Braufässchen – Sei Dein eigener Braumeister

Zuhause sein eigenes Bier brauen? Was sich bisher immer etwas kompliziert anhörte, ist jetzt ganz einfach – und zwar mit Braufässchen. Man kann sich online Biertyp, Hopfen und bis zu drei Aromen selbst zusammenstellen. Alle Zutaten werden in den passenden Mengen nach Hause geliefert, anschließend braut man das Bier innerhalb von zehn Minuten und kann dieses dann nach einer Gärzeit von nur einer Woche frisch genießen. Das Beste an der ganzen Sache: Man kann dank der 30.000 Kombinations-Möglichkeiten seiner Bierbrau-Fantasie freien Lauf lassen.

about-drinks unterhielt sich mit Wolfgang Westermeier, einem der drei Gründer von Braufässchen und aktuell für die Produktion und die Produktentwicklung verantwortlich.

„Braufässchen. Make your Beer“ – man kann sich bei Ihnen also sein eigenes Bier „machen“?
Wolfgang Westermeier: Genau. Braufässchen ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, Bier zu Hause selber zu brauen. Außerdem kann man sein Bier online individuell nach seinem Geschmack zusammenstellen.

Wie genau funktioniert das? Was kann man alles selbst konfigurieren?
Wolfgang Westermeier: Mit Braufässchen erstellt man sein individuelles Bier in drei intuitiven Schritten online auf www.braufaesschen.com. Dazu wählt man zuerst seine Lieblingsbiersorte aus. Aktuell gibt es Pils, Weißbier, Dunkles, Festbier und IPA. Dann bestimmt man, wie viel Hopfen man in seinem Bier haben möchte und damit wie bitter das fertige Bier schmecken soll. Anschließend kann man sein Bier mit bis zu drei natürlichen Aromen verfeinern. Hier bieten wir eine Vielzahl an Fruchtextrakten und Gewürzen sowie verschiedene Holzchips an. So kann man zum Beispiel ein mildes Weißbier mit Mango, ein herbes Pils mit Lemon Grass und gerösteten Eichenholzchips oder ein Dunkles gereift mit dem Holz aus alten Bourbonfässern spielend leicht selber brauen.

Und dann kann man sein Bier zuhause selber brauen? Was bekommt man dazu alles geliefert?
Wolfgang Westermeier: Man bekommt alle Zutaten passend abgewogen zu seiner Bestellung sowie ein leeres fünf Liter Partyfass, eine Anleitung und ein Überdruckventil nach Hause geliefert. Das leere Fässchen dient als Gärbehälter und wird bereits steril geliefert. Dadurch kann man direkt mit dem Brauen loslegen und muss vorher nichts reinigen. Als erstes gibt man den Malzextrakt in das Fässchen, gibt heißes und kaltes Wasser hinzu und schüttelt kräftig bis sich der Malzextrakt vollständig gelöst hat. Anschließend einfach Hopfen und Hefe sowie die gewählten Aromen hinzugeben. Hat man alles im Fässchen, wird dieses mit einem speziellen Druckventil verschlossen. Dieses hält während der Gärung genug CO2 zurück, so dass sich auf natürliche Weise Kohlensäure im Bier bildet. Nach fünf Tagen Gärung bei Raumtemperatur und zwei Tagen Reifung im Kühlschrank ist das selbstgebraute Bier fertig und kann direkt aus dem Braufässchen gezapft werden.

Normalerweise dauert der Brauprozess doch länger. Warum geht es bei Braufässchen so schnell?
Wolfgang Westermeier: Wir haben den Brauprozess für den 5-Liter-Maßstab komplett neu überdacht. Wir wollten eine Lösungen schaffen, mit welcher jeder zu Hause schnell und einfach selbst brauen kann. Entscheidend dafür ist unter anderem, dass unter Druck vergoren wird. Dadurch kann Gärung und Lagerung direkt im Fass erfolgen. Außerdem haben wir viel Entwicklungsarbeit investiert, um Rohstoffe und vor allem Hefestämme zu finden, welche ein hervorragendes Bier innerhalb von einer Woche produzieren. Zusätzlich haben wir alle Fehlerquellen des Heimbrauens bei der Gestaltung des Braufässchen-Brauprozesses minimiert. Darauf geben wir übrigens sogar eine „Erfolgsgarantie“. Sollten sie nicht zufrieden sein, bekommen sie Ihr Geld zurück.

Wie sieht es denn bei Braufässchen eigentlich mit dem deutschen Reinheitsgebot aus – wird das befolgt bzw. kann es bei einem solchen Konzept überhaupt befolgt werden?
Wolfgang Westermeier: Höchste Qualität und ein natürliches und frisches Bier sind für uns Kernbestandteile des individuellen Biererlebnisses. Rechtlich gesehen greift das Reinheitsgebot beim Braufässchen nicht, da Heimbrauer von den Zutatenbeschränkungen des Reinheitsgebotes ausgenommen sind. Das ist sozusagen die Lücke, welche wir nutzen, um die Individualisierung anzubieten. Gleichzeitig wollen wir natürlich unseren Kunden nur die besten und natürlichsten Rohstoffe zum selber Brauen anbieten. Daher haben wir die Braufässchen Gebote entwickelt. Diese sind an den Qualitätsansprüchen des Reinheitsgebotes orientiert, bieten aber mehr Freiraum für die individuelle Gestaltung des Bieres.

Das fertige Braufässchen-Bier ist naturtrüb. Liegt das an der fehlenden Filtration?
Wolfgang Westermeier: Das ist richtig. Das Braufässchen-Bier ist weder gefiltert noch pasteurisiert. Wir möchten, dass man sein individuelles Braufässchen-Bier so frisch und naturbelassen wie möglich genießen kann.

Was hat es mit den fertigen Sets auf sich und was sind die Bestseller?
Wolfgang Westermeier: Das sind unsere Empfehlungen und Bestseller. Bier-Kreationen, welche von den Kunden als besonders harmonisch und gut bewertet wurden: Am besten verkauft sich unser Pils mit gerösteten Eichenholzchips. Durch das Eichenholz bekommt das Bier ein Aroma wie nach einer Holzfasslagerung. Ein heutzutage fast vergessenes Geschmackserlebnis bei Bier. Gerade im Sommer ist auch das Pils mit Passionsfrucht und Grapefruit sehr beliebt. Dabei schätzen die Kunden vor allem, dass sie bei Braufässchen kein Biermischgetränk bekommen, sondern den vollen Biergeschmack mit zusätzlichen Fruchtaromen genießen können.

Was ist Ihr persönlicher Favorit?
Wolfgang Westermeier: Ich persönlich mag am liebsten unser India Pale Ale mit Limette. Das India Pale Ale hat durch das verwendete Röstmalz und den höheren Alkoholgehalt einen sehr intensiven Geschmack. Die fruchtigen Noten des Aromahopfens und das spritzige Limetten Aroma fügen sich perfekt ein und bilden eine spannende Komposition.

Arbeiten Sie mit Partnern zusammen, von denen Sie bspw. die einzelnen Zutaten bekommen?
Wolfgang Westermeier: Wir haben einen Hauptlieferanten, der sich durch höchste Qualität und seine Spezialisierung auf natürliche Rohstoffe und Aromen als besonders geeignet für das Braufässchen herausgestellt hat. Gemeinsam mit diesem Partner erarbeiten wir die Rezepturen für das Braufässchen. Wir bekommen die Rohstoffe dann in Großgebinden geliefert und füllen diese passend für die verschiedenen Kundenwünsche ab.

Wer steckt außer Ihnen noch hinter Braufässchen?
Wolfgang Westermeier: Wir sind aktuell ein bunt gemischtes und hochmotiviertes Team, bestehend aus den drei Gründern, zwei festangestellten Mitarbeitern sowie einigen Praktikanten und Werkstudenten. Die Idee wurde außerdem von Anfang an von zwei Business Angels unterstützt. Vor kurzem konnten wir außerdem einen weiteren strategischen Investor gewinnen. Damit sind wir sehr breit aufgestellt und zukünftigen Herausforderungen gegenüber gut gewappnet.

Wurde die Idee zu Braufässchen denn eigentlich auch im Rahmen eines Uni-Projekts geboren?
Wolfgang Westermeier: Mehr oder weniger. Wir haben uns alle im Rahmen eines Stipendiums am Gründerzentrum der TU-München kennengelernt. Im Rahmen eines Projektes haben wir uns angeschaut, wie man die Biervielfalt in Deutschland erhöhen könnte und haben daraufhin das Braufässchen als innovative Heimbraumethode entwickelt.

Wie viele aus Ihrem Team werden denn nach dem Studium dann zum Braumeister? ;-)
Wolfgang Westermeier: Mit Braufässchen verfolgen wir das Konzept, jeden zum Braumeister zu machen. Offiziell ist zwar keiner von uns Braumeister, weil keiner Brauwessen studiert hat, sondern: Biologie, Maschinenbau und Mathematik. Mittlerweile haben wir aber doch das ein oder andere über Bierbrauen gelernt und beschäftigen uns natürlich mit großer Leidenschaft mit dem Thema. Die interdisziplinäre Teamzusammensetzung und der unvoreingenommene Blick hat uns auch schon oft geholfen, innovative Lösungen zu finden.

Wie geht es denn sonst weiter mit Braufässchen? Gibt es weitere Pläne?
Wolfgang Westermeier: Zum einen arbeiten wir an neuen Biersorten und Aromen, um das individuelle Erlebnis noch besser zu machen. Außerdem sind wir aktuell stark dabei, auch die offline Vertriebswege zu erschließen sowie neue Märkte im Ausland zu erobern.

Braufässchen | braufaesschen.com | facebook.com/Braufaesschen

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Braufässchen weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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