Entwarnung durch Forscher: Arsen-Rückstände im Bier sind ungefährlich

Bereits im Juli 2009 berichtete das „ÖKO-TEST Magazin“ von einer Untersuchung, in dem 27 regionale Biermarken aus ganz Deutschland im Labor getestet wurden. Neben dem Urteil, dass alle Biere empfehlenswert sind, wurde aber auch bekannt, dass über das Brauwasser geringe Mengen des giftigen Schwermetalls Arsen ins Bier gelangen könnten, die jedoch ungefährlich seien. Dennoch versetzte dieser Befund Konsumenten wie auch Brauereien in Alarm. In den vergangenen drei Jahre haben sich Münchener Forscher noch einmal eine Untersuchung durchgeführt – mit einem positiven Ergebnis.

Das Ergebnis der Untersuchung, in der 150 Biersorten begutachtet wurden, wurde nun veröffentlicht. Die Biere enthielten zwar immer noch bis zu 24 Mikrogramm Arsen pro Liter und lägen damit weit über den für Trinkwasser als Grenze geltenden 10 Mikrogramm, jedoch sei auch dieser Wert als unbedenklich einzustufen – schließlich sei Bier auch nicht mit Trinkwasser zu vergleichen, so Mehmet Coelhan von der TU München in einem Bericht auf dem Portal „wissenschaft.de“. Und weiter noch: Seit dem Untersuchungsbeginn vor drei Jahren seien die Werte sogar stetig gesunken. Darüber hinaus hieß es, dass eine Vergiftung druch Alkohol viel größer sei als eine Vergiftung durch Schwermetall-Rückstände.

2009 ging man noch davon aus, dass das Schwermetall durch die Rohstoffe in das Bier gelang – dies wurde jetzt jedoch widerlegt. Ursache für den hohen Arsen-Gehalt sind demnach nicht die Rohstoffe des Bieres, sondern das Material eines Filters aus Kieselgur, welches beim Brauprozess zum Einsatz kommt. Da nun die Quelle der Verunreinigung aber bekannt ist, könnten sich die Brauereien damit beschäftigen, diese zu beseitigen, so Coelhan abschließend. Alle Konsumenten können also auch in Zukunft zum Bier greifen, ohne sich Sorgen um Giftstoffe machen zu müssen.

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