Teaser PFFF KRSCH

PFFF & KRSCH: Die Gründer Sarah Stiller und Johannes Münch im Interview

PFFF und KRSCH. So heißen die beiden Premiumliköre von Sarah Stiller und Johannes Münch. Angefangen hat alles mit dem Herumexperimentieren an einer kleinen Tischdestille. Mittlerweile sind die beiden mit ihren Produkten selbstständig und in einigen Städten sowie auf Events wie dem Kosmonaut Festival der Band Kraftklub vertreten. Das soll natürlich nur der Anfang sein, denn das Ziel ist auch schon klar: PFFF – Pfefferminzlikör und KRSCH – Kirschlikör sollen als feste Marken im deutschsprachigen Raum etabliert werden.

about-drinks sprach mit Sarah Stiller (Geschäftsinhaberin und Ansprechpartnerin für Vertrieb und Kommunikation) und Johannes Münch (Geschäftsinhaber und Ansprechpartner für Logistik und Produktmanagement) über die beiden Produkte PFFF und KRSCH.

Wie stehen Sie persönlich zu einer Revolution?
Sarah Stiller: Dem Neudenken eines Status quo stehen wir sehr positiv gegenüber. Veränderung und Wandel verstehe ich als das Schmieröl im Getriebe unserer Gesellschaft. Zurückzuführen auf die Entwicklungen im Getränkebereich ist es schön, zu erleben, dass bspw. kleine und unabhängige Craft-Beer-Brauereien mehr und mehr Sichtbarkeit in Gastronomie und Handel erleben und dass der Konsument bereit ist, ein paar Euro mehr für ein authentischeres Produkt zu zahlen. Das wünschen wir uns für die Spirituosenwelt ebenso.

Warum benötigt der Markt für Pfefferminz- und Kirschlikör Ihrer Meinung nach dringend eine Revolution?
Johannes Münch: Unabhängige und hochwertige Alternativen sind in den Segmenten von Vodka und Gin keine Seltenheit mehr. Wir dachten uns: Warum beim Pfefferminz- und Kirschlikör alles beim Alten belassen?! Die beiden Spirituosen sind in unserer Wirkungsstätte Leipzig sehr beliebt, vor allem in grün und rot. Das fanden wir eher suboptimal und tüftelten an einer natürlichen Rezeptur ohne Farbstoff. Dieses Vorhaben beruhte auf einer reinen Schnapsidee, die anfänglich keinen kommerziellen Hintergrund verfolgt hat. Wir wurden ein bisschen überrascht von dem positiven Zuspruch und der Dynamik, die es genommen hat.

Wie kamen Sie dann zu der Idee für die Produkte?
Sarah Stiller: Die Idee entstand im Winter 2015. Ich war zu der Zeit für den Vertrieb der Getränke Lemonaid und ChariTea in Mitteldeutschland tätig und hatte einen Club-Termin. Dort sah ich wahnsinnig viele volle und leere Flaschen des grünen Pfefferminzlikörs, der in Leipzig sehr populär ist, und dachte für mich im Stillen: „Der ist ja ganz witzig, aber so richtig lecker irgendwie nicht.“ Später haben wir das in der Craft-Beer-Bar eines Freundes gemeinschaftlich diskutiert und beschlossen, dass Pfefferminzlikör mehr können darf. Wir haben dann eine Tischdestille im Netz bestellt und losgelegt. Anfänglich gab´s PFFF aus einem Weinballon am Tresen der Bar. Eines schönen Abends kam ein Gast mit einer leeren Flasche herein und hat sich PFFF für daheim abfüllen lassen. Dieses Erlebnis gab uns den Impuls, das Ganze professioneller aufzuziehen.

Wie ging es dann von den Anfängen weiter bis zu den heutigen Produkten?
Johannes Münch: Das war ein fließender Prozess. Das Bestellen der Tischdestille und das Herumexperimentieren mit verschiedenen Grundstoffen und Verhältnissen war reiner Spaß. Die erste Herausforderung begann mit dem Finden einer geeigneten Manufaktur, die die Liköre nach unserem Rezept und Vorstellungen im größeren Stil herstellen kann. Hier sind wir nach einigem Suchen bei einer kleinen Familienmanufaktur 200 km von Leipzig entfernt fündig geworden.

Sarah Stiller: Durch meine Vertriebserfahrung fiel es uns relativ leicht, mit den ersten Spätis, Bars und  Getränkelieferanten in Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen und die Produkte zu platzieren. Positive Resonanz und Nachfrage stiegen stetig, die To-do-Liste wurde immer länger, Gastronomie und Handel muss gut betreut werden, um dort dauerhaft stattzufinden. So mussten wir uns letzten Sommer entscheiden: 40-Stunden-Job behalten oder auf ins Schnaps-Start-up-Abenteuer.

Schreibfaulheit oder Hipstertum: Warum die Namen „PFFF“ und „KRSCH“? ;-)
Sarah Stiller: An der Stelle verweise ich auf ein paar Bier und Pfefferminzlikör zu viel. Der Name entstand noch vor der eigentlichen Firmengründung und ohne dass wir uns darüber Gedanken gemacht haben, wie man uns am Telefon verstehen soll.

Wie kommen die Produkte bisher an?
Johannes Münch: Bisher war jeder, der probiert hat, sehr angetan und wir merken, dass die Leute Bock auf etwas Neues und Unabhängiges haben! Natürlich fühlt es sich manchmal mühselig an, die Produkte zu platzieren, weil wir sehr günstigen Mitbewerbern gegenüber stehen. Aber wie bereits erwähnt, bei einer direkten Vorstellung von PFFF und KRSCH und allem, was wir drumherum erschaffen (direkte Kundenbetreuung, Crossprodukte wie Schnapspraline oder Eis), schneiden wir gut ab. Außerdem grenzen wir uns dadurch von unseren Mitbewerbern ab, dass wir Bars dazu motivieren, mit unseren Likören zu mixen. Das funktioniert aufgrund der Natürlichkeit hervorragend und ist etwas Neues. Wir freuen uns beispielsweise sehr, dass PFFF und KRSCH an allen Bars auf dem Kosmonaut Festival der Band Kraftklub ausgeschenkt werden und wir dort selbst eine Cocktail-Bar schmeißen. Wir haben auch unsere Slush-Eis-Maschine am Start, PFFF-Schnaps-Slushies sind das Beste! Zuletzt ging außerdem eine Ladung PFFF mit zur Fusion, die Crew im Subado-Zelt hat sich das Auto vollgepackt.

Wie kann man erfahren, wo PFFF und KRSCH erhältlich ist?
Sarah Stiller: Das geht ganz leicht auf unserer Internetseite, die wir natürlich kontinuierlich up to date halten. Bis dato sind wir neben Leipzig und Dresden auch ganz gut in Hamburg und Berlin vertreten.

Wie sieht’s in Sachen Marketing aus? Gibt es bestimmte Aktionen etc.?
Sarah Stiller: Derzeit tingeln wir mit unserer mobilen Bar durch die Gegend, möchten noch das ein oder andere Festival bespielen und so die Leute auf PFFF und KRSCH aufmerksam machen. Wir sind zu zweit mit begrenztem Budget und versuchen quasi, mit limitieren Mitteln das Maximum rauszuholen. Reality-Check: Unsere Produkt- und Imagebilder entstehen auf dem heimischen Schreibtisch. Der wird einmal frei geräumt, dann wird mit Tape ein weißes Blatt Papier als Hohlkehle an die Wand geklebt und los geht´s. DIY wird bei uns ganz groß geschrieben. Ideen haben wir Tausende und am liebsten kooperieren wir mit anderen kleinen Firmen und schaffen etwas Gemeinsames.

Es sind bereits einige Cocktails mit PFFF und KRSCH entstanden. Mit wem? Geben Sie bitte jeweils ein Bespiel.
Sarah Stiller: Hier hatten wir großes Glück und haben den Barkeeper Tom Knoop von der Hacienda Cospuden kennengelernt. Tom war sofort on fire und hat ein paar schöne Drinks kreiert. So zum Beispiel den Cherry Hipster und den PFFFRANZ:

Cherry Hipster
• Handvoll Eiswürfel
• 6 cl KRSCH
• 4 cl Sauerkirchsaft
• Frischer Saft einer halben Orange
• Mit THOMAS HENRY Spicy Ginger aufgießen

PFFRANZ:
• Handvoll Eiwüfel
• 6 cl PFFF
• 1 cl MONIN Gurkensirup
• Frischer Saft einer halben Orange
• Mit THOMAS HENRY Elderflower Tonic aufgießen
• Mit Basilikum & Gurkenscheiben garnieren

Zum Schluss: Wie sehen die Pläne für die beiden Produkte aus?
Johannes Münch: Wie schon erwähnt, steht der Sommer im Zeichen von Festivals und Straßenfesten, um unsere Bekanntheit und Reichweite zu steigern. Seit diesem Monat arbeiten wir mit einem Distributor in Wien zusammen, das finden wir natürlich mega! Unser Ziel ist es PFFF – Pfefferminzlikör und KRSCH – Kirschlikör als feste Marken im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Im Oktober nehmen wir zum zweiten Mal an der Bar Convent Berlin teil (Halle 4, B41) und freuen uns drauf!

PFFF & KRSCH | auwald-destille.de | facebook.com/PFFFpfefferminzlikoer | facebook.com/KRSCHkirschlikoer

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Sarah Stiller und Johannes Münch für das offene und sehr interessante Interview und wünschen PFFF und KRSCH weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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