Faustcatcher Gründer Roman Schönfeld
Roman Schönfeld im Interview

„Wir lieben es, mit Faustcatcher neue Märkte zu betreten“

Von Sportkleidung bis Speed Ropes bietet Faustcatcher alles, was das Athleten-Herz begehrt. Jetzt zählt der Online-Shop auch mit Stickstoff versetzte Getränke zum Sortiment.  

Ihr Spezialgebiet: Produkte, für die es noch keinen Markt gibt. Die Brüder Roman Schönfeld und Dieter Bender sind Gründer des Online-Shops Faustcatcher – sie entwickeln Drinks mit Trendpotential. Ihre Inspiration: die Fitnessbranche in den USA. Dort schreibt Dieter Bender seine Doktorarbeit und ist in Sachen Getränke-Innovationen am Puls der Zeit. Roman Schönfeld hat uns im Interview verraten, warum der Markt rund um „on Nitro“ gebraute Getränke boomt, wie Cold Brew Coffee aus der Dose zu einem gesunden Lifestyle passt und wie es dem Geschwister-Duo gelungen ist, einen Energy Drink ohne künstliche Zusätze und Co. herzustellen.

Wie passt Cold Brew Coffee in Ihren Sport Online-Shop? Für welche Zielgruppe haben Sie Ihre Produkte konzipiert?

Roman Schönfeld: Der Cold Brew Coffee ist ein Produkt für alle, die einen bewussten Lebensstil führen, egal ob Athlet, Hobby-Sportler, Office-Held, veganer Instagram-Influencer oder Energy Drink Liebhaber. Die Regale in den Supermärkten sind voll mit Energy Drinks, die künstliche Zusätze und Farbstoffe enthalten. Wir wollten das unseren Athleten nicht antun. So haben wir angefangen, an einem natürlichen Energy Drink zu arbeiten. Mutter Natur hat dafür schon alles vorbereitet. Echtes Koffein, echte Farbe, echter Geschmack, das steckt alles in der Kaffeebohne. Unsere Aufgabe ist es, das Beste daraus rauszuholen.

 

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Wie entstand die Idee eine eigene kleine Brauerei für Nitrogetränke zu betreiben?

Roman Schönfeld: Das war am Anfang überhaupt nicht unser Ziel. Leider konnte uns niemand das Produkt in gewünschter Qualität herstellen. Die großen Abfüllbetriebe am Markt arbeiten gerne mit Konzentraten, Zusätzen und Farbstoffen und Nitro war für die meisten ein Fremdwort. Niemand stellt für uns seine Abfüllanlagen um. So reifte dann doch die Idee alles selber zu machen. Zwei Jahre hat das dann doch in Anspruch genommen. Ich meine, wir dosieren hier flüssigen Stickstoff der eigentlich bei Zimmertemperatur kocht und sofort verdampft. Berechnungen, Tests, Tests, Tests, eine hohe Menge an Fehlschlägen und ein paar wenige Erfolge, alles sehr dicht beieinander. Aber wir haben es geschafft. Danach orderten wir in den USA die Abfülllinie und in sechs Monaten wurde die kleine Fabrik bzw. Brauerei aus dem Boden gestampft.

Wie schätzen Sie die Entwicklung und das Wachstum des Marktes ein?

Roman Schönfeld: Wir sind es gewohnt Märkte zu betreten, die eigentlich noch gar nicht existieren oder wir schaffen uns durch unsere Kreativität und Flexibilität einfach eigene Märkte. In den USA und Australien sind die Supermarktregale voll mit Cold Brew Coffee und Kombucha. In Deutschland stehen wir da noch am Anfang. Und es muss auch nicht unbedingt nur beim Cold Brew Coffee bleiben. Wir haben ein gutes Team, welches ausgezeichnete Geschmacks-Variationen hervorbringt. Wir werden auch Nischen adressieren und zwar alle Nischen. Kaltgepresster Hanf, Brennnessel Limo, Mushroom Coffee, wir bringen sie in die Dose und zwar “on Nitro”.

Derzeit produziert unsere Anlage bis zu 2000 Dosen die Stunde und die Kurve geht nach oben. Auch Lohnabfüllung ist ein Teil unseres Geschäftsumsatzes und ein Markt. Craft Beer Hersteller ohne eigene Abfüllanlagen landen auch gerne bei uns. Wir sind sehr flexibel aufgestellt. Insgesamt kann ich nur sagen, dass der Markt sehr stark wächst, doch das ist nicht für jeden so. Sie wissen ja, wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

Was bedeutet das Thema Nitro für das Geschmackserlebnis?

Roman Schönfeld: Wer schon einmal in einem Irish Pub war, der kennt ein ganz spezielles Nitro-Getränk mit Sicherheit: das Guinness Bier. Auch das wird mit Stickstoff versetzt. Während Kohlensäure eher für ein gutes Prickeln sorgt, so macht Stickstoff Getränke cremiger und weicher. Die Bläschen sind viel feiner. Nach dem Öffnen entsteht im Glas ein feinsprudliger Kaskadeneffekt der mit der Zeit in eine feine Schaumkrone übergeht. Mit Nitro schaffen wir es selbst im Cold Brew Coffee “Kaffee Crema” und eine feine Schaumkrone zu erzeugen. Auch können mit Nitro bereits bekannte Getränke völlig anders schmecken. Meist weicher und die Schaumkrone ist viel feiner. Es ist ein neues und anderes Geschmackserlebnis.

Mann trinkt Faustcatcher Cold Brew Coffee

Zum neuen Sortiment gehören KOMBUCHA, MOCHA und der COLD BREW COFFEE ON NITRO. Was macht diese Produkte einzigartig?

Roman Schönfeld: Der Cold Brew Coffee ist ein kalt-gebrauter Kaffee, der nie heißes Wasser gesehen hat. Bei dem 14-stündigen Brauverfahren gehen auch die schönen Kaffeeöle in das Getränk über und natürlich auch mehr Koffein. Klingt so ganz einfach. Man muss aber wissen, dass der Geschmack maßgeblich von der Bohnenart und dem Röstverfahren beeinflusst wird. Das bedeutet, wenn wir am Geschmack etwas ändern wollen, wir dies bereits in der Rösterei tun müssen.
 Der pure Cold Brew Coffee kommt sehr gut an, jedoch nicht bei denen, die zum Beispiel gerne einen Latte Macchiato trinken. So haben wir an einer Mocha-Latte Variante mit Bio Haferdrink gearbeitet. Am Ende hat sich herausgestellt, dass diese Mischung fast allen schmeckt, auch denjenigen, die sonst nicht so gerne Kaffee trinken. Der Haferdrink federt den Kaffeegeschmack etwas ab und macht das Getränk etwas süßer ohne dass wir Zucker zusetzen müssen.

Kombucha habe ich im Sommer 2019 in den USA kennengelernt. Gefühlt 100 Sorten stehen da in den Regalen. Wir haben daraufhin ziemlich bald angefangen ein Brauverfahren zu entwickeln. Am Ende hatten wir den weltweit ersten Kombucha on Nitro produziert. Kombucha entsteht bei einem 15-tägigen Fermentationsprozess der keine Fehler erlaubt. Das Ergebnis ist ein unglaublich interessantes Erfrischungsgetränk. Darüber hinaus beinhaltet Kombucha nach dem Fermentationsprozess natürliche Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe wie z.B. Eisen und Magnesium. Das hat natürlich auch unsere Zielgruppe total angesprochen. Nitro sorgt auch beim Kombucha für ein cremiges Mundgefühl und eine feine Schaumkrone.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne mit Faustcatcher aus?

Roman Schönfeld: Wir sind auf Wachstum geeicht. Bereits jetzt sind wir auf der Suche nach einem größeren Gebäude und wollen die Produktionslinie sowie die Sortenvielfalt weiter ausbauen. Wir haben ordentlich Know-How angesammelt und werden dieses nutzen, um neue und interessante Getränke auf den Markt zu bringen. In diesem Segment sind wir ein Newcomer, aber auch das muss nicht immer ein Nachteil sein.

Faustcatcher | faustcatcher.com | instagram.com/faustcatcher

+++ Wir bedanken uns bei Roman Schönfeld für das offene und sehr interessante Interview und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

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