Teaser Scharfschütze Mexikaner

Jetzt wird’s scharf: Scharfschütze Mexikaner aus Münster

Der Mexikaner. Gemeint ist nicht der Bewohner Mexikos, sondern die Spirituose. Die Rezeptur ähnelt der einer Bloody Mary, der Mexikaner ist aber deutlich stärker gewürzt, hat einen höheren Alkoholgehalt und wird üblicherweise als Shot getrunken. Seit Dezember 2017 hat auch Münster eine eigene Mexikaner-Marke: Scharfschütze. Markus Eschler und Hannah Schumacher haben das Produkt entwickelt, das in einer schwarzen Tonflasche daher kommt. Auf dem Etikett schaut man in das Gesicht eines mexikanischen Pistoleros samt Sombrero – als wolle er sagen: „Schütt‘ ein, jetzt wird’s scharf“.

Über den Pistolero, den Namen „Scharfschütze“, das Produkt sowie den Mexikaner-Trend im Allgemeinen spricht Markus Eschler, der gemeinsam mit Hannah Schumacher Inhaber der Marke ist, im Interview.

Generell: Was genau ist „Mexikaner“?
Markus Eschler: Ganz simpel ausgedrückt, ist der Mexikaner eine Spirituose auf Tomatenbasis. Man trinkt ihn vornehmlich als Shot. Für Leute, die ihn noch gar nicht kennen, beschreibe ich ihn immer als „aufgepimpten“ Bloody Mary mit zusätzlicher Würze, Schärfe und höherem Alkoholgehalt. Er ist der Ideale Snack, wenn man Abends mal unterwegs ist und etwas trinken geht. Und wer Tomatensaft mag, trinkt in der Regel auch gerne Mexikaner. Uns schmeckt er am besten zum Bierchen. Ich habe aber auch schon Leute gesehen, die ihn sich ins Bier schütten. Das wiederum ist ’ne andere Sache.

Der Trend stammt vermutlich aus Mexiko?
Markus Eschler: Der Legende nach hat ein kurz vor der Pleite stehender deutscher Kneipier all seine Reste an Tequila, Vodka und Korn zusammengekippt, um möglichst alles Angebrochene in bare Münze zu verwandeln. Zum Mischen hatte er nur noch Tomatensaft zur Hand, da den vorher nie jemand bestellt hatte. Anfangs recht unappetitlich, experimentierte er mit Salz, Pfeffer und Tabasco und fertig war das – zugegebenermaßen noch sehr spartanische – Ur-Rezept.

Der Namensgeber war wahrscheinlich mexikanisch essen, als ihm ein Licht aufging. Denn außer der häufig scharfen mexikanischen Küche hat der Mexikaner nichts mit Mexiko am Hut. Ob der besagte Kneipier nun in Hamburg oder in Berlin ansässig war, wird wohl nie geklärt. Ich kann nur sagen, dass ich 2008 in Berlin meinen ersten Mexikaner getrunken habe und dass dieser dort schon seit ein paar Jahren über den Tresen ging. Und hiermit Bühne frei für die Alteingesessenen, die ihn 1980 schon irgendwo in Buxtehude getrunken haben.

Wie kamen Sie dann dazu, den Mexikaner nach Münster zu holen?
Markus Eschler: Der Mexikaner hatte in Münsters Gastro-Mitte 2014 seinen wirklichen Durchbruch. Bis 2016 konnten wir aber keinen finden, der uns tatsächlich richtig gut geschmeckt hat. Vor allem die industriell gefertigten Produkte sind in unseren Augen die reinste Plörre. Da wir schon häufiger selbst welchen angesetzt hatten, kam letztlich die „Schnapsidee“, selbst zu produzieren und zu vertreiben.

Damals noch recht klein unter dem Namen „Napalm Breath“. Ja, gewagter Name. :-) Bis Oktober 2017 haben wir dann ohne großes Aufsehen an einen kleinen Kundenkreis vertrieben. In dieser Zeit wurde ständig das Rezept verändert und neue Zutaten wurden ausprobiert. Parallel habe ich effektiv seit Mai 2017 nebenher an der Marke Scharfschütze rumgebastelt. Wir wollten uns größer aufstellen, sind an verschiedene Lohnabfüller aus der Region herangetreten, aber niemand wollte uns ein vernünftiges Angebot machen. Daraus resultierte der Entschluss eine eigene, kleine Manufaktur aufzubauen. Mitte November stand dann alles und wir konnten im Dezember 2017 auf den Markt.

Warum gerade der Name „Scharfschütze“?
Markus Eschler: Wir haben uns mit der Namensfindung ungefähr drei Monate Zeit gelassen und stets Feedback bei Freunden und Bekannten eingeholt. Unser Mexikaner hat eine gesunde Schärfe und das soll schon der Name implizieren. Scharfschütze ist knackig, einprägsam und man kann einfach geile Werbung mit ihm machen. Wir haben zwar erst zwei Werbemotive realisieren können, aber es warten noch einige witzige Ideen auf ihre Umsetzung. Und um einer möglichen, negativen Behaftung auszuweichen, haben wir als Logo den Cowboy mit Sombrero gewählt, so dass wir eher in die Richtung Lucky Luke gehen, als in die des Soldaten.

Was ist drin in Ihrer Variante?
Markus Eschler: Ich kann hier eigentlich nur etwas zu den allgemein bekannten Zutaten eines Mexikaners sagen, da ich natürlich keine unserer anderen, jetzt mittlerweile über Jahre ausprobierten und für gut befundenen Zutaten preisgeben möchte. Insgesamt sind wir bei 21 unterschiedlichen Zugaben angelangt. Die Grundbasis sind wie schon erwähnt Tomatenerzeugnisse. Wir haben uns für Neutralalkohol entschieden, da dadurch alle Zutaten und Gewürze besser zur Geltung kommen. Wir benutzen zwei unterschiedliche Salze. Feinstes Fleur de Sel und Himalayasalz. Salz ist zwar Salz, aber die unterschiedlichen Mineralien im Salz machen den Unterschied. Die Schärfe liefern fein gemahlener schwarzer Pfeffer, Cayenne-Chilis und passierte Habanero-Chilis. Und an die Tomaten da draußen: Wir haben keinen Anspruch nur super tomatig zu sein. Ein guter Mexikaner ist mehr!

Woher stammen die Zutaten, wo wird hergestellt?
Markus Eschler: Wir beziehen unsere Zutaten ausschließlich über verschiedene Großhändler. Die wiederum aus aller Welt. Produziert wird in unserer kleinen Manufaktur am Rande von Münster. Es passiert alles aus einer Hand. Wir sterilisieren Anlagen und Flaschen, setzen an, füllen ab, etikettieren und versiegeln. Wir sind so aufgestellt, dass wir ca. 300 Flaschen am Tag produzieren können. Was den jetzigen Absatz angeht, haben wir also mit unseren Anlagen noch Luft, bis wir uns vergrößern müssen.

Gibt es beim Trinken ein Ritual – ähnlich wie beim Tequila bspw.?
Markus Eschler: Der Scharfschütze schmeckt klasse in Kombination mit Mini-Frikadellen. Man nehme eine nach jedem Shot. Ob nun Veggie oder aus Fleisch – die Kombination kam stets sehr gut an und sollte auf keiner Party fehlen.

Über welche Distributionswege wird das Produkt vermarktet? Wo kann man den Scharfschützen trinken und kaufen?
Markus Eschler: Wir sind in Münsters Bar- und Clublandschaft bereits ganz solide vertreten. Weitere Getränkehändler werden demnächst folgen, so dass man den Scharfschützen auch in kleineren Venues finden kann. Überregional sind wir in Gesprächen mit Händlern und Clubs in Osnabrück, Bochum und Dortmund. Seit Kurzem haben wir aber auch einen Onlineshop eingerichtet und bieten deutschlandweiten Versand an. Auf jeden Fall bewegt sich was.

Was sind Ihre Ziele für das Jahr 2018?
Markus Eschler: Wir haben unsere Ziele ein bisschen nach oben korrigiert. Mittelfristig steht ganz NRW auf der Agenda. Langfristig wollen wir natürlich deutschlandweit Fuß fassen und schielen auch schon mit einem Auge ins EU-Ausland. Aber ganz gemächlich – step by step. Alles Kann, nix muss. Ziel ist es, den Scharfschützen als Marke zu etablieren. Außerdem gibt es tatsächlich Städte in Deutschland (und das sind gar nicht so wenige), in denen der Mexikaner kaum bis gar nicht bekannt ist. Und wenn die erstmal so richtig Blut geleckt haben, wer weiß, was dann noch möglich ist.

Scharfschütze | scharfschuetze.eu | facebook.com/Scharfschuetze.Mexikaner

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Markus Eschler für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Scharfschütze weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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