VdFw Fruchtwein Fruchtschaumwein

Apfelwein- und Fruchtweinbranche legt in Absatz und Umsatz zu

Insgesamt positiv fällt die Bilanz des Verbands der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie für das Jahr 2015 aus. Wie der VdFw anlässlich seiner Mitgliederversammlung mitteilt, ist der Gesamtabsatz aller Branchenprodukte (Apfelwein, Fruchtwein und weiterverarbeitete Erzeugnisse) im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent gestiegen von 101 Millionen Liter auf 103,8 Millionen Liter, der erzielte Umsatz bewegt sich mit 110 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 109 Mio. Euro (+0,9 Prozent).

Getragen wird die positive Entwicklung insbesondere von den klassischen Produkten. 51,5 Millionen Liter Apfelwein wurden 2015 in Deutschland abgesetzt, 14,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor (45 Mio. Liter). „Die Spezialität Apfelwein profitiert vom Trend zu regionalen Produkten und von konsequentem Marketing. Zudem verhelfen dem Klassiker Produktideen wie alkoholfreier Apfelwein, sortenreine Apfelweine und im Geschmacksprofil mildere Varianten zu neuer Popularität“, erläutert VdFw-Geschäftsführer Karsten Sennewald. Apfelwein war immer das stärkste Branchenprodukt. Daneben haben sich in den vergangenen Jahren Getränke auf Apfel- bzw. Fruchtweinbasis etabliert. 2015 lag der Anteil des Apfelweins am Inlandsabsatz der deutschen Apfel- und Fruchtweinhersteller bei 49,7 Prozent (2014: 44,8 Prozent).

Auch der klassische Fruchtwein verzeichnete 2015 ein Plus von 15,1 Prozent. Der Inlandsabsatz der Branche legte in diesem Segment von 11,5 Millionen Liter auf 13,3 Millionen Liter zu. Besonders beliebt sind Kirsch-, Heidelbeer-, Erdbeer- und Brombeerwein.

Innovationen machen ein Drittel des Absatzes aus
Getränke auf Apfelwein- bzw. Fruchtweinbasis haben sich zum zweitstärksten Segment im Produktspektrum der Branche entwickelt. 2015 lag der Inlandsabsatz in diesem Produktbereich bei 33,2 Millionen Liter (2014: 36,7 Mio. Liter). Damit entfielen im vergangenen Jahr rund 32 Prozent des gesamten Branchenabsatzes auf Gespritzte, Schorlen, Fruchtweincocktails, Fruchtweinbowlen, Mixgetränke und andere apfel- bzw. fruchtweinhaltige Produkte.

„Neuprodukte, die aktuelle Geschmacksvorlieben aufgreifen und so neue Zielgruppen für Apfelwein & Co. gewinnen, geben wichtige Impulse“, führt Sennewald aus. Das Spektrum reicht von Apfelwein Rosé über Hugo-Adaptionen, die Apfelwein mit Holunderblütensaft und fruchtigen Geschmacksnoten kombinieren, bis zu Bio-Cidre und Landbowlen. Auch beim Thema Gebinde hat sich einiges getan: Die Branchenprodukte werden heute in verschiedenen attraktiven Glasflaschen und von einigen Anbietern auch in Dosen und PET-Flaschen vermarktet.

Der Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie e.V. (VdFw)
Der VdFw (www.fruchtwein.org) ist auf nationaler und internationaler Ebene die zentrale Interessenvertretung der Hersteller von Apfelwein, Fruchtwein, Fruchtschaumwein und fruchtweinhaltigen Getränken in Deutschland. Darüber hinaus informiert der 1968 gegründete Verband mit Sitz in Bonn seine Mitglieder in allen aktuellen Fragen. In seiner Ausschussarbeit befasst er sich insbesondere mit wissenschaftlich-technischen, lebensmittel- und wettbewerbsrechtlichen sowie internationalen Themenstellungen. Der VdFw hat heute 28 Direktmitglieder und 109 weitere Mitgliedsbetriebe, die über die VdFw-Landesverbände Hessen, Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt angeschlossen sind. Der VdFw ist Mitglied der European Cider and Fruit Wine Association (AICV), Brüssel, der EU-Organisation der Hersteller von Obst- und Fruchtwein, Cider, Cidre, Fruchtschaumwein und weiterverarbeiteten Erzeugnissen (www.aicv.org).

Quelle/Bildquelle: Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie e.V. (VdFw) | fruchtwein.org

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