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Belsazar: Die beiden Co-Gründer im Interview über die Übernahme durch Diageo

2013 wurde die Wermut-Marke Belsazar von Maximilian Wagner und Sebastian Brack gegründet. Obwohl die gesamte Kategorie in Deutschland zwar im Aufwind ist, aber noch immer am Anfang steht, hat sich der Premium-Aperitif in der Barwelt bereits zum Teil etabliert. Mit der Übernahme der Belsazar GmbH durch Diageo soll dieser Weg nun weiter gegangen werden. Die Zusammenarbeit mit dem weltweit größten Spirituosenkonzern ist dabei für viele keine echte Überraschung – bereits kurz nach der Gründung von Belsazar stand man durch die Teilnahme am Distill Ventures Programm in stetem Kontakt zu Diageo.

about-drinks sprach mit Maximilian Wagner und Sebastian Brack, den beiden Co-Gründern der Belsazar GmbH, über die Übernahme durch Diageo und die Veränderungen dadurch.

Am 15. März wurde die Übernahme von Belsazar durch Diageo bekannt gegeben. Wie kam es dazu?
Maximilian Wagner: Wir standen schon kurz nach der Gründung von Belsazar durch unsere Teilnahme am Distill Ventures Programm in stetem Kontakt zu Diageo. Daher war für viele in der Branche das Thema schon bekannt. Im vergangenen Jahr kam es dann zu ersten Gesprächen über das Potenzial für die Entwicklung der Marke mittels einer Integration. Für Diageo ist Belsazar von Anfang an eine interessante Marke gewesen, da sie damit ihr Aperitif-Portfolio stärken können. Und für uns waren natürlich die globalen Vertriebsstrukturen von Diageo super spannend, da wir darüber eine Expansion der Marke in Europa wesentlich vorantreiben können.

Von daher reden wir auch gar nicht so sehr von einer Übernahme, sondern eher von einer Zusammenarbeit bzw. Kooperation und freuen uns auf die neuen Herausforderungen. Aktuell sind wir in acht Märkten erhältlich. Von der Zusammenarbeit mit Diageo versprechen wir uns, die nächste Stufe zu erklimmen und die Marke noch präsenter im europäischen Raum zu machen.

Was ändert sich dadurch für Sie?
Sebastian Brack: Im Prinzip nichts. Max und ich bleiben weiter hin aktiv und steuern die Marke von Deutschland wie gewohnt weiter. Der deutlichste Unterschied ist wohl der, dass wir jetzt ein noch größeres Team haben, mit dem wir arbeiten – insbesondere im Ausland. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Nur weil wir jetzt einen großen Vertrieb im Rücken haben, heißt das ja nicht, das wir uns nun ausruhen und Däumchen drehen. Wir werden weiterhin persönlich in den Märkten aktiv sein und den persönlichen Kontakt zur Gastronomie, Handel und Konsument suchen. Das war schon immer so und das behalten wir auch so bei.

Was bedeutet die Integration für die Produkt-Qualität und die Produktion von Belsazar? Bleibt der Produktionsstandort in Staufen erhalten?
Maximilian Wagner: Produktion, Qualität, Herkunft und alles, was damit zu tun hat, folgen weiterhin dem gewohnt hohen Anspruch, dem wir uns von Anfang an verschrieben haben. Die Integration der Marke in das Portfolio von Diageo wird nicht bedeuten, dass man ihren Kern schlichtweg herausreißt und alles über den Haufen wirft, was sorgsam und mit Bedacht aufgebaut wurde. Wir produzieren weiterhin in Staufen und ich freue mich, mit unseren bisherigen Partnern das nächste Kapitel anzugehen.

Welche Rolle spielt Belsazar im deutschen Markt?
Maximilian Wagner: Als unser Heimatmarkt ist Deutschland natürlich sehr wichtig für uns. Vor vier Jahren hat man uns für verrückt erklärt, einen Wermut auf den Markt zu bringen. Heute ist die Kategorie in Deutschland im Aufwind, aber steht noch am Anfang. In der Barwelt mögen wir z.T. bereits etabliert und wohl bekannt sein. Ich bezweifele jedoch, dass das Gros der Endverbraucher uns kennt bzw. im Supermarkt-Regal sofort erkennen würde. Auch wenn wir daher gerade einen großen Sprung gemacht haben: Wir stehen noch am Anfang und müssen auch hierzulande noch weiter Aufbauarbeit betreiben.

Wie sind Ihre weiteren Pläne für Belsazar? Was können wir 2018 erwarten?
Sebastian Brack: Unsere beiden bislang stärksten Märkte sind Deutschland und Großbritannien. Daneben gilt es nun, Länder wie Dänemark, Schweden und Niederlande anzugehen. Hier haben wir in der Vergangenheit schon erste Kontakte zu Vertriebsmitarbeitern geknüpft, die es nun zu vertiefen gilt.

Vom Portfolio her bleiben natürlich die vier Kernprodukte Rosé, White, Red und Dry bestehen. Daneben planen wir aber aktuell noch zwei weitere Qualitäten. Das ist zum ersten eine zweite Riesling Edition mit Weinen von Dr. Loosen. Die erste limitierte Edition im Herbst 2017 war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, weshalb wir hier im Frühjahr noch einmal nachlegen werden. Zum Jahresende planen wir zum zweiten eine „Red“-Abfüllung, die mit Kaffee kombinierbar ist. Von daher: Es bleibt spannend und vielfältig.

Belsazar | belsazar.com | facebook.com/belsazar.vermouth

[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_cta_button2 style=“rounded“ txt_align=“left“ title=“Text auf der Schaltfläche“ btn_style=“rounded“ color=“blue“ size=“md“ position=“right“]Wir bedanken uns bei Maximilian Wagner und Sebastian Brack für das offene und sehr interessante Interview und wünschen Belsazar weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/vc_cta_button2][/vc_column][/vc_row]

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