Mehr als nur Verzicht: Wie Siegfried das alkoholfreie Segment neu denkt
[Advertorial] Alkoholfreie Alternativen boomen – doch echte Relevanz entsteht nur, wenn Produkte mehr bieten als den Verzicht auf Alkohol. Entscheidend ist dabei nicht das Label „alkoholfrei“, sondern die Alltagstauglichkeit und der Geschmack der Produkte. Wie das funktioniert, zeigt Siegfried mit den No-ABV-Produkten Wonderleaf, Wonderoak, Wonderspritz und Wonderazul. Doch die Rheinland Distillers haben das Thema noch weitergedacht und mit WYLDA eine neue Kategorie eingeführt: Functional Non-Alc.
Mit Raphael Vollmar (links im Titelbild), neben Gerald Koenen Geschäftsführer der Rheinland Distillers, haben wir über WYLDA, Verzicht und Genuss, No-ABV als Umsatztreiber sowie den Dry January gesprochen.
Raphael, im Dry January dreht sich vieles wieder um alkoholfreie Spirituosen-Alternativen. Wie macht sich der Monat bei Euch bemerkbar – und was daran ist wirklich nachhaltig über das Jahr?
Raphael Vollmar: Der Dry January ist für uns vor allem ein Einstiegs- und Aktivierungsmonat, kein isolierter Umsatztreiber. Wir sehen deutlich mehr Erstkäufe und Aufmerksamkeit für alkoholfreie Konzepte, insbesondere im Direct-to-Consumer-Geschäft.
Nachhaltig wird dieser Effekt aber nur dort, wo Produkte über den Januar hinaus relevant bleiben. Genau das beobachten wir: Ein Teil der Neukund:innen bleibt aktiv, wenn Geschmack, Anlass und Nutzen stimmen. Reine Challenge-Käufe brechen nach dem Januar schnell wieder weg. Der Januar ist damit ein Katalysator – das eigentliche Wachstum entscheidet sich danach.
No-ABV ist bei Euch inzwischen ein echter Umsatztreiber. Was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein alkoholfreies Produkt vom Probierkauf zur festen Routine wird?
Raphael Vollmar: Entscheidend ist nicht das Label „alkoholfrei“, sondern die Alltagstauglichkeit. Produkte müssen geschmacklich überzeugen, klar einzuordnen sein, Freude machen und verlässlich funktionieren – zu Hause genauso wie im Handel oder in der Gastronomie.
Wir sehen sehr deutlich: Alkoholfreie Konzepte werden dann zur Routine, wenn sie nicht als Sonderfall, sondern als selbstverständliche Option wahrgenommen werden. Geschmack ist die Eintrittskarte, Platzierung und Verständlichkeit sorgen für Wiederholung.
Trotz alledem ist der Anteil von alkoholfreien Alternativen am Gesamt-Spirituosen-Markt noch gering. Wo siehst Du aktuell die größten Bremsen – und was muss passieren, damit die Kategorie deutlich schneller wächst?
Raphael Vollmar: Der Vergleich der Kategorien zeigt das Potenzial sehr klar: Alkoholfreies Bier liegt bei rund 8-10 % Marktanteil, alkoholfreier Wein bei 5-7 %, während alkoholfreie Spirituosen noch deutlich unter 1 % liegen.
Das Thema ist also akzeptiert – aber bei Spirituosen noch nicht ausgeschöpft. Die Bremse ist weniger die Nachfrage als die fehlende Selbstverständlichkeit im Genuss- und Anwendungsfall. Genau hier setzen wir an:
Unsere Produkte sind so entwickelt, dass sie eigenständig funktionieren, geschmacklich erwachsen sind und klare Anlässe bedienen.
Du hast schon öfter gesagt: Es geht bei alkoholfrei nicht um „Verzicht“, sondern um eine neue Form von Genuss. Was bedeutet das konkret – und was machen viele in der Kategorie aus Deiner Sicht noch falsch?
Raphael Vollmar: Wir wollen weder die Welt verbessern noch jemanden erziehen. Wir kommen aus der klassischen Spirituosenwelt, haben Alkohol-Heritage und denken Genuss nicht ideologisch. Für uns ist alkoholfrei keine Gegenbewegung, sondern eine Erweiterung.
Genau das unterscheidet uns von vielen Marken. Wir belehren nicht, sondern überzeugen durch Geschmack, Anlass und Qualität. Unsere Produkte funktionieren eigenständig und müssen nicht erklärt werden – das macht sie glaubwürdig für Konsument:innen, Handel und Gastronomie.
Viele verzichten bewusst auf Alkohol – wollen aber trotzdem ein bestimmtes Gefühl oder Erlebnis. Was sagt das heute über die Erwartungen an Getränke aus, gerade im Ausgeh- und Social-Kontext?
Raphael Vollmar: Das zeigt vor allem, dass der Konsum heute situativer geworden ist. Menschen entscheiden je nach Anlass, Tageszeit oder sozialem Kontext, ob Alkohol passt oder nicht – ohne ihr Verhalten grundsätzlich zu verändern.
Für Angebote bedeutet das: Sie müssen sozial anschlussfähig sein und sich in bestehende Rituale integrieren. Genau dieser Wandel bildet die Grundlage für die gesamte Entwicklung im alkoholfreien Segment.
Genau dort setzt Ihr mit WYLDA an. Was unterscheidet das Konzept grundsätzlich von klassischen alkoholfreien Alternativen – und welche „Lücke“ schließt Ihr damit?
Raphael Vollmar: WYLDA ist kein Ersatz, sondern eine neue Kategorie. Funktional erfüllt dort eine Rolle, wo klassischer alkoholfreier Genuss an seine Grenze kommt: bei Anlässen, in denen Menschen bewusst keinen Alkohol trinken wollen, aber trotzdem ein – im wahrsten Sinne des Wortes – spürbares Erlebnis suchen. Der entscheidende Punkt ist die klare Benennung. Wirkung wird nicht angedeutet, sondern offen deklariert. Dadurch entsteht Erwartungssicherheit.
Functional ist für uns kein Trend, sondern eine logische Ergänzung – ohne bestehende Rituale zu verdrängen.
WYLDA ist seit einigen Monaten am Markt. Was habt Ihr in dieser Zeit über Akzeptanz, Nutzung und Wiederkauf gelernt – und was hat Euch dabei selbst überrascht?
Raphael Vollmar: Überraschend ist vor allem, wer WYLDA kauft. Es sind viele Konsument:innen, die klassische alkoholfreie Produkte sonst eher ablehnen. Sie suchen Wirkung, aber eben keinen Alkohol – und nutzen WYLDA gezielt und wiederholt.
Gerade bei Gen Z sehen wir eine hohe Experimentierfreude und eine klare Trennung zwischen Alkohol und Wirkung. Dass dieses Nutzungsmuster funktioniert, wurde auch durch einen unabhängigen Test von Konsument.at bestätigt. Für den Handel erschließt sich damit eine neue, bislang kaum adressierte Zielgruppe.
Alkoholfreie Produkte werden mittlerweile deutlich kritischer bewertet – bei Zutaten, Kennzeichnung und Sensorik. Wie wichtig ist Transparenz für das Vertrauen in die Kategorie, und wo siehst Du noch Nachholbedarf?
Raphael Vollmar: Transparenz ist für uns kein Kommunikationsthema, sondern eine Produktanforderung. Alkoholfreie Konzepte müssen nicht nur sensorisch überzeugen, sondern gleichzeitig auch rechtssicher deklariert sein – eindeutig, nachvollziehbar und ohne Interpretationsspielraum.
Gerade bei innovativen Ansätzen ist eine saubere Deklaration entscheidend. Nur so entsteht Vertrauen bei Konsument:innen, Handel und Gastronomie.
Wie siehst Du das Zusammenspiel von klassischen No-ABVs und funktionalen Konzepten in Zukunft – und wo ziehst Du bewusst Grenzen, damit die Kategorie glaubwürdig bleibt?
Raphael Vollmar: Beide Segmente erfüllen unterschiedliche Aufgaben und müssen klar getrennt gedacht werden. Unsere WONDER-Produkte stehen für Genuss, Ritual und Mixability. WYLDA adressieren gezielte Nutzungsmomente mit spürbarem Effekt – ohne Alkohol.
Entscheidend ist die klare Trennung in Entwicklung, Deklaration und Anwendung. Diese Architektur verfolgen wir bewusst im Portfolio. Sie schafft Glaubwürdigkeit und erlaubt es, beide Segmente eigenständig zu skalieren, statt sie zu vermischen.
Ihr seid heute breit aufgestellt. Was sind Eure wichtigsten strategischen Schwerpunkte für 2026 – beim Portfolio, bei den Kanälen und beim weiteren Ausbau der Kategorie?
Raphael Vollmar: 2025 haben wir das Portfolio bewusst zukunftssicher aufgestellt – mit neuen alkoholfreien Konzepten, zwei RTDs und dem Launch von WYLDA. 2026 geht es nicht um weitere Experimente, sondern um konsequente Umsetzung.
Unser Fokus liegt darauf, den Anspruch als Premium-Marktführer im alkoholfreien Segment weiter abzusichern, WYLDA nach erfolgreicher Validierung gezielt in den Handel zu bringen und strukturiert aufzubauen. Gleichzeitig behalten wir unseren weltweit ausgezeichneten Gin im Zentrum, der trotz schwierigem Marktumfeld als Ikone wahrgenommen wird und der Marke Stabilität und Strahlkraft gibt.
Was Siegfried ausmacht, ist genau diese Kombination: Markenstärke, Portfolio-Klarheit und bewiesene Innovationsfähigkeit, getragen von echter Marktakzeptanz.
Wir bauen keine Einzelprodukte, sondern eine Plattform – das macht die Marke langfristig relevant für Konsument:innen, Handel und strategische Partner.
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+++ Wir bedanken uns bei Raphael Vollmar und Gerald Koenen für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++


























