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Öffnen einer Sektflasche: Mathematikerin enthüllt Formel für perfekten Knall

Das Öffnen einer Sektflasche ist ein universeller Ausdruck von Feierlichkeit. Allerdings besteht ein schmaler Grat zwischen einem feierlichen Knall und einer Schaumexplosion, die es aufzuputzen gilt. Passend zu den bevorstehenden Feiertagen hat Universitätsprofessorin Dr. Eugenia Cheng eine mathematische Formel für den perfekten Knall entwickelt – und dabei dreht sich alles um das Kühlen der Flasche.

Dr. Eugenia Cheng, Forschungsstipendiatin am Fachbereich Mathematik und Statistik der Universität Sheffield, hat den perfekten Knall mithilfe einer Computersoftware ermittelt, die auch als Spektralanalyse bekannt ist. Die Forschung ergab, dass sich der wünschenswerteste Korkenknall auf einem konstanten Niveau zwischen 8.000Hz und 12.000Hz bewegt, welches von Toningenieuren auch als „Brillanz“ Tonlage bezeichnet wird.

Dies spricht das menschliche Gehör deshalb an, weil eine konstante Frequenz Geräusche hervorruft, die mit Schlagzeugbecken und Vogelgesang vergleichbar sind. Tonlagen mit schwankender Frequenzintensität hingegen verursachen raue Geräusche, wie Nägel auf einer Tafel.

Um Gastgeber dabei zu unterstützen, diesen „perfekten Knall“ in ihrem eigenen Zuhause zustande zu bringen, wandte sich Dr. Cheng an die Mathematik und nutzte zwei Variablen – Temperatur und Händedruck – um die Formel für den perfekten Knall zu entwickeln: Klang = 7 + T/40 – (P)/(3).

Die Formel schreibt vor, dass eine Sektflasche auf 6,7 Grad Celsius abgekühlt und beim Öffnen des Korkens minimale Auszugskraft angewandt werden muss. Das Experiment von Dr. Cheng enthüllte, dass ein typischer Kühlschrank eine Sektflasche nur auf 11 Grad abkühlt. Um die optimalen Bedingungen von 6,7 Grad zum Öffnen des Korkens zu erhalten, muss die Flasche daher für 40 Minuten in einem Eisbehälter gekühlt werden.

So gekühlt, haben die Bläschen in der Flasche weniger Energie, wodurch beim Entfernen des Korkens weniger Druck benötigt wird, da weniger Gas entweichen kann. Dies wiederum führt zu einem angenehmeren Klang als ein lauter, dröhnender Knall.

Dr. Cheng erklärt: „Der Klang eines knallenden Korkens wird zweifelsfrei mit Feierlichkeiten in Verbindung gebracht. Allerdings besteht Uneinigkeit darüber, ob der Knall laut und sprudelnd oder leise und zurückhaltend sein sollte, sodass ich neugierig darauf war herauszufinden, welche Antwort die Mathematik darauf geben würde.“

Joao Rui Ferreira, Präsident des portugiesischen Korkverbands Apcor, Auftraggeber der Formel, sagt: „Der Knall eines Naturkorkens ist ein besonderer, einzigartiger Klang, der gefeiert werden sollte. Dr. Chengs Forschung ist faszinierend und wir hoffen, dass die Menschen den perfekten Knall in dieser festlichen Jahreszeit genießen werden.“

Der Deutsche Kork-Verband e.V. (DKV)
Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde 1985 gegründet. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über das nachwachsende Naturprodukt Kork und die daraus entstehenden Endprodukte. Weitere Informationen auf den Sites kork.de, natuerlichkork.de und schoener-leben-mit-kork.de

Der portugiesische Korkverband (APCOR)
Der portugiesische Korkverband (Portugese Cork Association APCOR) wurde 1956 gegründet, um die portugiesische Korkindustrie zu vertreten und zu fördern. Der Arbeitgeberverband sitzt noch heute im Norden Portugals, etwa 30 Kilometer von Porto in Santa Maria de Lamas. Alle Unternehmen, die in den Bereichen Produktion, Marketing oder Export von Korkprodukten tätig sind, können dem Verband beitreten. Derzeit umfasst APCOR rund 270 Partnerfirmen, die zusammen rund 80% der Korkproduktion des Landes und 85% der Korkexporte ausmachen. Die Mission von APCOR ist es, Kork als ausgezeichneten Rohstoff sowie alle korkbasierten Produkte zu fördern und weiterzuentwickeln.

Quellen: Deutscher Kork-Verband e.V. (DKV) | APCOR
Bildquelle: Copyright APCOR

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