HOPFMEISTER Teaser

HOPFMEISTER: Über Craft-Biere und Bier-Cocktails

Ein Designer, der in seinem eigenen Büro in München urpsrünglich Etiketten für Bier-Marken entwerfen wollte, entwickelt kurzerhand selbst ein eigenes Craft-Bier namens HOPFMEISTER. Klar, dass da auf das Design viel Wert gelegt wird. Aber auch das, was Marc Gallo in die Flaschen gebracht hat, kann sich sehen und schmecken lassen. Doch das alles reicht ihm noch nicht, seine neueste Passion sind Bier-Cocktails. Auch wenn es ihm selbst zum Tüfteln oftmals an Zeit fehlt, gibt es bereits ein paar Kreationen. Darin gesellt sich zum Bier dann Pinot Noir Sekt und Bitterlikör.

Im Interview erzählt Marc Gallo, Gründer und kreativer Kopf hinter HOPFMEISTER, von diesen Bier-Cocktails sowie von den Produkten als solche und der Entstehung der Marke.

Herr Gallo, wie sah Ihr persönlicher „Bier zum Weg“ aus?
Marc Gallo: Ich bin Designer (Schwerpunkt CI) mit eigenem Büro in München und wollte ursprünglich mal Etiketten für Bier-Marken entwerfen. Auf Messen kam ich dann mit der Craft-Bier-Bewegung in Kontakt und da war’s um mich geschehen. Nach meiner Ausbildung zum Biersommelier und dem Austausch mit Braukollegen wurden die Ideen dann konkreter und landeten schließlich in und auf der Flasche.

Seit wann gibt es HOPFMEISTER? Wie haben Sie die Marke entwickelt?
Marc Gallo: Um mit den Brauereien ins Gespräch zu kommen, habe ich mir die Frage gestellt, welche Biere ich trinken würde und wie ich diese vermarkten (verpacken) würde. Die Ideen habe ich zu Papier gebracht und daraus ein Konzept gebastelt. Die Rezepturen habe ich vor und nach meiner Biersommelier-Ausbildung mit verschiedenen Braumeistern entwickelt. Das schöne daran war, dass ich ein Jahr in Ruhe an beiden kreativen Prozessen arbeiten und diese aufeinander abstimmen konnte. Auf der Braukunst Live 2015 (März) wurden die Biere dann erstmalig vorgestellt. Mitte Juni wurden alle Biere erstmalig abgefüllt.

Welche Sorten von HOPFMEISTER gibt es?
Marc Gallo: Es gibt momentan drei verschiedene Sorten:

  • GIPFEL GLÜCK: Die exotische Weiße ist unser beliebtestes Bier und ziemlich untypisch für den Bierstil, weil der Körper deutlich schlanker ist, nicht so viel Kohlensäure enthält und die Hefe die fruchtigen Aromen der Kalthopfung unterstützt. Der Duft erinnert an Mango & Maracuja und das Bier ist süffig wie ein frisch gezapftes Kellerbier.
  • SURFERS ALE: Das goldfarbene Pale Ale repräsentiert kein typisches amerikanisches Westcoast Pale Ale, ist eher englisch-deutsch auf Grund der milden Bittere (35IBU) und dezenten Hopfung mit Aromen von Mandarine und ein wenig Gras.
  • Irish ROAD TRIP: Ein vollmundiges All-Day-IPA. Unkompliziert zu trinken mit fruchtigen Aromen von Citrus, Mango & Gras. Das Cuvée erinnert ein wenig an Fassreifung.

Wer ist für die Herstellung zuständig? Welche Rohstoffe werden verwendet?
Marc Gallo: Gebraut wird in der Schlossbrauerei Hohenthann. Wir verwenden Malze aus der Region, Bitterhopfen aus der Hallertau und Aromahopfen aus den USA.

Über welche Distributionswege wird das Bier vermarktet?
Marc Gallo: Über Großhändler für Gastronomie- und Einzelhandel, aber auch direkt über den Handel.

Sie selbst sind großer Fan von Bier-Cocktails. Bier und Cocktails, wie passt das denn überhaupt zusammen?
Marc Gallo: Da schlägt auch mein Herz höher und ich glaube, dass es hier noch wahnsinnig viel zu entdecken gibt – gerade in Kombination mit fassgereiften Bieren und Sauerbieren. Leider fehlt mir die Zeit für Versuche. Dennoch haben wir dieses Jahr zwei Rezepte mit unserem GIPFEL GLÜCK heraus gebracht. Der GIPFEL SPRITZ Rouge hat am meisten überzeugt und kam in der Gastronomie sehr gut an. Kombiniert man 2/3 HOPFMEISTER Gipfel Glück mit 1/3 Pinot Noir Sekt (z.B. Weingut Krieger) und einem Schuss Picon À L’Orange Bitterlikör (Färbung: orange-orange-rot), erhält man einen erfrischenden Sommer-Cocktail mit Charakter. Normaler Sekt funktioniert leider nicht, weil zu sauer und trocken. Das Geheimnis liegt in der Verwendung der weiß gekelterten Burgunder-Trauben, die dem Sekt mehr Süße und Aroma verleihen.

Das ist Ihrer Meinung nach also einer der großen Trends, die uns in den nächsten Monaten begleiten werden?
Marc Gallo: Ich würde es mir wünschen, dass mehr Cocktail-Bars und Craft-Beer-Bars mit Bier-Cocktails arbeiten. Die Craft-Biere sind auf Grund Ihrer ausgeprägten Aromen dafür natürlich prädestiniert. Allerdings schmeckt jedes Pale Ale, Stout oder Sauerbier anders und die individuellen Zutaten müssen perfekt im Cocktail harmonieren. Da ist Tüfteln angesagt. Es gibt aber auch ein paar Tricks, die immer gehen.

Die Kunst und der Ethos der Brauer ist es ja auch, sämtliche Aspekte wie Frucht, Säure, Reifung usw. in das Bier zu packen – eben das, was einen interessanten Cocktail ausmacht. Der Impuls kann also nur vom Mixologen kommen. Den Brauer beschäftigt das weniger. Da die klassischen Craft-Bier-Themen mit Ihrer Sortenvielfalt momentan die Medien beherrschen und das Thema Craft-Bier ohnehin sehr erklärungsbedürftig ist, glaube ich nicht, dass sich Cocktails daneben behaupten können. Craft-Bier muss erst mal in Deutschland ankommen. In den USA ist es längst gelebte Bierkultur.

Gibt es denn neben den Bier-Cocktails bei Ihnen schon weitere Ideen oder Pläne, die Sie im Kopf haben?
Marc Gallo: Leider fehlen mir die Möglichkeiten, alle meine Ideen umzusetzen. Deshalb muss ich erst mal kleine Schritte machen. Nächstes Jahr plane ich zunächst mit einer neuen Sorte und einem Collaboration Brew. Mehr dann auf der Braukunst Live 2016.

HOPFMEISTER | hopfmeister.com | facebook.com/hopfmeister

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Marc Gallo für das offene und sehr interessante Interview und wünschen HOPFMEISTER weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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