Whisky-Fässer werden knapp: Weltweit hohe Nachfrage lässt die Preise steigen

Der Nachfrageboom nach holzgereiften Spirituosen wird für die meisten Whisky-Produzenten immer mehr zum Problem. „Die Holzfässer werden knapp, Fasshersteller stoßen an ihre Grenzen und der Markt wird gerade leer gekauft“, bestätigt der Whisky-Importeur Lars-Göran Wiebers im Interview mit dem Wirtschaftsmagazins ‘Capital‘ (Ausgabe 1/2015).

Das bleibt nicht ohne Folgen für die Preisentwicklung. „Wenn man gute Fässer haben will, kostet das richtig viel Geld“, konstatiert Wiebers. „Ein Fass kostet einige hundert Euro. Man weiß, dass Diageo schon Fässer zurückhält“, so Wiebers weiter. Als Folge dieser Entwicklung klettern laut Wiebers bereits die Endverbraucherpreise: „Whisky-Preise steigen gerade stärker als Aktien.“

Wie Whisky-Liebhaber wissen, ist das Fass für 85 Prozent des späteren Geschmacks verantwortlich und deshalb von so großer Bedeutung für den ganzen Markt. „Aus dem Holz zieht der Alkohol Geschmacksmerkmale wie Vanillin oder Karamell. Wer schottischen Whisky produzieren will, muss ihn in gebrauchten Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche lagern. Bloß hat die Immobilienkrise in den USA auch Holzfabrikanten kaputt gemacht. Das Ergebnis sind Engpässe bei den Fasslieferanten.“

Quelle: Capital | capital.de | Bild: iStock/Shaiith

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