Interview: Chjlya – Edle brasilianische Cocktails

Brasilien verbindet man in erster Linie mit buntem Strandleben, Karneval, Fußball und natürlich Caipirinha. Aus Liebe zu dem südamerikanischen Land und um ein kleines Stück Brasilien auch nach Deutschland zu holen, hat Andreas Ludwig  begonnen, Cachaça-Getränke, zu denen auch der Caipirinha zählt, selbst zu produzieren. Das Ergebnis: Chjlya. Diese Cocktails sind bio-zertifiziert, für die Herstellung arbeitet Andreas Ludwig eng mit brasilianischen Kleinbauern zusammen. Denn nur so kann das „echte“ Feeling Brasiliens durch Chjlya auch nach Deutschland geholt werden.

about-drinks sprach mit Andreas Ludwig, Geschäftsführer im Unternehmen, über die Cocktails, das Land Brasilien sowie den Stellenwert von Bio-Produkten.

Herr Ludwig, wie kommt man dazu, ein Getränk aus Brasilien nach Deutschland zu bringen?
Andreas Ludwig: Die Idee entstand aus der Zielsetzung, ein dauerhaftes, erfolgreiches Geschäft mit Brasilien aufzubauen. Ich habe das herrliche Land mit seinen wunderschönen Stränden, seinen Wäldern, seiner ganzen Flora und Fauna kennen lernen dürfen und lieben gelernt. Die lebensfrohe Lebensweise der Brasilianer, das Strandleben, die Karnevals- und die Fußballbegeisterung waren für mich ansteckend und haben mich begeistert. Vielleicht hatte ich die Hoffnung, durch ein Geschäft mit Brasilien die Möglichkeit zu bekommen, öfter in mein Traumland reisen zu dürfen. Zum guten Essen und zum Feiern gehören in Brasilien auch die Cachaça-Mischgetränke und insbesondere der Caipirinha, den ich auch selbst gerne genieße. Mein erster Ansatz war, einen Caipirinha-Mix aus Brasilien zu importieren. Nachdem dieser aber nicht mit den europäischen Lebensmittelbestimmungen vereinbar war, entschloss ich mich, den besten Zuckerrohrschnaps zu importieren, den ich finden konnte, und meine Idealmischung in Deutschland selbst zu produzieren.

Was ist Chjlya denn genau?
Andreas Ludwig: Chjlya ist der Markennamen meiner Cachaça-Getränke. Ich starte mit dem Caipirinha, also einer Cachaça-Limette-Mischung, und baue dies jetzt auf weitere Geschmacksrichtungen aus, so z.B. Cachaça-Mango, Cachaça-Maracuja und Cachaça-Kokos. Zusätzlich habe ich mit meinem brasilianischen Partner, einem ökologischen Zuckerrohranbauer, vereinbart, den Cachaça zukünftig auch in seiner puren Form sowie in einem Barrique-Ausbau zu vermarkten.

Was ist das Besondere an dem Produkt?
Andreas Ludwig: Die Chjlya-Cocktails sind die einzigen bio-zertifizierten, veganen und alkoholischen Cocktails auf Basis einer Bio-Spirituose. In ihrem Herstellungsprozess nachhaltig vom ökologischen Landbau bis zur Mehrweg-Pfandflasche und dem fairen Bezug des Cachaças direkt von den Kleinbauern in Brasilien.

Die Cocktails haben in Ihrer Mischung noch einen Alkoholgehalt von 10,5 % Vol. und können daher sowohl als Fertig-Mix-Caipirinha zubereitet werden, wie er in einem 0,3 l Glas mit viel Crash-Eis bekannt ist, wie auch als Aperitif im edlen 0,1 l Stilglas zum Empfang von Gesellschaften ausgegeben werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Chjlya-Caipirinha auch hervorragend geeignet ist, um als Heißgetränk z.B. auf Weihnachtsmärkten getrunken zu werden.

Hat das Bio-Thema in Brasilien eigentlich eine große Bedeutung?
Andreas Ludwig: Die brasilianische Regierung unterstützt die ökologische Landwirtschaft und die Aufforstung gerodeten Regenwaldes finanziell. Die Kleinbauernkooperative, von welcher ich den Bio-Cachaça beziehe, nimmt an entsprechenden Öko-Projekten teil und setzt die Zielsetzungen um. Das Thema Bio ist damit in Brasilien sehr wohl angekommen, es muss jedoch noch ausgebaut werden. Wir können dies in Deutschland wirkungsvoll unterstützen durch den Kauf von Bio-Produkten aus Brasilien und eben z.B. Chjlya. Eine Auswahl von brasilianischen Bio-Produkten wird in der BioFach 2014 in Nürnberg wieder ausgestellt werden, dort werde ich auch mit Chjlya vertreten sein.

Wo wird das Getränk hergestellt? Mit wem arbeiten Sie bei der Herstellung zusammen?
Andreas Ludwig: Um aus dem ökologisch angebauten Cachaça einen Bio-Cocktail herzustellen, muss die vollständige Herstellungskette und alle Inhaltsstoffe bio-zertifiziert sein. Dies stelle ich sicher in der Zusammenarbeit mit einem Fruchtsafthersteller aus dem schwäbischen Remstal, der sich auf Bio- und Demetersäfte spezialisiert hat.

Hat der Name „Chjlya“ eine bestimmte Bedeutung?
Andreas Ludwig: Auf der Suche nach dem passenden Markennamen, der mit keiner anderen Marke kollidieren sollte, begann ich, auf dem heimischen Küchentisch mit den Namen unserer drei Kinder Scrabble zu spielen. So mixte ich die Buchstaben von Yannic (19), Silja (18) und Chiara (14) kräftig durcheinander und fand daraus die schöne Kombination „Chjlya“. Daneben, dass Chjlya der Vorname unserer brasilianischen Karnevalstänzerin, unserem Logo, sein könnte, verbanden meine Kinder den Namen auch sofort mit ihrem Modewort „chillen“ und was könnte besser passen, als mit einem Chjlya-Cocktail zu chillen? Damit war die Entscheidung gefallen, Chjlya auch als Markennamen eintragen zu lassen.

Wo kommt Chjlya zum Einsatz?
Andreas Ludwig: Der Einsatz der Chjlya Cocktails ist überraschend vielfältig:

  • Chjlya wird als Aperitif im 0,1 l Stilglas bei Hochzeiten, Gesellschaften und Cafés/Restaurants und Bio-Hotels ausgeschenkt
  • im 0,2 l Longdrinkglas als Alternative zu Mischungen wie Hugo oder Aperol Spritz
  • als Klassiker im 0,3 l Caipirinha-Glas mit viel Crash-Eis
  • auf flotten Partys oder in Kinos direkt mit Strohhalm aus der eisgekühlten 0,2 l Flasche
  • auf Weihnachtsmärkten als Bio-Caipirinha-Heißgetränk in Alternative zum Glühwein

Über welche Distributionswege wird das Getränk vermarktet?
Andreas Ludwig: Chjlya ist für den Bio-Lebensmittelhandel interessant und auch für den klassischen Getränkehandel und geht in Restaurants, Bio-Hotels zu Eventveranstaltern und Festbetrieben als auch in den Einzelhandel. Wir selbst bieten es auch in unserem Online-Shop an.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung des Produkts? Was machen Sie im Bereich Social Media?
Andreas Ludwig: Den Bereich können wir noch ausbauen, ich bin mit einer Facebook-Seite von Chjlya aber bereits aktiv.

Erzählen Sie uns von der Zusammenarbeit mit aireg e.V.! Was ist das für ein Verein?
Andreas Ludwig: Die Biokraftstoffinitiative aireg (Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany e.V.) wurde 2011 von Luftverkehrsgesellschaften, Flughäfen, Unternehmen der Luftfahrtindustrie, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Rohstoffbereitstellung und -verarbeitung in Berlin ins Leben gerufen und setzt sich dafür ein, die Herstellung und Nutzung alternativer Flugkraftstoffe in Deutschland zu forcieren.  Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein verbinden Chjlya mit dem aireg e.V. Daher haben wir gerne unseren Chjlya-Cocktail auf dem diesjährigen GreenTec Award in Berlin an der aireg Bar ausgeschenkt.

Wie sollte man Chjlya Ihrer Meinung nach genießen, um das perfekte brasilianische Lebensgefühl auch in Deutschland zu erleben?
Andreas Ludwig: Der brasilianischen Art entsprechend auf Eis oder eisgekühlt und mit zumindest einer dekorativen Limettenscheibe. Der typische Geschmack des Zuckerrohrs und der Limetten kommt bei allen oben genannten Ausschankweisen deutlich zum Tragen. Auch in Brasilien wird der Cachaça mit verschiedenen Fruchtsäften gemischt und existiert auch als Heißgetränke-Mix. Die brasilianischen Cachaça-Geschmackserlebnisse sind also sehr vielfältig.

chjlya.de | facebook.com/Chjlya

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Chjlya weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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