UNDONE: Gründer André Stork über Daydrinking, Dry January und den Wandel sozialer Trinkkultur
[Advertorial] Alkoholfreie Drinks sind mehr als ein Trend – sie spiegeln den Wandel im sozialen Konsumverhalten wider und schaffen Wahlfreiheit. André Stork, Gründer von UNDONE, gehört zu den Vordenkern dieser Entwicklung. Mit klarem Fokus auf Qualität, Alltagstauglichkeit und internationale Skalierbarkeit hat er UNDONE in rund 30 Märkten etabliert.
Im Interview spricht er über die wachsende Bedeutung von Daydrinking, die Gastronomie als sozialer Ort und warum alkoholfreie Drinks nicht ans Ende der Barkarte gehören. Außerdem erzählt er von der Internationalisierung der Marke und dem Aufbau in der USA.
André, Du sagst, Daydrinking ist kein Trend. Warum nicht?
André Stork: Weil es das Ergebnis einer Entwicklung ist. Menschen gehen früher aus, Aperitifkultur ist gewachsen, soziale Anlässe finden tagsüber statt. Genuss hat sich vom Abend gelöst. Daydrinking beschreibt bewusstes, soziales Trinken über den Tag hinweg.
Gerade im Dry January wird das besonders sichtbar, weil sich viele Menschen vornehmen, eine Zeit lang keinen Alkohol zu trinken. Sie treffen sich häufiger tagsüber, gehen bewusster aus und suchen nach gleichwertigen Alternativen. Und irgendwann merkt man: Man kann nicht den ganzen Tag Kaffee trinken. Der Tag braucht eigene Rituale. Genau dort entsteht Daydrinking.
Welche Rolle spielen alkoholfreie Drinks dabei?
André Stork: Sie schaffen Wahlfreiheit. Heute trinken viele Menschen mittags oder nachmittags alkoholfrei, ohne daraus ein Statement zu machen. Sie wollen trotzdem dazugehören und einen hochwertigen Drink in der Hand haben. Ob später Alkohol dazukommt oder nicht, bleibt offen. Entscheidend ist, dass alle am Tisch die gleiche Wertigkeit im Glas haben.
Du sprichst oft über Bars als soziale Orte …
André Stork: Weil Bars genau das sind. Einer der letzten offenen sozialen Räume, in denen Menschen wirklich zusammenkommen. Alkohol war und ist dabei ein Mittel, um Begegnung zu erleichtern, aber er ist nicht die Voraussetzung. Es geht um Atmosphäre, Gespräche und gemeinsames Erleben. Eine gute Bar ermöglicht all das, unabhängig davon, was im Glas ist.
Was bedeutet das konkret für Barkarten?
André Stork: Integration statt Ersatz. Alkoholfreie Drinks gehören nicht ans Ende der Karte. Entweder an den Anfang oder gleichwertig integriert. Für Bars ist das auch ein klarer Business-Aspekt. Sie können früher relevant sein, früher öffnen und auch in dieser Zeit mehr hochwertige Drinks verkaufen. Viele Gäste trinken tagsüber bewusst keinen Alkohol. Wenn man ihnen trotzdem hochwertige Drinks anbietet, verlängert sich der Tag und damit auch der Umsatz.
„Alkoholfreie Drinks gehören nicht ans Ende der Karte. Entweder an den Anfang oder gleichwertig integriert.“
UNDONE war von Anfang an international ausgerichtet. Warum?
André Stork: Weil Trinken, Barkultur und Hospitality global funktionieren. Barkarten gehören zu den internationalsten kulturellen Phänomenen überhaupt. Aber nicht nur Bars. Auch private und gesellschaftliche Anlässe wie Geburtstage, Hochzeiten oder Empfänge funktionieren weltweit sehr ähnlich. Menschen kommen zusammen, feiern, tauschen sich aus. Und überall werden Essen und Getränke gereicht.
Soziales Leben verbindet Menschen unabhängig von Ländern oder Kulturen. Genau deshalb war für uns klar, dass wir UNDONE von Anfang an international denken müssen.
Ihr seid heute in rund 30 Märkten aktiv?!
André Stork: Ja. Und nur noch etwa ein Viertel unseres Umsatzes kommt aus Deutschland. Internationalität war für uns nie ein Ziel an sich, sondern die logische Konsequenz dessen, wie diese Branche funktioniert. Wenn ein Produkt in Bars und bei sozialen Anlässen funktionieren soll, denkt man automatisch international.
Wie erlebst du die Wahrnehmung einer deutschen Marke im internationalen Kontext?
André Stork: Ich erlebe oft, dass sich Anfragen stärker auf mögliche Probleme konzentrieren als auf das, was eigentlich entsteht. Nämlich eine deutsche Marke, die international relevant wird.
Dabei habe ich mich früher immer gefreut, wenn ich unterwegs war und in Bars deutsche Marken gesehen habe. Jägermeister, Beck’s, Monkey 47 oder auch Thomas Henry sind gute Beispiele dafür. Sie zeigen, dass Herkunft und Internationalität sehr gut zusammengehen und Orientierung geben können.
Welche Rolle spielen Marken in der Getränkewelt?
André Stork: Eine enorme. Marken geben Orientierung, Vertrauen und Haltung. Ein guter Drink braucht nicht nur ein gutes Rezept, sondern auch einen klaren Markencall. Es gibt nicht viele deutsche Getränkemarken, die international präsent sind. Umso wichtiger ist es, diese Rolle ernst zu nehmen und selbstbewusst auszufüllen.
„Ein guter Drink braucht nicht nur ein gutes Rezept, sondern auch einen klaren Markencall.“
Ihr baut gemeinsam mit Thomas Henry die USA auf.
André Stork: Genau. Während Thomas Henry UNDONE in Deutschland und weiteren internationalen Märkten erfolgreich mit aufbaut, ist das Modell in den USA zum Start umgedreht. Dort vermarktet UNDONE Americas Thomas Henry.
Die Strukturen bauen wir komplett gemeinsam auf und teilen sie uns. Das ist eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe. Und sie ist sehr schnell sehr erfolgreich. Schon jetzt stammt rund ein Viertel unserer Umsätze aus den USA.
Was treibt Dich persönlich an?
André Stork: Mir war es von Anfang an wichtig, Wandel aktiv mitzugestalten. Schon 2015 habe ich das Thema Alkoholfrei bewusst auf meine Innovationsagenda gesetzt, weil für mich klar war, dass es diesen Bedarf schon immer gibt, er aber lange nicht ernsthaft bedient wurde. Heute verstärken gesellschaftliche Veränderungen diesen Bedarf. Menschen treffen sich zu anderen Zeiten und bewusster. Darauf muss man reagieren, wenn man relevant bleiben will.
Ich glaube nicht, dass die Branche ein grundsätzliches Problem hat. Sie befindet sich in einem Anpassungsprozess. Menschen wollen sich weiterhin treffen, essen, trinken und Zeit miteinander verbringen, gerade in einer zunehmend digitalen Welt.
Wenn wir mit UNDONE gemeinsam mit anderen mehr Menschen für Gastronomie, Bars, soziale Anlässe und gute Drinks begeistern können, haben wir alle gewonnen. Das treibt mich an.
Was habt ihr euch für dieses Jahr vorgenommen?
André Stork: Wir wollen als Marke deutlich sichtbarer werden. Persönlicher, näher, präsenter. Wir werden auf vielen internationalen Messen vertreten sein, in Deutschland erstmals auf mehreren Festivals und aktuell läuft unsere Dry-January-Kampagne. Gleichzeitig haben wir gerade die erste Order nach China ausgeliefert, als Nächstes steht die Gulf Bar Show an.
Unser Fokus bleibt klar auf Deutschland, Österreich und die USA. Es geht darum, präsent zu sein, Gespräche zu führen und das Thema weiter positiv in die Welt zu tragen.
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+++ Das Interview wurde uns von UNDONE zur Verfügung gestellt – vielen Dank! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++
























