Interview: LemonAid & ChariTea – Trinkend die Welt verändern!

Wohltätigkeit und Unterstützung stehen bei LemonAid und ChariTea im Vordergrund. Seit 2009 unterstützt die LemonAid Beverages GmbH den Fairen Handel und setzt sich für nachhaltige, gerechte Landwirtschaft ein. LemonAid und ChariTea sind Fairtrade-Softdrinks, die aus biologisch angebauten Zutaten bestehen und auch junge Leute für die Idee des nachhaltigen Konsums begeistern wollen.

about-drinks.com sprach mit Geschäftsführer Jakob Berndt über die Entwicklung des Fairen Handels und welche Projekte noch unterstützt werden.

Erzählen Sie unseren Lesern kurz, worum es sich bei „LemonAid“ und „ChariTea“ handelt. „Trinkend die Welt verändern“ oder „LemonAid & ChariTea – Die ersten wirklich fairen Softdrinks der Welt“ – Welche Idee steckt dahinter?
Jakob Berndt: Ja, trinkend die Welt verändern – das ist die Maxime, mit der wir vor knapp 3 Jahren gestartet sind. Im Sommer 2009 haben wir LemonAid und Charitea, zwei Fairtrade-Softdrinks, auf den Markt gebracht. Alle Zutaten sind biologisch angebaut und stammen von Kleinbauern-Kooperativen aus aller Welt.

Durch den fairen Handel wird eine nachhaltige, gerechte Landwirtschaft unterstützt. Zusätzlich fliesst ein fester Betrag pro Flasche in Sozial-Projekte in den Anbauregionen. Jedes Jahr bereisen wir diese Regionen persönlich, um die Bauern und deren Lebensbedingungen kennenzulernen – und zu schauen, wo und wie wir mit unserem „Sozialbeitrag“ sinnvoll unterstützen können.

Uns geht es darum, gerade auch junge Menschen für die Idee eines nachhaltigen Konsums zu begeistern. Menschen, die sonst vielleicht nicht im Reformhaus einkaufen gehen oder die Öko-Test im Abo haben. Daher versuchen wir auch, das Thema „Fairer Handel“ oder „Social Business“ unverkrampft und ohne moralischen Zeigefinger aufzuladen. Wir wollen, dass die Menschen unsere Getränke gerne und genussvoll trinken – und Spass dabei haben.

Wie wichtig ist Fairtrade heutzutage? Wird mehr oder sollte mehr auf Fairen Handel geachtet werden?
Jakob Berndt: Die Idee des Fairen Handels ist keine neue. Schon seit vielen Jahrzehnten leisten kleine Kooperativen und 3. Welt-Läden hier tolle Pionierarbeit. Aber erst seit relativ kurzer Zeit erscheint das Thema wirklich marktfähig zu sein. Auch weil die Anbieter gelernt haben, dass der Moral-Appell allein nicht ausreicht, sondern es vor allem eine Top-Qualität braucht, sowie eine schlüssige und transparente Geschichte und eine ansprechende Gestaltung.

Nachdem der Bio-Hype im Massenmarkt angekommen ist (mit allen Vor- und Nachteilen), richtet sich der Fokus nun mehr und mehr auf Fairtrade, bzw. die Idee eines auch sozial nachhaltigen Konsums. Noch ist das aber vor allem eine kommunikative Erscheinung – die realen Absatzzahlen im Vergleich zur konventionellen Ware sind immer noch ziemlich gering. Aber die Tendenz ist sehr positiv, das spüren wir an allen Ecken und Enden. Wir sind ziemlich sicher, dass Fairtrade eine ähnliche Entwicklung nehmen wird wie der Biohandel. Vor allem die Premiumkanäle sind sehr offen für Produktkonzepte, die einen sozialen Beitrag leisten wollen.

Erzählen Sie uns etwas zum LemonAid & ChariTea e.V.
Jakob Berndt: Der LemonAid & ChariTEa e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Sozial- und Bildungsprojekte fördert. Dort, wo unsere Rohwaren herstammen, derzeit vor allem: Sri Lanka, Paraguay und Südafrika. Das sind Regionen, die vom internationalen Handel sonst meist benachteiligt werden. Der Fokus liegt auf kleinen, lokalen Projekten, die keinen Zugang zu den großen „Fleischtöpfen“ der internationalen Entwicklungshilfe haben. Der Verein will mit seiner Unterstützung Hilfe zur Selbsthilfe geben. Das Gros seines Spendenvolumens erhält der Verein durch die Verkaufserlöse von LemonAid und Charitea. Er ist aber auch offen für Spenden von Dritten. Mehr Infos finden sich auf www.lemonaid-charitea-ev.org .

In Zusammenarbeit mit „Pfand gehört daneben“ machen Sie sich auch für den bewussten Umgang mit Pfand stark. Wie kam es dazu?
Jakob Berndt: Wir haben von der Berliner Initiative „Pfand gehört daneben“ gehört, die sich für Pfandsammler stark macht. Ein tolles Projekt, das jede Unterstützung verdient. Als Getränkehersteller, der sich ganz allgemein für einen sozialen Wandel einsetzt, wollten wir auch hier einen konkreten Beitrag leisten. Dann entstand intern die Idee zu einer „Pfandkiste“ – einer leeren Limonadenkisten, die im öffentlichen Raum aufgehängt wird. Dort können Passanten ihre leeren Flaschen loswerden – und Pfandsammler müssen nicht länger im Müll wühlen. Das Projekt, das wir Ende März gestartet haben, hat eine tolle Eigendynamik angenommen. Heute hängen mehr als 100 Kisten bundesweit – und es werden täglich mehr. Jeder, der das Projekt unterstützen will, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.

Über welche Distributionswege werden „LemonAid“ und „ChariTea“ vermarktet?
Jakob Berndt: Wir konzentrieren uns vor allem auf die individuelle Gastronomie. Das kann ein winzig kleines Cade sein, ein 5-Sterne-Hotel – oder ein temporärer Nachtklub. Hauptsache, das gastronomische Konzept gefällt uns persönlich. Da setzen wir ganz auf unser Bauchgefühl. Daneben kann man unsere Drinks auch im Bioladen oder im Reformhaus kaufen.

Welche Kommunikationsmaßnahmen werden für „LemonAid“ und „ChariTea“ genutzt? Was machen Sie im Bereich Social Media?
Jakob Berndt: Wir machen keine klassische Werbung, sondern setzen vor allem auf MundzuMund-Propaganda. Die Geschichte von LemonAid und Charitea ist für viele Leute offensichtlich so spannend, das verbreitet sich fast von allein. Daneben machen hier und da kleine Guerilla-Aktionen, um ins Gespräch zu kommen. Und auch Projekte wie die Pfandkiste tragen natürlich dazu bei, dass Leute auf uns aufmerksam werden.

Seit Sommer 2009 können „LemonAid“ und „ChariTea“ in ausgewählten Läden Deutschlands gekauft werden. Was ist seitdem passiert? Wie soll es weitergehen?
Jakob Berndt: Heute sind wir in mehr als 1000 Läden vertreten – was uns wahnsinnig stolz macht. In fast jeder großen Stadt Deutschlands kann man unsere Produkte kaufen – und in vielen kleinen auch. Wir wollen einfach so weitermachen wie bisher auch. Mit netten Partnern und einem kleinen Team langsam und organisch wachsen – und so Stück für Stück Limonade trinkend die Welt verändern.

Web: www.lemonaid.dewww.charitea.com

[box style=“rounded“ border=“full“]Wir bedanken uns für das offene und interessante Interview und wünschen LemonAid und ChariTea weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com . Wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/box]

 

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