Vins de Bordeaux Weißwein

Bezahlbarer Genuss für jede Gelegenheit: Trockene Weißweine aus Bordeaux

Trockene Weißweine werden auch in Bordeaux immer beliebter. Hier, im größten zusammenhängenden Weinanbaugebiet der Welt, werden neben den allseits bekannten Rotweinen auch hevorragende und vor allem preiswerte Weißweine produziert.

Egal ob lebendig & fruchtig, strukturiert & elegant oder spritzig – Bordeaux hat für jeden Weißweinliebhaber und für die, die es werden wollen, etwas zu bieten. Die Anbaufläche für weiße Rebsorten ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Mittlerweile werden auf zwölf Prozent der Rebfläche Weißweinsorten angebaut.

Die trockenen Weißweine in Bordeaux lassen sich in zwei Weinstile unterteilen
Die fruchtig, lebendigen Weißweine, die häufig im Edelstahl ausgebaut werden, stammen vor allem aus den AOPs (Appellation d’Origine Protégée) Bordeaux Blanc, Entre-Deux-Mers und Côtes de Bordeaux und versprühen Aromen von Zitrone, Pfirsich und Akazie. Sie werden jung und kühl bei 7-11 Grad genossen, sind lebendige Aperitif-Weine und passen prima zu Fisch, Geflügel und Salaten. Auch eignen sie sich ideal zum Grillen oder als Terrassenwein für einen Sommerabend mit guten Freunden.

Als gehaltvoller Gegenpart hierzu bereichern die strukturierten und eleganten Weißen beispielsweise die asiatische Küche, Gemüse, Grillfisch, helles Fleisch und Ziegenkäse. Sie sind vor allem in den Anbauregionen Graves und Pessac-Léognan zu Hause und bestechen durch ihre starke aromatische Persönlichkeit. Aromen von Grapefruit, Pfirsich aber auch Haselnuss und Ginster umschreiben ihren Charakter am treffendsten. Das Spannende: Diese Weißweine haben Lagerpotential. Sie können jung getrunken werden, entfalten ihre Gesamtheit allerdings erst in 2-10 Jahren. Wie die lebendigen und fruchtigen, lieben es auch diese Weißweine kühl und sollten daher bei Temperaturen von 9 bis 12 Grad serviert werden.

Speisen kombiniert mit Weißweinen aus Bordeaux: hier geht es zu den Rezepten.

Die Apellationen im Überblick

  • Bordeaux
  • Bordeaux Haut Benauge
  • Francs Côtes de Bordeaux
  • Entre-deux-Mers
  • Entre-deux-Mers Haut Benauge
  • Graves
  • Côtes de Blaye
  • Côtes de Bourg
  • Graves de Vayres
  • Sainte-Foy Côtes de Bordeaux
  • Côtes de Bordeaux St. Macaire
  • Pessac-Léogna
  • Blaye Côtes de Bordeaux

Farbenfrohes Bordeaux –100 Weine zum Entdecken
Viele Konsumenten denken, Bordeaux sei immer rot und teuer. Dass dem nicht so ist, beweist auch in diesem Jahr die Wein-Selektion „100 Bordeaux zum Entdecken“, in der Weine in einem Preissegment zwischen 5 und 29 Euro präsentiert werden. Die Weine wurden von einer kompetenten neuen Jury aus Handel, Presse, Gastro-, Blogger- und Sommelier-Szene ausgewählt und sind alle in Deutschland erhältlich.

Radka Pölking, Sommelière und Mitglied der Jury: „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Weißweine. Jeder Wein ist geprägt durch seine Frische, die ansprechende Fruchtigkeit und die sehr moderaten Alkoholgehälter. Die Weißweine stammen zum größten Teil aus dem Anbaugebiet Entre deux Mers, hier sind ausschließlich trockene Weißweine mit weniger als 4 Gramm Restzucker/Liter zugelassen. Es gibt immer mehr Weinliebhaber, die gerne sehr trockene Weine trinken.“ Radka Pölking sieht die Entwicklung der trockenen Weißweine aus Bordeaux durchweg positiv: „Es sind nur wenige, wirklich trockene Weine mit wenig Alkohol auf dem Markt und in Bordeaux legt man seit jeher viel Wert auf die Qualität. Besser geht es nicht.“

Hier finden Sie sämtliche Weine der Bordeaux Selektion 2018.

Bordeaux in Zahlen
111.000 Hektar Rebfläche umfassen die insgesamt 65 AOCs (Appellation d’Origine Contrôlée) in Bordeaux. Das sind 1,7 Prozent der weltweiten Rebfläche. 2017 umfasste die Erntemenge rund 5,1 Millionen Hektoliter, das entspricht 675 Millionen Flaschen Wein. 12 Prozent der gesamten Rebfläche sind mit weißen Rebsorten bepflanzt: Mit 47 Prozent der weißen Rebfäche liegt Sémillon an der Spitze, 45 Prozent sind mit Sauvignon Blanc Reben bestockt und auf 6 Prozent wird Muscadelle angebaut. Andere Rebsorten wie Colombard, Merlot Blanc, Chenin, Mauzac oder Ugni Blanc spielen nur eine untergeordnete Rolle. 9 Prozent der Erntemenge 2017 entfielen auf weiße Rebsorten, insgesamt wurden 294.000 Hektoliter Weißwein produziert, das sind knapp 40 Millionen Flaschen.

Bordeaux – die wichtigsten weißen Rebsorten
6.500 Hektar der Bordelaiser Anbaufläche sind mit Sémillon bepflanzt. Die Lehm-, Kiesel- und Kalkböden der Anbaugebiete Graves, Pessac-Léognan oder auch der Côtes de Bordeaux (auf der rechten Uferseite der Garonne) mag der Sémillon am liebsten. Die Aromen junger Sémillon-Weine sind eher subtil und diskret mit Mandel-, Haselnuss-, Pfirsich-, Bienenwachs- oder Akazienblütennoten. Er zeigt sein hervorragendes Lagerpotenzial insbesondere in den Cuvées großer trockener Weißweine, die im Barrique ausgebaut wurden. Dort entwickelt er seine ganze Kraft und zeigt eine angenehm weiche, vollmundige und runde Struktur am Gaumen.

Sauvignon Blanc, eine der am weitesten verbreiteten Rebsorten, stammt vermutlich aus Bordeaux. Der Name hat seinen Ursprung in den französischen Worten ‚sauvage‘ (wild) und ‚blanc‘ (weiß). Seit sie vor über 300 Jahren erstmals erwähnt wurde, hat sie den Charakter der Weißweine Bordeaux‘ geprägt. In Bordeaux entwickelt Sauvignon Blanc in den verschiedenen Appelationen besonders vielseitige Aromen: Sie reichen von Minze, Grapefruit, Pfirsich bis hin zu Tomatenblättern und grüner Paprika.

Muscadelle ist aufgrund ihrer hohen Ansprüche an den Weinbau sowie ihrer unregelmäßigen Ergebnisse eine wenig gepflanzte Rebsorte. Häufig wird sie für die Produktion von Cuvées genutzt. In Bordeaux wird Muscadelle vorwiegend in den Apellationen Êntre-Deux-Mers oder der Côtes de Bordeaux angebaut. Die Muscadelle zeigt blumige Aromen und solche, die an Muskatnuss erinnern, sowie Orangenschalen- und Moschusnoten. Im Verschnitt mit den anderen Rebsorten rundet sie den Sauvignon Blanc ab.

Quelle/Bildquelle: Vins de Bordeaux | bordeaux.com