Henner Rinsche: Weniger Flaschen, mehr Umweltschutz mit SodaStream

Das erklärte Ziel von SodaStream ist eine Welt mit weniger PET-Flaschen und mehr Umweltschutz. Bereits in 45 Ländern weltweit und in mehr als 7 Millionen Haushalten nutzen die Menschen die Produkte des Weltmarktführers in der Herstellung und Vermarktung von Wassersprudlern. Mit großen Kampagnen macht das Unternehmen immer wieder auf die negativen Effekte für die Umwelt aufmerksam, die durch die Verwendung von PET entstehen. Mit Erfolg: Als erste Stadt hat Stadt San Francisco diese nämlich vor kurzem in bestimmten Größen verboten und so ein Signal für eine Welt ohne PET-Flaschen gesetzt.

Henner Rinsche, SodaStreams Regional General Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz stand about-drinks Rede und Antwort. Er sprach über die Marke SodaStream, die Markenbotschafterin Scarlett Johansson, verbotene Werbespots sowie eine Welt ohne PET-Flaschen.

Herr Rinsche, zuerst zu Ihrer Person: Wie sah Ihr Weg in die Getränkebranche aus? Was ist für Sie das Besondere an dieser Branche?
Henner Rinsche: Ich habe mich schon immer für die Konsumgüterindustrie interessiert, da ich es einfach spannend finde, für ein Unternehmen zu arbeiten, das Produkte herstellt, die man auch im Supermarkt finden kann. Erste Erfahrungen in der Getränkebranche habe ich bei PepsiCo gesammelt. Dass ich jetzt wieder in diesem Bereich arbeite, freut mich. An SodaStream begeistert mich der ökologische Aspekt. Für das Ziel, eine Welt ohne PET-Flaschen, arbeiten ich und alle Mitarbeiter sehr gerne.

Den meisten wird SodaStream wohl ein Begriff sein. Für alle anderen: Was genau ist SodaStream?
Henner Rinsche: SodaStream ist Weltmarktführer in der Herstellung und Vermarktung von Wassersprudlern für zuhause und vertreibt seine Produkte derzeit in 45 Ländern weltweit. Mit einem Trinkwassersprudler sprudeln Sie Ihr Wasser einfach und bequem zuhause, ohne lästiges Kistenschleppen. Und zwar so individuell, wie sie möchten. Leicht gesprudelt, medium oder klassisch gesprudelt, das können Sie jederzeit selbst entscheiden. Dass wir mit den Wassersprudlern voll im Trend liegen, beweisen unsere positiven Wachstumsraten. So stieg der Umsatz mit Wassersprudlern laut IRI-Handelspanel in den ersten beiden Monaten 2014 im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland um +123%.

Wie groß ist das Portfolio, das SodaStream anbietet?
Henner Rinsche: Unsere beiden wichtigsten Modelle sind die Wassersprudler Crystal und Cool. Crystal wurde erst kürzlich mit dem renommierten iF Product Design Award ausgezeichnet und auf der Ambiente zur Kücheninnovation des Jahres gewählt. Mit ihm kann man sein Wasser direkt in eleganten, spülmaschinenfesten Glaskaraffen sprudeln. Cool ist mit seinen langlebigen Kunststoffflaschen unser bestes Pferd im Stall. Er wurde schon vielfach ausgezeichnet, zuletzt von Ökotest mit „Sehr Gut“. Neben den Trinkwassersprudlern bietet SodaStream über 30 verschiedene Sirups an. Damit kann man Klassische Softdrinks wie Cola oder Orangenlimonade oder auch Fruchtschorlen oder Energydrinks einfach selbst machen. Viele davon übrigens auch komplett ohne Zucker. Das Mischen ist kinderleicht. Sie brauchen lediglich das Wasser zu sprudeln und geben danach den Sirup in die Flasche.

Was ist der Vorteil von SodaStream im Gegensatz zu anderen Erfrischungsgetränken?
Henner Rinsche: Mit einem Wassersprudler zuhause sparen Sie sich die Schlepperei der Getränke und Sie konsumieren Ihr lokales Wasser, von dem Sie wissen, wo es herkommt. Deutschland hat eine hervorragende Wasserqualität, die es mit jedem Mineralwasser aufnehmen kann. Mit einem Wassersprudler ist das Wasser immer frisch gesprudelt und jeder macht sich sein individuelles Wasser einfach selbst. Das große Sirupportfolio bietet für jeden Geschmack das Richtige und ermöglicht eine abwechslungsreiche Geschmacksvielfalt ohne viel Stauraum zu belegen. Im Supermarkt Flaschen zu kaufen, ist daher unnötig und Sie ersparen der Umwelt tausende Flaschen.

Also spielt der Umweltschutz eine große Rolle?
Henner Rinsche: Ja, der Umweltschutz ist uns sehr wichtig. Mit einem Wassersprudler können in einem Haushalt pro Jahr etwa 2.000 PET-Flaschen vermieden werden. Diese müssen nicht produziert, zum Supermarkt transportiert und am Ende wieder energieintensiv recycelt werden. Im Jahr 2012 hat das renommierte britische Institut „Carbon Trust“ in unserem Auftrag weltweit Mineralwasser aus dem Supermarkt mit selbst gesprudeltem Wasser verglichen. Das Ergebnis war, dass selbst gesprudeltes Wasser rund 80% weniger Treibhausgase verursacht hat, als das Wasser aus dem Supermarkt. Bei selbst gemachter SodaStream Cola sah das übrigens ähnlich aus. Hier war der gemessene CO2 Fußabdruck 70% geringer als bei gekaufter Cola.

Seit Anfang des Jahres ist Hollywood-Schönheit Scarlett Johansson die erste globale Markenbotschafterin von SodaStream. Wieso fiel die Wahl auf sie?
Henner Rinsche: Scarlett nutzt privat schon seit vielen Jahren SodaStream. Ihre unkomplizierte Art und gesunder Lebensstil passen perfekt zu uns. Als wir sie gefragt haben, ob sie für uns als Markenbotschafter agieren möchte, war sie direkt Feuer und Flamme. Sie sprudelt übrigens privat mit einem Crystal Premium Weiß.

Es wurde auch ein TV-Spot mit ihr gedreht, der beim Superbowl in den USA ausgestrahlt werden sollte. Der TV-Sender verbot den Spot aber. Warum?
Henner Rinsche: In dem Spot sagte Scarlett Johansson unverblümt: „Sorry, Coke and Pepsi.“ Das war den Sendern wohl zu heikel, auch wenn die Botschaft ja lediglich ist, dass SodaStream die modernere Art der Getränkeversorgung ist. Das ist eine relevante News für Verbraucher, die wir auch in Zukunft weiter verbreiten werden.

… leider ja nicht das erste Mal, dass ein SodaStream-Spot in den USA verboten wurde, oder?
Henner Rinsche: Ja, das ist richtig. Der Spot, in dem der Wettlauf zwischen Auslieferern der Getränkeriesen Coca-Cola und Pepsi kurz vor dem Ziel durch SodaStream effektvoll vereitelt wird, wurde damals ebenfalls abgelehnt. In dem Spot wurde darauf hingewiesen, dass 500 Millionen Flaschen und Dosen täglich in den USA hergestellt und weniger als 50% recycelt werden, was eine gigantische Belastung für unsere Umwelt bedeutet.

Ist die Welt Ihrer Meinung nach noch nicht bereit für so viel „Wahrheit“?
Henner Rinsche: Unsere Aufgabe ist es, die Konsumenten auf uns aufmerksam zu machen und ihnen die Vorteile eines Wassersprudlers näher zu bringen. Es gibt eine Alternative zu Erfrischungsgetränken aus dem Supermarkt und die lautet SodaStream und selbst sprudeln.

Ein wenig Wirkung haben die Kampagnen ja scheinbar gezeigt – Coca-Cola ist vor einigen Wochen ebenfalls in das Wassersprudler-Geschäft eingestiegen. Was halten Sie davon?
Henner Rinsche: Mich freut es, dass Coke die Vorteile von zuhause selbst gemachter Cola erkannt hat. Durch unsere lange Erfahrung am Markt und tollen Produkte, sehe ich dem Markteintritt gelassen entgegen.

Ist eine „Welt ohne PET“ Ihr ausgewiesenes Ziel? Was glauben Sie, wie realistisch dieses Ziel tatsächlich ist?
Henner Rinsche: Es wird auch weiterhin Fertiggetränke für bestimmte Anlässe geben, beispielsweise im Out-of-home-Bereich. Aber gerade bei dem Konsum zuhause kann man leicht komplett auf Getränke aus PET-Flaschen verzichten. Erst vor kurzem hat San Francisco als erste Stadt PET-Flaschen in bestimmten Größen verboten und damit ein Signal für eine Welt ohne PET-Flaschen gesetzt. SodaStream hilft, Müll erst gar nicht entstehen zu lassen.

Was steht in diesem Jahr noch alles auf dem Plan von SodaStream?
Henner Rinsche: Wir wollen an unserer erfolgreichen Wachstumsstrategie festhalten, die zu einer Verdreifachung des Umsatzes mit Wassersprudlern in den letzten drei Jahren geführt hat. Bis August werden wir fast durchgängig TV-Werbung schalten und dadurch den Werbedruck gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich steigern. Bei den Sirups setzen wir verstärkt auf Probierkäufe. Aktuelles Beispiel ist unser Fußball-Party-Pack, bei dem Verbraucher zwölf verschiedene Sirups probieren können. Und wir werden dieses Jahr noch unsere Linie „ohne Zucker“ um drei neue Sorten ausbauen, so dass Sie die Sorten „Rote Beere“, „Kirsche“ und „Waldmeister“ ganz ohne Kalorien genießen können.

SodaStream | sodastream.de | facebook.com/SodaStreamDeutschland

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns für das offene und sehr interessante Interview und wünschen SodaStream sowie Henner Rinsche weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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