden wir hier auch die Destillate und Mazerate unserer drei industriell hergestellten Produkte herstellen. So dass im Verlauf des Jahres 2017 in jeder MAMPE-Flasche wieder Berlin drin ist. Daneben bieten wir eine Vielzahl von Veranstaltungen an. Von einfachen Verkostungen über Schnapsmacher-Seminare bis hin zu Konzerten. Und MAMPES NEUE HEIMAT soll ein Besuchermagnet für Berliner und Berlin-Besucher werden.

Gibt es neben der NEUEN HEIMAT weitere Pläne für die Zukunft von MAMPE?
Tom Inden-Lohmar: Zunächst wollen wir zur Grünen Woche im Januar 2017 drei der neuen Manufaktur-Produkte präsentieren. Daneben vergessen wir aber nicht unsere Basis – nämlich mit unseren Partner in der Lohnabfüllung bezahlbare, ausgezeichnete industriell gefertigte Produkte für Handel und Gastronomie zu produzieren.

Die nächste Vision aber ist, dass 2020 jeder 20ste Berlin-Besucher ein Produkt von MAMPE mit nach Hause nimmt. Mal sehen, ob das klappt. Aber eins steht fest. Mehr Berlin als MAMPE geht nicht.

MAMPE | mampe.berlin | facebook.com/MampeBerlin

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Tom Inden-Lohmar für das offene und sehr interessante Interview und wünschen MAMPE weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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