DBB Einweg Pfand Kennzeichnung

Industrie und Handel stellen erweiterte Kennzeichnung von bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen vor

Getränke-Industrie und Handel haben heute in Berlin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eine Initiative zur freiwilligen zusätzlichen Kennzeichnung von gesetzlich bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen vorgestellt. Über 40 namhafte Unternehmen der beteiligten Branchen haben sich bereits zum Start der Empfehlung der Wirtschaftsverbände angeschlossen und werden die erweiterte Kennzeichnung bei ihren Verpackungen schrittweise umsetzen. Damit wird zukünftig bei einer großen Zahl von Getränkeverpackungen eine einheitliche, erweiterte Verbraucherinformation sichergestellt.

„Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich, denn sie schafft mehr Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte Bundesumweltministerin Hendricks bei der Übergabe der Selbstverpflichtung in Berlin. „Ich bin den Verbänden dankbar, dass sie die Initiative ergriffen haben. Das ist eine gute Public-Private-Partnership, die uns wirklich voranbringt.“ Hendricks erinnerte daran, dass die Bundesregierung ihre eigenen Pläne zu einer verbesserten Kennzeichnung bislang wegen Bedenken der Bundesländer aber auch europarechtlicher Hürden nicht habe verwirklichen können. Auf diesem Feld gebe es „zurzeit keine Bewegung“, stellte Hendricks fest. „Umso wichtiger ist es, dass Sie jetzt diese Initiative ergriffen haben auf Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung.“ Die Ministerin begrüßte die hohe Marktabdeckung bereits zum Start der Initiative und ermunterte Unternehmen und Verbände, die sich der Initiative bisher nicht angeschlossen haben, sich zu beteiligen.

Stellvertretend für die sechs tragenden Verbände aus Getränke-Industrie und Handel stellte Patrick Kammerer, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V., die Initiative vor. Ziel der Initiative sei „noch mehr Transparenz und Klarheit für Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf von bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen“. Kammerer unterstrich: „Bereits zum Start unterstützen über 40 namhafte und marktbedeutende Unternehmen aus Handel und Industrie unseren Ansatz. Diese stehen – bezogen auf das Volumen an gesetzlich bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen – für 84 Prozent des Marktes.“ Flächendeckend umgesetzt werde die Initiative bis Ende 2017, wobei schon jetzt die teilnehmenden Unternehmen ihre Etikettierungen sukzessive umstellen. Wie zuvor Ministerin Hendricks lud auch der Sprecher der Initiative weitere Akteure ein, sich zu beteiligen: „Unsere Initiative steht allen Unternehmen offen.“

Die Teilnahme an der Verbände-Initiative ist freiwillig und steht allen Unternehmen offen, sofern eine entsprechende förmliche Erklärung gegenüber einem der Trägerverbände abgegeben wird. Getragen wird die Initiative von der Arbeitsgemeinschaft konsumenten- und ökologieorientierter Getränkeverpackungen e.V. (AKÖG), dem Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ), der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE), dem Deutschen Brauer-Bund e.V. (DBB), dem Handelsverband Deutschland e.V. (HDE) und der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg).

Im Rahmen der Verbände-Initiative werden die beteiligten Unternehmen die drei zusätzlichen Informationen „Einweg“, „Pfand“ sowie die Angabe der Pfandhöhe (0,25 €) auf Etiketten von gesetzlich bepfandeten Flaschen und Dosen anbringen. Schon heute kennzeichnet das DPG-Logo – das Pfandlogo der Deutschen Pfandsystem-Gesellschaft (DPG) – in Deutschland rechtskonform vertriebene pfandpflichtige Einweg-Getränkeverpackungen. Die Initiative wird die Transparenz für Konsumenten durch die zusätzlichen Angaben im Umfeld des DPG-Logos erhöhen.

Quelle: Deutscher Brauer-Bund e.V. | brauer-bund.de | reinheitsgebot.de
Bildquelle: DBB/CHLietzmann

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