Interview: Whollees – Fruchtsäfte wie frisch aus dem Mixer

Wieder eine interessante Neuheit aus dem hohen Norden – Whollees! Die Whollees Fruchtsäfte des gleichnamigen Hamburger Start-Ups versprechen gute Zutaten, nährreiche Früchte und einen frischen und lebendigen Geschmack. Mit 100% natürlichen Zutaten aus den besten Anbauregionen, will Whollees vor allem Menschen ansprechen, die sich gerne gesund und bewusst ernähren wollen. Doch in einer Flasche Whollees steckt nicht nur Geschmack, sondern auch jede Menge Charity.

about-drinks.com sprach mit Geschäftsführer Florian Jung über die Idee zu Whollees und das soziale Engagement, das dahinter steckt.

Sie sind ein junges Start-Up aus Hamburg. Erzählen Sie unseren Lesern, wie Sie auf die Idee kamen Fruchtsäfte herzustellen.
Florian Jung: James und ich hatten schon länger die Idee, dass wir gemeinsam etwas Eigenes aufbauen wollten. Nachdem ich auf einer Afrikareise einen einheimischen Unternehmer kennenlernte, der Wirtschaft und lokale Entwicklungshilfe auf kreative Weise kombinierte, waren wir davon sofort begeistert und uns war klar: Wir wollen eine Firma erschaffen, die ein großartiges Produkt anbietet und gleichzeitig daran arbeitet soziale Probleme in der Region zu verbessern. Mit unseren Frischsäften haben wir dann einen Weg gefunden beide Ziele zu vereinen. 

Wir glauben, dass an der Verbesserung der sozialen Probleme alle mitarbeiten müssen. Insbesondere jedoch die Unternehmen, denn sie haben durch ihre tagtäglichen Entscheidungen einen enormen Einfluss auf das Leben vieler Menschen. Es ist ihre Entscheidung, ob dieser Einfluss auch positiv für alle sein soll.

Bei uns geht es also um zwei Sachen. Wir wollen zeigen, dass sich ein gutes Produkt durchsetzt und auch ein Geschäftsmodell, das auf dem Gedanken basiert, dass möglichst alle davon profitieren. Von den Bauern in Südamerika und Afrika, die durch den fairen Handel für sich und ihre Familien eigene, langfristige Existenzen aufbauen können, bis hin zu den Gemeinden, wo unsere Frischsäfteverkauft werden, indem wir dort lokale Nachbarschaftsorganisationen unterstützen. Unsere Säfte sind in dieser Kette so gesehen nur ein leckeres Mittel zum Zweck.

Was hat es mit dem Namen „Whollees“ auf sich?
Florian Jung:
Als wir in unserer WG saßen und überlegten, wie wir unsere Säfte nennen wollten, war uns wichtig, dass der Name ausdrückt, wofür unsere Firma und unsere Produkte stehen. Bei uns geht es um Gesundheit und soziale Gerechtigkeit. So kamen wir auf den Namen „Whollees“. Er hat seinen Ursprung im englischen Wort „whole“ und bedeutet so viel wie „umfassend“ und „gesund“. Wir wollten auch, dass der Name ein bisschen anders aussieht. Humor hat. Wir sind damit also zu unserem Designer Philipp gegangen und er kam dann mit dem heutigen Logo wieder. Mit den laufenden L‘s und den lachenden E‘s.

Was ist das Besondere an „Whollees“? Wo liegt der Unterschied
zu anderen Fruchtsäften?
Florian Jung: Wie bei allen guten Produkten starten auch wir mit großartigen Zutaten. Denn was in die Flasche kommt zählt. Wir bekommen unsere nährreichen Früchte, Pflanzen und Tees aus den besten Anbauregionen der Welt und achten sehr stark auf die Qualität, die in unsere Säfte fließt. Die Zutaten werden dann so wenig wie möglich verarbeitet. Die Säfte behalten durch ihre ständige, optimale Kühlung den frischen und lebendigen Geschmack.

Die Frage, die wir uns zu Beginn gestellt haben war: wie können wir aus den nährstoffreichsten Zutaten die leckersten Geschmäcker herstellen? Wir haben dann viel und lange ausprobiert. Jeden morgen haben wir vor der Arbeit frische Zutaten aus der Markthalle geholt und abends und nachts standen wir dann bei uns in der Küche und haben neue Zutaten und Ideen ausprobiert. Wir haben immer auch nach den besonderen Zutaten gesucht, die bisher so noch nicht verwendet wurden. So kamen wir auch auf die Idee Algen und Gräser in unserem Geschmack „Born to be Green“ zu verwenden. Genau die Zutaten sind es dann auch, die die besondere Geschmacksnote ausmachen. Für die Sorte „Larry Berry“ verwenden wir z.B. auch Açaí-Beeren aus Brasilien, die neben vielen Antioxidantien auch die gesunden Omega-Fettsäuren enthalten. Die Açaí-Beere hat auch einen ganz eigenen, leckeren Geschmack, den man in Europa so noch gar nicht kennt.

Welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen?
Florian Jung:  
Wir machen Whollees für Leute, die sich einfach gesund und bewusst ernähren wollen. Die unseren Ansatz mögen, dass wir mit Whollees mehr erreichen wollen, als nur ein gutes Produkt herzustellen. Dass wir daran mitarbeiten wollen, drängende soziale Probleme zu verbessern.

Ihre Idee gründete auch darauf, sich sozial zu engagieren. Erzählen Sie uns, wofür Sie sich 
engagieren und wo sie Unterstützung bieten.
Florian Jung:  
Wir haben Whollees gegründet, weil wir etwas verändern wollten. Wir wollten mithelfen lokale, soziale Missstände zu verbessern. Der beste Weg für uns ist es dabei mit Leuten zusammen zu arbeiten, die bereits an der konkreten Lösung der sozialen Probleme in ihrer Nachbarschaft arbeiten.

Wir wollen Nachbarschaftsorganisationen unterstützen, mehr von ihrer guten und wichtigen Arbeit zu machen. Wir spenden daher einen Teil unserer monatlichen Erlöse an lokale, soziale Projekte. Wir stellen den Organisationen auch unsere Frischsäfte kostenlos zur Verfügung, sodass sie die auf ihren Veranstaltungen verkaufen können, um neue Einnahmen für sich zu erzielen. Im Moment arbeiten wir regelmäßig mit einigen Hamburger Organisationen zusammen. Wir sind aber ständig auf der Suche nach kleinen Nachbarschaftsorganisationen aus ganz Deutschland, die auf kreative Weise soziale Probleme anpacken. In Zukunft wollen wir noch enger mit sozialen Organisationen zusammenarbeiten. Wir haben einige Ideen, mit denen wir verändern wollen, wie Unternehmen an der Verbesserung lokaler sozialer Probleme mitarbeiten können. Die werden wir jetzt Schritt für Schritt umsetzen.

Was machen Sie in Sachen Bio und Fair Trade?
Florian Jung:
Die Herstellung unserer Frischsäfte soll einen so geringen Einfluss wie möglich auf die Umwelt haben. Daher war es für uns von Beginn an wichtig, dass alle unsere Zutaten zu 100% aus biologischem Anbau stammen. Das schützt die Tierwelt, die Pflanzenwelt und die Gesundheit der Bauern, die unsere Früchte, Pflanzen und Tees anbauen. 

Der faire Handel ist etwas, dass wir bei uns in Deutschland als normal ansehen. Faire Entlohnung der Arbeit, keine Kinderarbeit, bezahlter Urlaub, Schutzkleidung bei der Arbeit. Wir kennen es nicht anders. Wir glauben, dass es so auch in den Ländern in Afrika und Südamerika sein sollte. Dort wo wir unsere fair gehandelten Früchte beziehen. Unsere Säfte unterstützen somit durch den fairen Handel direkt die Bauern in den Anbauländern an einer fairen Wirtschaft teilzuhaben. 

Wir arbeiten auch bereits daran, dass wir noch mehr Früchte für unsere Säfte aus fairem Handel beziehen können. Wir möchten in Zukunft auch in die Anbauländer reisen und uns die Projekte vor Ort anschauen. Wir wollen sehen, wo unsere Zutaten herkommen, wer sie anbaut und wie wir noch besser zusammenarbeiten können.

Über welche
Distributionswege wird „Whollees“ vermarktet?
Florian Jung:
Unser erster Händler war der Bioladen am Hammer Park in Hamburg. Mit ein paar selbstgemixten Säften, abgefüllt in kleinen Wasserflaschen, bin ich dorthin gegangen und habe ihnen unsere Säfte vorgestellt. Sie wollten es gleich haben. Nachdem dann mehr und mehr Einzelhändler in Hamburg unsere Säfte haben wollten, starteten wir mit der ersten, größeren Produktion. Heute findet man unsere Frischsäfte in den Kühlschränken von Biomärkten, Reformhäusern, Cafés und Feinkostgeschäften in vielen Städten in ganz Deutschland.

Welche Kommunikationsmaßnahmen werden für die Vermarktung von „Whollees“ genutzt? Was machen Sie im Bereich Social Media?
Florian Jung:
Wir haben ein gutes Produkt und eine interessante Geschichte zu erzählen. Wir lassen also so viele Leute wie möglich unsere Frischsäfte probieren, erzählen ihnen wer wir sind, was wir machen und was wir noch vorhaben. Wenn unsere Säfte sie begeistern, erzählen sie ihren Freunden davon. So werden wir Schritt für Schritt bekannter. Das Internet bietet sicher auch gute Möglichkeiten, um unsere Geschichte zu erzählen. Wir schauen uns gerade um, was für uns dabei am sinnvollsten ist.

Planen Sie in Zukunft noch weitere Sorten von „Whollees“ zu kreieren?
Florian Jung:
Unser Ziel ist es, dass wir den besten Saft herstellen und nicht den meisten. Wir wollen erstmal eine Sache richtig gut machen. Daher konzentrieren wir uns zunächst auf unsere drei Sorten. Wir bekommen jedoch häufig Vorschläge von Kunden für neue Geschmäcker und haben selbst auch noch ein paar Ideen. Es ist also durchaus möglich, dass wir bald wieder in unserer Küche stehen.

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Web: www.whollees.de 

[box style=“rounded“ border=“full“]Wir bedanken uns für das offene und interessante Interview und wünschen “Whollees” weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com . Wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/box]

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