Interview: Proviant Fruchtmanufaktur – Handgemacht wie bei Mutti

„Handgemacht wie bei Mutti“ – was früher noch ein Zeichen für Qualität war, ist heute immer mehr in Vergessenheit geraten. Nicht so bei der Proviant Fruchtmanufaktur in Berlin, hier legt man großen Wert darauf, dass alle Smoothies, Limonaden und Schorlen tatsächlich noch von Hand hergestellt werden. Daneben werden dort nur echte Bio-Zutaten und keine weiteren Aromen oder Konzentrate für die Drinks verwendet – das spiegelt sich spätestens beim natürlichen Geschmack wider. Klar, dass da nicht nur Bio-Märkte, sondern auch immer mehr Gastronomiebetriebe auf die kleine Fruchtmanufaktur aus Berlin-Kreuzberg aufmerksam werden. Natürlicher Geschmack zahlt sich eben doch aus.

about-drinks sprach mit Paul Löhndorf, Proviant-Mitgründer, über Smoothies, Limonaden und die Fruchtmanufaktur.

Stellen Sie unseren Lesern die Proviant Fruchtmanufaktur kurz vor!
Paul Löhndorf: Wir, die Proviant Fruchtmanufaktur, sind eine kleine Manufaktur, die im Jahr 2009 begonnen hat, Frucht-Smoothies herzustellen. Jan, Tom und ich haben damals Proviant gegründet, als sich unser Vorhaben – ein Café aufzumachen – in Luft auflöste. Inzwischen stellen wir jeden Tag ganz viele Smoothies her, nach demselben Prinzip wie am Anfang: „Ganz von Hand, noch wie bei Mutti“, so wie es auch auf den Flaschen steht. Und seit kurzem und ganz neu gibt es unsere besonderen Limonaden und Schorlen „Typ hausgemacht“. Dazu aber gleich mehr …

Ihr Sortiment geht ja weit über die Bio-Smoothies hinaus. Welche Getränke werden bei Proviant hergestellt?
Paul Löhndorf: Wir haben 2 Produktreihen: Einmal unsere „Proviant – handgemachte Smoothies (Bio)“ und ganz neu unsere „Proviant – naturtrübe Limo & Schorle (Bio)“:

Bei den Smoothies stellen wir ganze acht verschiedene Sorten her. Da gibt es vier „Klassiker-Sorten“, das sind unsere „Pure Frucht Smoothies“, wie zum Beispiel „Himbeere-Brombeere“ oder „Mango-Maracuja“. Und dann gibt es noch vier ausgefallene Sorten, unsere „Super Frucht Smoothies“. Die sind so besonders, weil jede Sorte ganz spezielle Zutaten enthält, die wiederum für einen bestimmten natürlichen Nutzen stehen. So wie unser „Kraftpaket“ mit Zitrone, Ingwer und der peruanischen Macawurzel (eine Ginsengpflanze aus den Hochanden). Das ist ein richtiger Detox-Smoothie für stressige Tage, die aufkommende Erkältung oder wahlweise als Katerfrühstück.

Bei unseren Limos und Schorlen „Typ hausgemacht“ ist das Sortiment überschaubarer. Es gibt drei Sorten: Rhabarber, Zitrone und Apfel. Das Besondere an diesen Kreationen kann man schon aus unserer Beschreibung „Limo nach Oma’s Rezept“ erahnen. Die Rezeptur und Herstellung ist nämlich so einfach wie selbst gemacht: frisch gepresster Saft, ein Hauch Rohrzucker und Quellwasser. Sonst nichts. Keine Aromen nötig, keine Zitronensäure, keine Extrakte, keine Konzentrate oder was häufig noch so alles in den typisch industriell gefertigten Erfrischungsgetränken drin ist.

Aber im Gegensatz zu den Smoothies können wir diese Getränke nicht komplett alleine herstellen. Weil unsere Manufaktur zu klein ist (und uns das nötige Kleingeld fehlt), haben wir für die schwierige Aufgabe, die Limo in die Flasche zu bekommen, einen passenden Familienbetrieb gefunden.

Der Begriff „Fruchtmanufaktur“ klingt sehr besonders. Was ist denn das Besondere bei Ihren Produkten?
Paul Löhndorf: Im Prinzip ist es ganz einfach. Wir stellen unsere Produkte selbst her und wir erzählen auf jedem Produkt auch etwas dazu. Gerade in der heutigen Zeit glaube ich, dass es viele Menschen sehr begrüßen, wenn Sie wissen, wo das, was sie essen oder trinken, her kommt. Das, so finde ich persönlich, gibt es heute noch leider viel zu wenig.

Bio steht drauf – ist auch Bio drin? Woher kommen die Zutaten für Ihre Produkte?
Paul Löhndorf: Aus meiner jungen Erfahrung heraus denke ich, dass der Kontrollmechanismus in Deutschland gut funktioniert. Es ist meiner Meinung nach aber auch so, dass jeder Betrieb und Einkäufer selbst seine Einkaufsquellen prüfen und kritisch begutachten muss. In unserem Fall ist es ja sogar so, dass wir beim Einkauf der Rohstoffe auf Partnerbetriebe, die über eigene Anbauprojekte verfügen, setzen. An einem Beispiel heißt das konkret, dass unsere Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Kiwi und Limette) aus Italien kommen und dort von unserem Partnerbetrieb selbst im eigenen Projekt kultiviert werden. Dabei handelt es sich um eine inhabergeführte Firma aus Hamburg, die schon viele Jahre im Bio-Bereich arbeitet. Das schafft auf der einen Seite Vertrauen, auf der anderen Seite wird dort aber auch der eigene Anbau streng kontrolliert.

Inzwischen haben wir einen zweiten Partnerbetrieb und nur noch ein kleiner Teil der Rohstoffe kommt von unserem regionalen Bio-Großhändler. Das hängt hauptsächlich mit den Mengen zusammen, die immer weiter wachsen. Bei Ingwer macht es ökologisch und ökonomisch noch keinen Sinn, da kommt jede Woche der Bio-Großhändler und bringt uns ca. 100 kg Ingwer, den wir dann anschließend durch den Entsafter jagen.

Proviant bietet auch die individuelle Etikettierung für die Produkte an. Was kann man da erwarten?
Paul Löhndorf: Da wir selbst herstellen und eine kleine Manufaktur sind, sind wir auch flexibel. Das bedeutet, dass Sie bei uns schon 200 Flaschen mit individuellem Etikett erhalten können. Und zwar verteilt auf mehrere Sorten, wahlweise in der 150-ml- oder der 250-ml-Flasche. Wenn Sie sich heute dazu entscheiden, dann steht schon nach 14 Tagen der fertige Smoothie mit Ihrem Design vor Ihnen.

Über welche Distributionswege vermarkten Sie Ihre Produkte?
Paul Löhndorf: Es klingt komisch, aber wir vermarkten unsere Produkte kaum, meistens sind es Anfragen, die bei uns reinkommen. Angefangen hat alles mit Bio-Märkten. Aber durch die ganz neuen Limonaden und Schorlen „Typ hausgemacht“ kommen jetzt auch immer mehr Gastronomiebetriebe dazu. Ich denke, das sind die beiden Hauptbereiche.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung? Was macht Proviant im  Social-Media-Bereich?
Paul Löhndorf: Da könnten wir wirklich ein ganzes Stück aktiver sein. Gerade im Social-Media-Bereich hätten wir noch viel mehr Geschichten zu erzählen. Denn es vergeht kaum ein Tag ohne ein neues Abenteuer. Sei es der erste LKW mit Flaschen, der auf den Hof fährt, die erste eingefrorene Palette Limo oder ein Entsafter, der in Rauch aufgeht. Es gibt definitiv viel mehr zu berichten, als wir es tun.

Auf Ihrer Facebook-Seite steht „Traue keinem Smoothie, den Du nicht selbst gemixt hast“. Wird in Zukunft auch weiter gemixt? Gibt es dann womöglich noch neue Produkte?
Paul Löhndorf: Ja klar. Wir haben ja nicht vor, unseren Produktionsbetrieb einzustellen, sondern wollen diesen weiter aufbauen. Man mag es kaum glauben, aber wir haben erst seit sechs Monaten einen elektrischen Hubwagen, davor ging das alles „von Hand“. Und so soll es auch in der Zukunft weiter gehen, Stückchen für Stückchen.

Was neue Produkte betrifft werden wir bestimmt weiter rumtüfteln, so wie bisher. Aber nicht für eine neue Produktkategorie, denn Smoothies und Limo sind für’s Erste genug Arbeit. Als nächstes steht jetzt erstmal ein leckerer Sommer-Smoothie auf dem Programm!

Proviant | proviant-smoothies.de | facebook.com/ProviantFruchtmanufaktur

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Paul Löhndorf für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Proviant Berlin weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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