Hessischer Apfelwein Verband
80 Jahre

Versammlung und Jubiläum: Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien

Der Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e. V. hat auf seiner Mitgliederversammlung am Dienstag, 10. März 2026, nicht nur auf die langjährige Verbandsgeschichte zurückgeblickt, sondern vor allem den Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft gerichtet. Zentrales Thema der Versammlung: die Stärkung der hessischen Standortproduktion.

Hessische Keltereien sind meist Familienbetriebe und stehen in hartem Wettbewerb mit internationalen Getränkekonzernen. Diese haben ihre Produktionsschritte seit langem auf verschiedene Produktionsstätten aufgeteilt: An einem Standort werden Äpfel gepresst, oft unabhängig vom Ort der Ernte, an einem zweiten Standort wird der Apfelsaft vergoren und für die Abfüllung zu einem dritten Standort gefahren, an dem das Produkt ausgemischt in Flaschen oder Dosen abgefüllt wird. Den Versand übernimmt eine Spedition, sodass lediglich Vertrieb und Marketing „inhouse“ stattfinden.

„Im Unterschied dazu produzieren die hessischen Keltereien konsequent an einem Standort“, erklärt Verbandsvorsitzender Martin Heil. „Trotz des verschärften Wettbewerbs bleiben wir bei unserer traditionellen Produktionsweise und machen damit aus dem Apfelwein ein Stück echte Heimat.“ In jeder hessischen Kelterei steht eine Apfelpresse, die die Früchte der Region verarbeitet. „Die Vergärung ist der Punkt, an dem Wissen und Handwerk als Kern der Unternehmen zusammenkommen“, stellt Heil fest. Hier sehen die Verbandsbetriebe ihre besondere Stärke, die auf fundierter Ausbildung und langjähriger Erfahrung basiert. „Auch abgefüllt wird meist unter dem Hallendach der Kelterei. Vertrieb und Marketing sind für alle Hersteller quasi ein Job rund um die Uhr. Und das aus gutem Grund seit mehr als 80 Jahren.“

Ein weiteres zentrales Thema bei den hessischen Kelterern – und so auch auf der Mitgliederversammlung – ist neben dem Erhalt des Handwerks die Pflege der Streuobstwiesen. Die Keltereien unterstützen mit individuellen Aktionen das hessische Kulturgut, sei es mit Pflanzaktionen, Apfelannahmestellen und Weiterbildungen. Auf der Mitgliederversammlung sprach Barbara Helling, Expertin für Streuobst und Naturlandschaft, zum Thema „Streuobstwiesen in Zeiten des Klimawandels“.

Im Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e. V. sind aktuell 32 Betriebe organisiert. Ihr Ziel: Hessens Kultgetränk, den Apfelwein, klar im Markt zu positionieren und jede Altersklasse mit ihren Fruchtsäften und Apfelweinen zu erreichen.

Auf dem Bild zu sehen sind (v.l.n.r.):

  • Madeleine Ball, Verbandsgeschäftsstelle
  • Alexander Nöll, Kelterei Nöll
  • Peter Possmann, Kelterei Possmann
  • Michael Hock, Rapp’s Kelterei GmbH und Kelterei Wilhelm Höhl
  • Martin Heil (Vorsitzender), Kelterei Heil
  • Bernhard Grünewald, Kelterei Grünewald
  • Christian Stenger, Kelterei Rothenbücher
  • Stefan Krämer, Kelterei Krämer

Quelle/Bildquelle: Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e. V.

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