Mehr als nur Glitzer im Glas: Daniel und Serap Soumikh über Donna Serap
Als Inhaber der renommierten Marke Tonka Gin hat sich Daniel Soumikh in der Spirituosenbranche einen Namen gemacht. Im Herbst 2025 startete er gemeinsam mit seiner Frau Serap Soumikh mit Donna Serap Glitzer Aperitif ein neues Projekt. Die Marke steht für eine moderne, visuell starke Aperitif-Kultur, die Premium-Qualität mit zugänglicher Positionierung verbindet. Zum Marktstart umfasste das Sortiment drei Sorten – Blutorange, Granatapfel und Yuzu. Die Rezepturen wurden in Zusammenarbeit mit erfahrenen Sommeliers entwickelt und durch frühzeitiges Kundenfeedback mitgeprägt.
Im Interview sprechen Serap und Daniel Soumikh über die Idee hinter Donna Serap, die Positionierung im Aperitif-Segment und über ihre Pläne für den strukturierten Ausbau der Marke im Jahr 2026.
Im Herbst 2025 habt Ihr Donna Serap gelauncht. Was ist das Besondere an der Marke?
Serap und Daniel Soumikh: Donna Serap ist unsere neue Marke für moderne Aperitif- und Drink-Kultur – mit dem Anspruch, ein Produkt zu schaffen, das visuell auffällt, geschmacklich überzeugt und gleichzeitig niedrigschwellig aktivierbar ist. Das Besondere ist die Kombination aus hochwertigem Geschmack, einem eigenständigen Look und einer klaren Positionierung zwischen Trend und Alltag: nicht elitär, aber deutlich anders als klassische Standards im Regal.
Was ist die Idee hinter der Marke und den Produkten?
Serap und Daniel Soumikh: Die Idee war, eine Marke zu entwickeln, die mehr kann als nur „gut schmecken“. Donna Serap steht für Anlass, Erlebnis und Sharing – also für Drinks, die nicht nur konsumiert, sondern auch gezeigt und weiterempfohlen werden. Gleichzeitig war uns wichtig, dass das Produkt einfach funktioniert: schnell servierbar, vielseitig mischbar und attraktiv im Handel wie auch online.
Welche Produkte gibt es und was macht sie aus?
Serap und Daniel Soumikh: Zum Launch sind wir mit drei Sorten gestartet, die sich bewusst ergänzen und das Sortiment als Gesamtwelt abrunden: Blutorange als Klassiker mit breiter Zugänglichkeit, Yuzu als moderner Newcomer-Geschmack, der sich gerade stark im Getränkebereich entwickelt, und Granatapfel, der vielen Konsumenten vertraut ist – aber in unserer Kategorie noch relativ neu interpretiert wird. Uns war wichtig, ein Line-up zu bauen, das sowohl schnelle Orientierung bietet als auch Neugier auslöst – und sich untereinander klar unterscheidet, aber als Marke zusammenpasst.
Das Quartal 4 / 2025 habt Ihr als Testlauf genutzt. Mit welchem Ergebnis?
Serap und Daniel Soumikh: Q4/2025 war für uns ein bewusst kontrollierter Markttest: Wir wollten herausfinden, welche Sorte am stärksten zieht, wie hoch die Wiederkaufrate ist und welche Kanäle am effizientesten funktionieren. Das Ergebnis war sehr positiv: Wir haben schnell gesehen, dass das Produkt nicht nur neugierig macht, sondern auch nach dem Erstkauf bestätigt wird – durch Feedback, Repeat-Käufe und eine sehr gute Resonanz auf den Markenauftritt.
Was bedeutet das für dieses Jahr?
Serap und Daniel Soumikh: Für 2026 heißt das: Wir gehen vom Testmodus in den strukturierten Ausbau. Also mehr Verfügbarkeit, mehr Aktivierung und ein klarer Fokus darauf, Donna Serap als wiederkehrenden Kaufartikel zu etablieren – nicht als kurzfristigen Trend. Gleichzeitig werden wir die Learnings aus Q4 nutzen, um Kommunikation, Sortenpriorisierung und Kampagnen noch stärker zu schärfen.
Inwieweit hilft Euch Tonka Gin bei der Platzierung von Donna Serap – und andersrum?
Serap und Daniel Soumikh: Gerade im stationären Handel hilft uns Tonka Gin, weil wir dort bereits gelernt haben, was Sichtbarkeit wirklich bedeutet: Displays, Zweitplatzierungen und ein Auftritt, der am POS sofort funktioniert. Gleichzeitig haben wir durch Tonka Gin über die Jahre Vertrauen aufgebaut – bei Handelspartnern genauso wie bei Konsumenten. Dieses Fundament konnten wir direkt für Donna Serap nutzen.
Umgekehrt bringt Donna Serap zusätzliche Dynamik in die Fläche, weil Aperitif-Produkte stark über Impulskäufe und Aktivierung am Regal funktionieren. Das Zusammenspiel sorgt dafür, dass wir im Handel insgesamt präsenter werden – nicht über mehr Platzbedarf, sondern über auffällige, platzsparende Platzierungskonzepte, die schnell wirken.
Ihr habt gesagt, dass der Markt nach Innovationen sucht, die in Sachen Preis und Attraktivität passen müssen. Wo liegt Ihr preislich bei Donna Serap?
Serap und Daniel Soumikh: Wir positionieren Donna Serap so, dass das Produkt klar als hochwertig wahrgenommen wird, aber nicht in einer Preiszone liegt, in der Konsumenten nur zu besonderen Anlässen zugreifen. Unser Anspruch ist ein Preisniveau, das Premium-Qualität widerspiegelt, gleichzeitig aber den Erstkauf erleichtert und Wiederkauf realistisch macht – stationär wie online.
Was bietet Ihr Euren Kunden neben dem Produkt?
Serap und Daniel Soumikh: Wir denken Donna Serap nicht nur als Flasche, sondern als aktivierbares Konzept – besonders am POS. Dazu gehören Displays mit kleiner Bestückung, die flexibel einsetzbar sind, und Zweitplatzierungskonzepte, die wenig Platz einnehmen, aber eine hohe Aufmerksamkeit erzeugen.
Ergänzend spielen Rezepte und Serving-Ideen eine große Rolle – sowohl klassisch am Regal als auch digital. Über Social Media arbeiten wir zudem mit PLZ-bezogenen Aktivierungen, um Nachfrage regional gezielt aufzubauen und Handel und Konsumenten zusammenzubringen.
Es soll sich weiterhin einiges tun, also wird es auch noch weitere Eigenmarken und -produkte geben?
Serap und Daniel Soumikh: Ja – definitiv. Wir sehen im Markt viel Raum für Produkte, die neu gedacht und sauber positioniert sind. Donna Serap ist ein wichtiger Baustein, aber nicht der letzte. Unser Anspruch ist nicht, möglichst viele Produkte zu machen, sondern wenige, starke Marken, die langfristig funktionieren und in ihren Kategorien echten Mehrwert liefern.
Neben Drinks seid Ihr auch in Sachen Food unterwegs. Womit und warum?
Serap und Daniel Soumikh: Food ist für uns eine logische Ergänzung, weil Aperitif stark über Pairing und Anlass funktioniert. Wir sind aktuell mit Hummus Crackern gestartet, und in Kürze folgen auch Brotcracker. Unser Anspruch ist dabei, Produkte so zu entwickeln, dass sie im Regal auf eine Art auffallen, wie man es bisher nicht kennt, aber trotzdem einfach verständlich und nicht befremdlich für Konsumenten bleiben. Es soll neugierig machen, aber sofort klar sein, wofür es steht und wie man es nutzt.
Was steht 2026 sonst noch an?
Serap und Daniel Soumikh: 2026 wird für uns ein Jahr des Skalierens und Strukturierens: Ausbau der Distribution, stärkere Aktivierungen, neue Kooperationen und die Weiterentwicklung unseres Portfolios. Gleichzeitig geht es um effizienteres Wachstum – also klare Learnings aus Performance, Content und Handel sauber miteinander zu verbinden. Wir wollen Marken bauen, die nicht nur kurzfristig auffallen, sondern dauerhaft gekauft werden.
Donna Serap | Website | Facebook | Instagram
+++ Wir bedanken uns bei Serap und Daniel Soumikh für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++


























