Interview: Bayerisch Nizza Clubbier – Das Bier für Szene und Lifestyle

Bayerisch, obergärig und dreifach kaltgehopft – das ist das Bayerisch Nizza Clubbier (bayerisch-nizza.com). Mit diesem Produkt hat die Hans Müller Sommelierbier GmbH (sommelierbier.de) ein Szene- und Lifestyle-Getränk auf den Markt gebracht, das die bayerische Braukunst mit dem Flair der Côte d’Azur verbindet, was sich in dem riesigen Mix aus verschiedenen Aromen widerspiegelt. Daneben wird das Bayerisch Nizza Clubbier kaltgehopft – ein besonderer Prozess, den Geschäftsführer Christian Hans Müller während seiner Ausbildung zum Dipl. Biersommerlier in den USA erlernt hat.

about-drinks sprach mit Christian Hans Müller, Geschäftsführender Gesellschafter der Hans Müller Sommelierbier GmbH, über seine Ausbildung in den USA, das Bier sowie dessen Namen.

Herr Müller, um was für eine Art Bier handelt es sich beim Bayerisch Nizza Clubbier?
Christian Hans Müller: Es handelt sich hier um einen bei uns in Bayern traditionell beliebten Braustil auf Weizenmalzbasis, der obergärig fermentiert wird. Was das Bier allerdings so besonders macht, ist, dass das Bayerisch Nizza Clubbier kaltgehopft wird.

Und was genau hat es mit dem Kalthopfen („Dry-Hopping“) auf sich?
Christian Hans Müller: Für das Bayerisch Nizza Clubbier ist es der elementare Prozess nach Abschluss des eigentlichen Brauvorgangs. Erst im Lagertank erfolgt eine späte Hopfengabe mit der vierfachen Menge an Hopfen – hierbei ausschließlich Aromahopfen. Das bedeutet, dass in diesem Stadium kaum noch die für ein herkömmliches Bier typischen Bitterstoffe übergehen, dafür jedoch ein unglaubliches Maß an schönen, fruchtigen und würzigen Aromanoten.

Hört sich spannend an. Welche Aromen kommen denn hier auf die Zunge?
Christian Hans Müller: Sensorisch nimmt man sehr vielfältige Fruchtnoten wahr. Dominiert von Zitrusfrüchten wie Grapefruit und Limette, hinter denen sich Mango- und Maracujatöne verstecken. Parallel kann man deutliche Gewürznoten, erinnernd an Thymian und Oregano sowie harzige Eindrücke von Pinie und Akazie erkennen. Das alles eingebettet in der für Bier so typischen Frische.

„Bayerisch Nizza“ – ein außergewöhnlicher Name, wie kam er zustande?
Christian Hans Müller: Zunächst ist Bayerisch Nizza der Kosename für unsere schöne Heimatstadt Aschaffenburg – ein Ausspruch, den seinerzeit angeblich König Ludwig I. anerkennend für unser schönes Klima geprägt haben soll. Doch das wissen bisher leider meist nur die Leute in und um Aschaffenburg. Für alle anderen wurde das Bier quasi um seinen Namen herum gebraut. Wie schon erwähnt: der typisch bayerische Braustil, der für den ersten Teil der Namensgebung steht, zu dem mittels des Dry-Hoppings die für die Côte d’Azur so typischen Aromen hinzukommen, aus denen sich „Nizza“ erklärt.

An welche Zielgruppe richten Sie sich mit dem Produkt? Ausschließlich an Clubbesucher, so wie der Name „Clubbier“ es vermuten lässt?
Christian Hans Müller: Nicht ausschließlich, wobei hier ein Kern der Zielgruppe anzutreffen ist. Doch auch in der Speisegastronomie und in Bars eignet es sich hervorragend für ein neuartiges Genusserlebnis. Ebenso soll der Genuss zuhause nicht zu kurz kommen, weshalb der Fachhandel eine genauso wichtige Rolle spielt. Und hierbei haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich die Zielgruppe weder auf das Alter bezogen noch in Männlein oder Weiblein unterscheiden lässt. Alle greifen fleißig zu und genießen. So stelle ich mir Bierkultur vor.

Über welche Distributionswege wird das Bier vermarktet?
Christian Hans Müller: Mehrstufig. Die Erstakquise wird komplett aus eigener Kraft unternommen. Unsere bisherigen Partner werden natürlich mit ins Boot geholt. Somit zählen wir inzwischen Großhändler, Fachhändler und Gastronomen zu unseren Kunden. Private Konsumenten bedienen sich u. a. hier bei „Bierzwerg“.

Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie bei der Vermarktung des Produkts? Was machen Sie im Bereich Social Media?
Christian Hans Müller: Social Media ist uns sehr wichtig, daher gibt es die aktuellsten News zu Bayerisch Nizza auch ständig auf der Bayerisch-Nizza-Fanpage. Demnächst gehen wir mit dem Produkt sogar auf Tournee und werden in sieben großen, zunächst bayerischen Städten mit einem bekannten DJ Partys in lokal angesagten Clubs veranstalten, die auch wiederum über Facebook promotet werden. Und zwar von uns, vom DJ und dem Veranstalter. Das wird ein Spaß.

Ihr Unternehmen, die Hans Müller Sommelierbier GmbH, wurde im vergangenen Jahr gegründet – haben Sie denn bereits andere Produkte in Ihrem Portfolio?
Christian Hans Müller: Ja, da wir in Nischen denken, haben wir den Einstieg über die gehobene Gastronomie mit einem holzfassgereiften Gourmetbier gewählt, was wir als Jahrgangssymphonien abgefüllt sehr aufwändig herstellen, das „Müller Dreistern Sommelierbier“. Es ist ein Bier, das die gehobene Gastronomie genau dafür öffnen soll und eine spezielle Alternative zum zelebrierten Weingenuss bietet. Das ist uns aus dem Stegreif gelungen.

Sie selbst sind Dipl. Biersommelier, haben sich in Chicago ausbilden lassen. Erzählen Sie unseren Lesern davon: Wie kam es dazu und was hat die Ausbildung dort so besonders gemacht?
Christian Hans Müller: Unser erstes Bier deklarieren wir als Sommelierbier. Somit war sehr früh klar, dass der, der Sommelierbier verkauft, Biersommelier sein muss. Und als Freund amerikanischer Bierstile habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, diese Bildungsmaßnahme direkt im Mekka der Extreme – in Amerika – zu genießen. Es war fantastisch. Alleine schon, mit welcher Lockerheit das Thema Bier dort gehandhabt wird. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Daher habe ich auch noch genügend Ideen im Gepäck, mit denen der deutsche Markt sicherlich zur rechten Zeit ebenfalls bereichert werden kann.

Welche Dinge konnten Sie vom amerikanischen Biermarkt auf den deutschen Markt übertragen?
Christian Hans Müller: Bisher beschränkt sich das Ganze auf Prozesse, die den gemeinen deutschen Konsumenten nicht überfordern. Also „Dry-Hopping“ und „Barrel-Aging“, sprich der Ausbau im Holzfass. Doch auch auf dem Hefe-Sektor oder im Verpackungsbereich gibt es noch Dinge, die über kurz oder lang den Einzug in Deutschland finden müssen.

Von Craft Beer hört man momentan fast überall – ist es der neue Trend im deutschen Biermarkt?
Christian Hans Müller: Ja. Und das wird auch noch eine Zeit so bleiben. Je mehr kreative Köpfe mitmischen, umso größer und umso interessanter wird diese Bewegung werden. Inzwischen sind die Medien auch verstärkt darauf aufmerksam geworden, was für viel Interesse bei der Bevölkerung sorgt. Es kommen regelmäßig neue Firmen dazu, manche Ideen bleiben aufgrund von fehlendem Kapital leider auf der Strecke. Aber auch hier kann sich vieles verändern. Ein interessanter Markt tut sich auf – auch für Investoren.

Ihr Unternehmen ist noch jung – wie geht es weiter? Was sind die nächsten Ziele, die Sie verfolgen?
Christian Hans Müller: Sicherlich ist das Hauptziel, eine etablierte Größe im Craft-Bier-Markt zu werden und zu bleiben. Dafür wird viel getan und die Akzeptanz im Markt und auch beim Wettbewerb macht stolz und zeigt, dass es ein spannendes Feld ist, auf dem man noch so viel machen kann. Als nächstes werden weitere Ideen umgesetzt. Ich erarbeite gerade Cross-Market-Strategien, die für viel Freude sorgen können. Es gibt so viel, was vor uns liegt. Brauen wir es einfach!

bayerisch-nizza.com | facebook.com/clubbier
sommelierbier.de | facebook.com/Sommelierbier

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Bayerisch Nizza Clubbier weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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