Gin Spes Nostra Es Interview
Interview

Gin ist ihre Hoffnung: Alessandro De Angelis und Florian Litzl über Gin Spes Nostra Es

Alessandro De Angelis und Florian Litzl sind im Gin-Business keine Unbekannten: Sie geben seit 2017 Gin Tastings und starteten ihren Blog „Ginseidank“, der seit zwei Jahren als wöchentlicher Podcast erscheint. Bei einem der vielen Tastings wurden sie gefragt, welcher der Gins denn ihr eigener sei. Diesen Gedanken ihres eigenen Gins bekamen sie nicht mehr aus dem Kopf und gründeten die Marke Gin Spes Nostra Es. Mittlerweile sind schon vier Gins auf dem Markt, der fünfte steht kurz vor dem Launch. Und scheinbar haben die Gins viele Fans, denn die Marke wurde von der about-drinks-Community beim Beverages Award 2022 auf Platz 1 in der Kategorie Gin gewählt.

Über die Gins, deren Herstellung sowie die Entstehung des Namens „Gin Spes Nostra Es“ haben wir mit den Gründern Alessandro De Angelis und Florian Litzl im Interview gesprochen.

Alles auf Anfang: Wie kam es zur Idee für einen eigenen Gin?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Vielleicht kennen uns einige als „Ginseidank“. Wir geben seit 2017 Gin Tastings, starteten mit einem Blog, der seit zwei Jahren ein wöchentlicher Podcast ist. Durch die Gin Tastings wurden wir immer wieder darauf angesprochen, welcher der Gins denn unser eigener sei.

Den Gedanken bekamen wir nicht mehr aus dem Kopf und haben angefangen, zu überlegen, wie unser Gin denn schmecken sollte. Nach einem Besuch bei der Destilleria „Zu Plun“ war der Gedanke dann gefestigt. Nach 1,5 Jahren waren das Rezept und unser erster Gin dann fertig.

Alessandro De Angelis (l.) und Florian Litzl (r.), die Günder von Gin Spes Nostra Es.

Was genau hat es mit dem Namen auf sich? Wie ist der entstanden?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Auf der Suche nach dem passenden Namen sind wir auf die Manschettenknöpfe der Schweizer Armee aufmerksam geworden. Dort steht „Deux spes nostra es“, was so viel wie „Gott ist unsere Hoffnung“ heißt.

Da wir beide nicht gerade sehr religiöse Menschen sind, haben wir aus Gott eben Gin gemacht. „Gin ist unsere Hoffnung“ hat uns viel besser gefallen.

Welche Bestandteile lassen Ihre Gins herausstechen? Und was sind die speziellen Besonderheiten der einzelnen Sorten?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Unser erster Gin (graues Etikett) ist trotz seiner 42% ein sehr milder Gin, der sich zum puren Genuss eignet. Hier ist vor allem die Angelikawurzel zu nennen. Dazu kommen ein wenig Minze, Melisse und Zitrone.

Mit dem zweiten Gin (gelbes Etikett) haben wir eine Hommage an unsere Heimatstadt Markgröningen geschaffen. Diese ist bekannt für das älteste schwäbische Heimatfest: den Schäferlauf. Hier haben wir eine starke Minznote und Zitronen vom Zitronenbaum von Alessandros Papa. Der hat im heimischen Garten zwei Zitronenbäume stehen.

Unser dritter Gin (schwarzes Etikett) ist die Navy Strength Version des gelben. Hat also auch eine starke Minznote und dabei 60%.

Unser vierter Gin (dunkelgrünes Etikett) ist eine Kooperation mit einem guten Freund von uns, den wir seit der Schulzeit kennen. Dieser macht eigenes Olivenöl. In diesem mediterranen Gin sind das selbst hergestellte Olivenöl, die eigenen Oliven, Thymian, Rosmarin und Basilikum verarbeitet. Der Gin holt den Sommerurlaub ins Glas.

Wie und wo stellen Sie Ihre Gin-Kreationen her?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Unser erster Gin (graues Etikeett) wird in Südtirol gebrannt. Besser gesagt bei der Destillerie „Zu Plun“. Alle weiteren Gins brennen wir im benachbarten Schwieberdingen bei unserem alten Freund Kim Hönes. Die Ideen dafür entstehen bei uns daheim.

Welche Zielgruppen haben Sie im Blick?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Ehrlich gesagt haben wir nicht „die Zielgruppe“. Wir wollten einen Gin machen, der uns schmeckt, und hoffen, dass wir viele finden, die den Gin ebenfalls zu schätzen wissen. Mittlerweile glauben wir aber durch die breite Palette, die wir bieten, viele Gintrinker abholen zu können.

Wo kann man Kreation von Gin Spes Nostra Es erwerben?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: In unserem Onlineshop sowie in einigen lokalen Läden, aber auch lokale Restaurants und Bars führen unseren Gin.

Vier Gins gibt es schon. Was dürfen wir in Zukunft noch erwarten?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Wir haben bereits den nächsten Gin so gut wie fertig. Unser erster Old Tom Gin. Dazu experimentieren wir gerade an einem „blauen“ Gin mit dem Farbwechsel-Effekt, da uns viele darauf angesprochen haben.

Welchen Prominenten würden Sie gern mal auf einen Gin einladen und warum?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Andersrum, wir durften mal Deejay Biene vom Bierkönig auf Mallorca einen Gin auf unserem Heimatfest ausgeben. Das war schon cool. Ansonsten würde ich, Florian, mal gerne mal mit Michael Jordan in der gleichen Atmosphäre wie bei „The Last Dance“ einen Gin trinken.

Ich, Alessandro, würde gerne mal Javier Zanetti auf einen Gin einladen, er war für viele viele Jahre mein absoluter Lieblingsfußballer. Und wir beide würden gerne einmal wie im Podcast erwähnt mit Blümchen einen Gin Tonic trinken.

Noch ein paar Worte zum Abschluss?

Alessandro De Angelis & Florian Litzl: Wir wollen uns bei allen bedanken, die uns bisher unterstützt haben, und unseren Gin trinken. Und vor allem bei denen, die für uns beim about-drinks Beverages Award 2022 abgestimmt haben. Dafür ein riesengroßes Dankeschön!

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+++ Wir bedanken uns bei Alessandro De Angelis und Florian Litzl für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++