Teaser Avuá Cachaça

Avuá Cachaça: handgemachte Kult-Spirituose aus Brasilien

Cachaça – ist doch irgendwie eine Art Rum, oder?! Fast, aber die Geschichte der aus Brasilien stammenden Spirituose reicht bis ins Jahr 1516 und damit viel weiter zurück als die des karibischen Rums. Obwohl Deutschland nach Brasilien der weltweit zweitgrößte Markt für Cachaça ist, hat es das Zuckerrohrdestillat bisher nicht aus dem Schatten des Rums geschafft. Das soll sich nun ändern. Und zwar mit hochwertigen Cachaças, die nicht mehr länger industriell, sondern nach traditioneller Handwerkskunst hergestellt werden – so wie Avuá Cachaça.

Nate Whitehouse, Mitbegründer des Unternehmens Avuá (links im Bild; gemeinsam mit Mitbegründer Pete Nevenglosky), spricht im Interview über die Spirituose, den Unterschied zum Rum sowie deutschen Cachaça-Markt im Allgemeinen.

Was genau ist Cachaça?
Nate Whitehouse: Cachaça ist eine aus Brasilien stammende Spirituose mit einer Geschichte, die bis ins Jahr 1516 zurückreicht. Es ist somit vermutlich sogar das älteste hochprozentige, gebrannte alkoholische Getränk der Welt. Aus ihm entwickelte sich der karibische Rum – jedenfalls halte ich ihn in gewisser Weise für die Mutter des Rums oder man könnte auch sagen, dass Cachaça für den Rum das ist, was Mezcal für den Tequila ist: eine ältere, vielseitigere Spirituose, aber eine, die weniger bekannt ist als Rum, der allerdings erst nach dem Cachaça erfunden wurde.

In der Herstellung handelt es sich um ein Zuckerrohrdestillat, das häufig in Fässern aus seltenen Hölzern gelagert wird. In Deutschland werden zwar viele industriell hergestellte Cachaças vertrieben, gleichzeitig gibt es jedoch auch einige qualitativ hochwertige Cachaças, bei denen traditionelle Handwerkskunst Anwendung findet. Sie bilden eine elegante Grundlage für Longdrinks oder sind – bei den älteren Cachaças – auch pur ein Hochgenuss.

Wie ist derzeit die Lage auf dem deutschen Markt? Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?
Nate Whitehouse: Nach Brasilien ist Deutschland weltweit der zweitgrößte Markt für Cachaça, wobei es sich beim Großteil der Exporte nach Deutschland um industriell produzierte Sorten handelt, die in Brasilien etwa 1 Euro pro Flasche kosten und in Deutschland lediglich für Caipirinhas verwendet werden.

In den USA, Italien und Großbritannien befassen sich Bartender und Spirituosen-Begeisterte bereits die mit echten, traditionell hergestellten Cachaças, ähnlich wie sich das weltweite Interesse an Mezcals entwickelt hat. Glücklicherweise werden somit in Deutschland auch verstärkt nach handwerklichen Methoden produzierte Cachaças angeboten und der Markt wächst.

Also steckt noch Potenzial im deutschen Cachaça-Markt?
Nate Whitehouse: Ja, denn angesichts des wachsenden Interesses an traditionell hergestellten Spirituosen und qualitativ hochwertigen Destillaten sowie der zunehmenden internationalen Nachfrage nach Cachaça, entwickelt sich ein Markt für qualitativ hochwertige, traditionell hergestellte Cachaças mit überraschend vielfältigen Geschmacksprofilen.

Avuá ist recht neu auf dem deutschen Markt. Welche besonderen Charakteristika unterscheiden diese Produkte von anderen Cachaças?
Nate Whitehouse: Avuá unterscheidet sich als traditionell produzierter Cachaça deutlich von den in Deutschland verfügbaren industriellen Sorten. Die Produkte werden alle auf einem Landgut hergestellt, was im Vergleich zu den üblichen Sorten recht einzigartig ist. Das Landgut, auf dem bereits seit Anfang des 18. Jahrhunderts Cachaça hergestellt wird, befindet sich etwa vier Stunden nördlich von Rio de Janeiro. Hier ist eine Meister-Destillateurin am Werk, was ebenfalls recht selten ist.

Was den Geschmack angeht, sollte sich ein guter Cachaça auf halbem Weg zwischen einem Rum und einem Tequila befinden. Avuá Prata Cachaça, der sechs Monate im Edelstahltank reift, zeichnet sich durch ein malziges, zuckerrohrartiges Bouquet gepaart mit einem trockenen, leicht salzigen Aroma aus. Daher erfreut er sich unter auf Longdrinks spezialisierten Bartendern größter Beliebtheit: darunter bei Sasha Petraske vom Milk & Honey in New York und London, Soren Krogh aus dem Stork in Kopenhagen, Antonio Parlapiano vom Jerry Thomas in Rom und vielen anderen.

Der Avuá Amburana Cachaça reift in Fässern aus seltenem, brasilianischem Amburana-Holz und verdankt dem ungewöhnlichen Holz seine feinen Zimt-, Muskat- und Pimentaromen. Es ist eines von 28 Hölzern, die in Brasilien zur Herstellung von Cachaça verwendet werden.

Welche Zutaten werden bei der Herstellung verwendet?
Nate Whitehouse: Alle zur Herstellung von Avuá verwendeten Zutaten kommen vom gleichen Landgut. Das Zuckerrohr wird in den Hügeln, die das Landgut umgeben, per Hand geschnitten und ins Tal zur Destillateurin gebracht. Der Saft wird mittels eines Wasserrades ausgepresst, so dass die Produktion energieneutral ist. Mithilfe wilder Hefe wird die Fermentation des Safts eingeleitet, der anschließend im Alambic (Helm) bzw. mittels Destillationsblase gebrannt wird, bevor er in Edelstahltanks reift. Avuá Amburana reift eineinhalb bis zwei Jahre in einem Holzfass aus Amburana, einem ungewöhnlichen Holz, das nur in Südamerika wächst. Aus diesem bestehen die besonders großen Fässer, die dem Destillat seine Zimt-, Muskat- und Pimentnoten verleihen.

Wie läuft der Vertrieb in Deutschland ab?
Nate Whitehouse: Die Produkte werden über kleine, auf handwerklich hergestellte Getränke spezialisierte Vertriebspartner wie Cocktailian oder Rum Depot vertrieben. Der Import läuft über Jericoa, einen auf Cachaça spezialisierten Vertriebspartner in Potsdam. Die Produkte sind vor allem in Bars in Berlin und München erhältlich, die auf hochwertige Spirituosen aus kleiner, handwerklicher Produktion spezialisiert sind.

Wie sollten Kommunikationsmittel, allem voran die Sozialen Medien genutzt werden?
Nate Whitehouse: Wir informieren recht ausgiebig über die Art und Weise traditionell hergestellter Cachaças und darüber, was sie von den einfacheren Caipirinhas unterscheidet, an die der deutsche Markt gewöhnt ist. Unsere Marke beschwört Bilder des Rio de Janeiro der 1950er Jahre herauf – dieser glorreichen, von Bossa Nova, Pan-Am-Flügen und einem vollen Strand an der Copacabana geprägten Epoche der brasilianischen Geschichte. Die Markenkommunikation konzentriert sich bei der Verbreitung des Wissens um unser wunderbares, bisher jedoch unterbewertetes Destillat vor allem auf die persönliche Geschichte der Gründer und die Markenbotschafter. Dazu verwenden wir vor allem Facebook, Twitter und Instagram.

Was verspricht die Zukunft? Gibt es künftige Expansionspläne für den deutschen Markt?
Nate Whitehouse: Wir setzen vor allem auf eine bedächtige, ruhige Informationspolitik. Dank des zunehmenden Wissens von Bartendern und Verbrauchern über hochwertige Zuckerrohrdestillate sowie besonders herausstechende Produkte wie Avuá Amburana wird in Deutschland die Nachfrage nach hochwertigen, traditionell hergestellten Cachaças unseres Erachtens nach weiter wachsen. Gleichzeitig planen wir, Bartender und Verbraucher über diese Kategorie der Cachaças und die wunderbare Spirituose Avuá genauer zu informieren.

Avuá Cachaça | avuacachaca.com.br | facebook.com/avua.cachaca

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Nate Whitehouse für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Avua Cachaça weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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