Coca-Cola light: die Initiative „Hör auf dein Herz“

Herz-Kreislauferkrankungen stellen die Haupttodesursache bei deutschen Frauen dar – 45 Prozent der Frauen starben 2010 an einer solchen Krankheit*. Dabei wissen 69 Prozent der befragten Frauen laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage** nicht einmal, dass Herz-Kreislauferkrankungen die Haupttodesursache sind. Coca-Cola light hat es sich daher mit der Initiative „Hör auf dein Herz“ zur Aufgabe gemacht, die Frauen über dieses Thema aufzuklären. Zusammen mit dem Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GIM) an der Charité Berlin und der prominenten Botschafterin Palina Rojinski möchte man die Aufmerksamkeit für die Herzgesundheit von Frauen erhöhen.

about-drinks sprach im Interview mit Thorsten Sperlich (Leiter Brand PR bei der Coca-Cola GmbH) und Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek (Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Berliner Charité) über die Initiative „Hör auf dein Herz“.

Bitte teilen Sie unseren Lesern bitte zuerst Ihren Namen und Ihre Positionen im Unternehmen bzw. Ihre Aufgabe innerhalb der Kampagne mit!
Thorsten Sperlich: Mein Name ist Thorsten Sperlich und ich bin der Leiter Brand PR bei der Coca-Cola GmbH in Berlin. Ich bin für die gesamte Kommunikation rund um die Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ verantwortlich. Seit 2011 wollen wir gemeinsam mit unserem Partnern aus dem Gesundheitsbereich die breite Popularität der Marke Coca-Cola light nutzen, um diesem wichtigen Frauenthema Gehör zu verschaffen. Denn mit unserer Marke sprechen wir genau die richtige Zielgruppe an für dieses Thema: Frauen. Mit der Initiative sehen wir einen Erfolg versprechenden Ansatz, um das Bewusstsein von Frauen für ihre eigene Herzgesundheit nachhaltig zu erhöhen.

Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek: Mein Name ist Vera Regitz-Zagrosek und ich bin Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Berliner Charité. Ich untersuche Geschlechterunterschiede in der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mir unterliegt die wissenschaftliche Leitung der von der Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ unterstützten Forschungsprojekte. Darunter fällt die BEFRI-Studie (Berliner Frauen Risikoevaluation), bei der wir die Selbsteinschätzung des kardiovaskulären Risikos bei Frauen im Ballungsraum Berlin und ihre Bereitschaft zur Prävention evaluieren.

Seit wann gibt es die Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ und was hat sie sich genau zur Aufgabe gemacht?
Thorsten Sperlich: Wir haben die Initiative „Hör auf dein Herz“ im Dezember 2011 gegründet. Mit ihr möchten wir als Unternehmen Coca-Cola gemeinsam mit Frau Prof. Regitz-Zagrosek die Aufmerksamkeit für die Herzgesundheit von Frauen erhöhen und Frauen über Präventionsmöglichkeiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufklären. Dabei richtet sich die Initiative nicht nur an die Frauen selbst, sondern auch an die Ärzteschaft, um Mittel und Wege einer adäquaten Versorgung von Frauen aufzuzeigen. Getragen wird sie von Prof. Dr. Regitz-Zagrosek, der Deutschen Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin e. V. (DGesGM) und Coca-Cola light.

Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek: In diesem Jahr haben wir gemeinsam das „Berliner Herz und Seele“-Forschungsprojekt (BeHerS) ins Leben gerufen, um das so genannte Stressphänomen „Broken-Heart-Syndrom“ zu untersuchen. Denn Frauen sind heutzutage aufgrund ihres vielschichtigen und schnellen Lebensstils häufig gestresst. Dadurch kann auch das Herz in Mitleidenschaft gezogen werden, denn es ist ein Spiegel unserer Seele: Bei großem seelischen Stress leidet auch unser Herz messbar. Broken-Heart-Syndrom nennen wir in der Medizin das akute schwere Herzleiden, das als Reaktion auf ein besonders belastendes, negatives Ereignis auftreten kann – gerade bei Frauen. Unmengen von Stresshormonen führen dazu, dass sich die Herzfunktion plötzlich verschlechtert. Es gibt also gute Gründe, das Herz frühzeitig vor übermäßigem Stress zu schützen und auf seine Gesundheit zu achten. Coca-Cola light unterstützt deshalb Frauen dabei, Herz und Seele im Gleichgewicht zu halten.“

An wen richtet sich Ihre Initiative genau?
Thorsten Sperlich: Die Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ richtet sich an Frauen jeden Alters mit Fokus insbesondere auf die jüngeren Frauen. Moderne, selbstbewusste Frauen schöpfen ihr Leben voll aus, wollen Erfolg im Job, genügend Zeit mit Familie und Freunden verbringen, die Welt erobern und sich selbstverwirklichen. Da kann es durchaus vorkommen, dass Frau darüber in emotionalen Stress gerät und dabei ihr Herz unnötig belastet. Mit der Initiative macht Coca-Cola light deshalb in diesem Jahr gemeinsam mit Botschafterin Palina Rojinski auf die Ursachen und Folgen von emotionalem Stress aufmerksam.

Die Allgemeinheit der Bevölkerung denkt, dass Herzkrankheiten hauptsächlich Männer betreffen. Wieso sind aber besonders Frauen von Herz-Kreislauf-Krankheiten betroffen und warum, denken Sie, wird darüber eher selten berichtet?
Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek: Es ist ein Irrglaube, dass Herzkrankheiten hauptsächlich Männer betreffen. Das Gegenteil ist der Fall. Jährlich sterben rund 200.000 Frauen in Deutschland an einer Herzerkrankung. Sie sind Todesursache Nr. 1 bei Frauen. In der EU sind Herzerkrankungen für 43 Prozent der Todesfälle von Frauen verantwortlich – gegenüber 36 Prozent bei Männern. Die meisten Risikofaktoren betreffen zwar beide Geschlechter, jedoch gibt es einen Unterschied, wie schwer sie ins Gewicht fallen. Tatsache ist, dass sich der Lebensstil bei Frauen stärker auswirkt als bei Männern. Beispiel Rauchen: Greifen Frauen zur Zigarette, ist ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen um 25 Prozent höher als bei männlichen Rauchern. Basierend auf dem Irrglauben, Herzerkrankungen seien Männersache und der ebenso irreführenden Überzeugung „one size fits all“ wurden lange Zeit Studien zur Herzgesundheit nicht nach Geschlechtern unterscheidend analysiert. Daher leitet sich wohl auch die mangelnde Berichterstattung zur Frauenherzgesundheit ab.

Für Ihre Initiative konnten Sie vorletztes Jahr Heidi Klum als Botschafterin engagieren, dieses Jahr setzt sich Palina Rojinski für die Herzgesundheit der Frauen ein. Wieso passen die beiden prominenten Damen Ihrer Meinung nach zu der Initiative?
Thorsten Sperlich: Heidi Klum und Palina Rojinski sind zwei moderne, selbstbewusste Frauen, die einen stressigen Alltag haben und genauso auf ihr Herz achten müssen, wie jede andere Frau auch. So genießt Palina zwar ihr schnelles, abwechslungsreiches und impulsives Leben, das jedoch auch stressige Seiten hat. Als ihr im vorigen Jahr durch die Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ bewusst wurde, dass auch Frauen mehr auf ihr Herz achten sollten, hatte das für sie ein Aha-Effekt: Heute achtet sie auf ihren Stresspegel, um das Herz nicht übermäßig zu belasten. In diesem Jahr stellt sich Palina erneut als Botschafterin der Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ zur Verfügung.

Über welche Wege und Medien machen Sie auf Ihre Initiative und die Herzgesundheit der Frauen aufmerksam?
Thorsten Sperlich: Interessierte können sich direkt auf der Initiativen-Website hoeraufdeinherz.de oder auf der Marken-Website coke-light.de informieren. Aber natürlich ist die Initiative auch in den Print- und Online-Medien sowie mit Clips im Web-TV vertreten. Auch auf der Facebook-Fanpage von Coca-Cola light integrieren wir die Initiative und ihre Botschaften. Zudem nutzen wir die Kraft unserer Marke Coca-Cola light, um auch auf den Verpackungen auf das wichtige Thema hinzuweisen. Dieses Jahr gibt es sogenannte Herzenbotschaften auf den Labels.

Welche Faktoren stellen denn eine Gefahr für das weibliche Herz dar und welche Maßnahmen können Frauen ergreifen, um auf die Herzgesundheit und ihr allgemeines Wohlbefinden zu achten?
Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek: Die größten Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Diabetes, übermäßiger Alkoholkonsum und Stress. Die meisten dieser Faktoren sind allerdings bedingt durch den Lifestyle und können beeinflusst werden. So halten eine ausgewogene Ernährung, Bewegung, der Verzicht auf Tabak und ein ausgeglichenes Leben unser Herz intakt. Es sind schon kleine Dinge, die einen großen Effekt haben. Beispiel Bewegung: Es muss nicht gleich ein Marathon sein. Schon wer drei Mal pro Woche für 20 Minuten sportliche Abwechslung ins Leben bringt, hat für sein Herz etwas Gutes getan. Frauen haben zahlreiche Möglichkeiten, herzbewusst zu leben und so ihr individuelles Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Wie lässt sich ein koffeinhaltiges, mit Süßstoffen gesüßtes Erfrischungsgetränk mit einem gesunden Herzen vereinbaren? Ist das erst einmal nicht ein Widerspruch in sich?
Thorsten Sperlich: Wir möchten als Unternehmen einen aktiven Lebensstil fördern, zu dem ausreichend Bewegung und eine abwechslungsreiche Ernährung gehören. Coca-Cola ist es sehr wichtig, die Bekanntheit der eigenen Marken einzusetzen, um für Gesundheitsthemen und eine ausgewogene Lebensweise zu werben, zum Beispiel mit der Initiative. Damit möchten wir das Bewusstsein für die Herzgesundheit bei Frauen erhöhen. Mit Hilfe der Marke Coca-Cola light kann eine breite Öffentlichkeit für das Thema Frauenherzgesundheit sensibilisiert werden. Coke light spricht mit der Zielgruppe im Speziellen Frauen an und begleitet auf diese Weise aktive Frauen in ihrem Alltag. Im Rahmen der Initiative liegt der Fokus ganz klar auf der Aufmerksamkeitssteigerung für das Thema.

Wie war das bisherige Feedback der Verbraucherinnen?
Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek: Die Mehrheit der Frauen geht davon aus, dass Krebs die Todesursache Nr. 1 bei Frauen ist. Umso erstaunter sind sie dann, wenn sie erfahren, dass jährlich viel mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Die meisten Frauen haben sich mit ihrer eigenen Herzgesundheit noch nicht wirklich auseinandergesetzt und reagieren daher durchweg positiv, weil die Initiative sie daran erinnert, auf ihr Herz zu achten.

Soll die Initiative „Hör auf dein Herz“ auch im nächsten Jahr fortgeführt werden? Welche Aktionen können unsere Leserinnen und Leser erwarten?
Thorsten Sperlich: Als Unternehmen wollen wir uns mit der Initiative langfristig engagieren. Wir möchten noch viel mehr Frauen erreichen und sie vor übermäßigem Stress bewahren – die Thematik verdient volle Aufmerksamkeit. Zudem hat sich das Forschungsprojekt „Berliner Herz & Seele“ zur Aufgabe gemacht, das noch weitgehend unerforschte Broken-Heart-Syndrom zu untersuchen. Hier erwarten uns noch spannende Forschungsergebnisse, die gestressten Frauenherzen helfen werden.

*Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/09/PD11__354__232,templateId=renderPrint.psml
**Forsa-Umfrage: „Gesundheit bei Frauen“, Auftraggeber: Coca-Cola GmbH, Zeitraum: 31. Okto-ber – 3. November, Grundgesamtheit: Die in Privathaushalten in Deutschland lebenden deutschsprachigen Frauen ab 14 Jahre, Stichprobengröße: 1.003 Personen, Erhebungsmetho-de: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Initiative „Hör auf dein Herz“ | hoeraufdeinherz.de
Coca-Cola light | coke-light.de | facebook.com/cocacolalight

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen der Coca-Cola light Initiative „Hör auf dein Herz“ weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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