Teaser Unterthurner

Im Gespräch: Stephan Unterthurner – vom Mountainbike-Weltmeister zur familiengeführten Privatbrennerei

Zugegeben: Der Weg vom Leistungssportler und Weltmeister im Mountainbiking zum Geschäftsführer der Familien-Brennerei deutet nicht gerade auf eine „klassische“ Karriere hin. Stephan Unterthurner ist ihn dennoch gegangen – und dem Sport den Rücken zu kehren, fiel ihm nicht mal sonderlich schwer. Immerhin zählt die Privatbrennerei Unterthurner zu den traditionsreichsten in ganz Südtirol. 1947 wurde sie von den Großeltern gegründet, dann von den Eltern weitergeführt. Auch in Deutschland sind die Produkte nicht unbekannt. Um diesen Bekanntheitsgrad noch weiter zu steigern, arbeitet man in Sachen PR und Social Media seit Kurzem mit der Agentur GUMMIG aus Hamburg zusammen. Wie passend, denn deren Geschäftsführer Christian Gummig ist selbst Hobby-Destillateur.

Im Interview sprach about-drinks mit Stephan Unterthurner, dem Geschäftsführer der Privatbrennerei Unterthurner, über seinen persönlichen Werdegang, den der Brennerei sowie die Produkte und Ziele der Zusammenarbeit mit GUMMIG.

Herr Unterthurner, bitte stellen Sie sich kurz vor!
Stephan Unterthurner: Hallo, mein Name ist Stephan Unterthurner. Nach meinem Abiturabschluss und der Ausbildung zum Handelskaufmann widmete ich mich einigen Jahren dem Profiradsport. Nach einem Jahr Berufsausbildung im Institut für Gärungsgewerbe für Brauer/Mälzer und Destillateur in Wien und einem Jahr Berufserfahrung in einer bekannten italienischen Brennerei beschloos ich mit 25 Jahren dann, die Geschäftsleitung des familiären Betriebs zu übernehmen.

Seit wann gibt es die Privatbrennerei? Wie ist sie entstanden?
Stephan Unterthurner: Die Brennerei entstand schon 1947 und ist damit eine der ältesten in Südtirol. Gegründet von meinem Großvater Ignaz Unterthurner und meiner Großmutter Luise Zipperle. Beide begannen aus dem Nichts mit dem Aufbau des Betriebs. Großvater war der Brenner, Oma die Geschäftsfrau. Meine Eltern Alois Unterthurner und Christine von Pföstl führten dann den Betrieb weiter – bis zur Übernahme durch mich. Auch hier war der Vater der Visionär (unser von ihm entwickeltes Spitzenprodukt Waldler ist schon 30 Jahre alt) und die Mutter die Geschäftsfrau. Perfektes Teamwork also.

Bevor Sie in die Spirituosenbranche gewechselt sind, waren Sie Leistungssportler und Weltmeister im Mountainbiking. Ein eher unüblicher Weg – wieso wurden es dann letztendlich doch die Spirituosen?
Stephan Unterthurner: Mountainbiking war eine echt coole Zeit. Ein Sport in voller Entwicklung. Eine tolle Gruppe junger Athleten. Viel gereist und viel gelernt. Ich war nicht schlecht, erkannte aber immer schon, dass im Spitzensport wirklich nur ganz wenige ganz gut werden können. Ich sah es als Lebensschule und Erfahrung. Die Entscheidung, dann zu den Spirituosen zu wechseln, fiel mir nicht allzu schwer. Ich wuchs immerhin in einem Haus auf, wo täglich destilliert wurde. Und ich war vom Geruch frischer Früchte, Beeren und Trester immer fasziniert. Ich verbrachte schon mit meinem Opa viele Stunden gemeinsam in der Brennerei, ohne dass ich mich jemals langweilte.

Was macht Ihre Brennerei aus und worin unterscheidet sie sich von anderen Brennereien?
Stephan Unterthurner: Unterthurner ist klein, aber fein – und ganz klar auf Produkt und Qualität fokussiert. Wir produzieren zuerst eine Idee, dann das Produkt und erst dann entsteht der Preis dafür und nicht umgekehrt.

Wo liegt Ihre Kernkompetenz? Welche Produkte umfasst das Portfolio?
Stephan Unterthurner: In einem Familienunternehmen muss man sich eigentlich in fast allen Bereichen auskennen – so ist es auch bei mir. Speziell beschäftige ich mich mit dem Warenein- und Verkauf und Verwaltung des Unternehmens. Wir haben inzwischen ein Portfolio von 40 verschiedenen Produkten.

Gibt es so etwas wie ein oder mehrere Kernprodukt(e) oder mit anderen Worten: Was ist das „Schlachtschiff“ Ihres Portfolios?
Stephan Unterthurner: Ganz klar der Waldler – unsere geschützte Bezeichnung des ersten Himbeergeistes aus Südtirol.

Woher beziehen Sie die Zutaten für Ihre Produkte?
Stephan Unterthurner: Wenn möglich alles aus Südtirol, leider ist das aufgrund der sehr intensiven Apfelanbaus nur teilweise möglich. Wir beziehen Obst auch aus anderen Teilen Italiens wie der Emiglia Romagna, dem Piemont und Sizilien. Im Ausland aus der Slowakei.

Gibt es Besonderheiten bei der Herstellung bzw. beim Brennverfahren?
Stephan Unterthurner: Ja sicher, das sind aber Betriebsgeheimnisse. Unsere Brennblasen wurden speziell für uns geschmiedet und wir haben einige tolle Möglichkeiten, damit zu spielen.

Über welche Distributionswege werden die Produkte – vor allem auch in Deutschland – vertrieben?
Stephan Unterthurner: Über www.unterthurner.de direkt an den Endkunden und über unseren Vertriebspartner SSG-Trading an den Fachhandel.

Ihre Produkte sind in Deutschland bekannt und auch erhältlich. Sie haben sich jetzt aber dazu entschieden, die Hamburger Agentur GUMMIG mit der PR- und Social-Media-Arbeit zu beauftragen. Warum gerade GUMMIG? Was erhoffen Sie sich von der Zusammenarbeit?
Stephan Unterthurner: Weil mich ihre Vorschläge zu einer professionellen PR- und Social-Media-Arbeit am meisten überzeugten – und weil Christian Gummig hobbymäßig selbst Destillateur ist.

Gibt es konkrete Pläne, die Sie gemeinsam umsetzen wollen?
Stephan Unterthurner: Ja, dem deutschen Spirituosen-Kenner deutlich zu machen, dass es die Produkte von Unterthurner auch in Deutschland zu kaufen gibt. Aber eben nicht im Discounter. Und nebenher möchten wir natürlich auch gerne ein wenig Werbung für meine Heimat Südtirol und unseren Sitz in Marling machen.

Was ist ansonsten für die Zukunft geplant?
Stephan Unterthurner: Mehr Urlaub :-) , Qualitätssicherung – und neue Produkte aus Südtirol der Spirituosenwelt zu präsentieren.

Privatbrennerei Unterthurner | unterthurner.it | facebook.com/PrivatbrennereiUnterthurner

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Stephan Unterthurner für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Privatbrennerei Unterthurner weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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