Interview: Berlin Coffee Society – „Wir zelebrieren Kaffee“

Die Berlin Coffee Society ist ein Zusammenschluss von Independent Coffee Shops aus Berlin: Bonanza Coffee, Cafe CK, Doubleeye, Five elephant, Godshot und No Fire No Glory. Das Ziel der Gruppe ist die Förderung der Berliner Barista Community und die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Kaffee.

about-drinks.com sprach mit Ralf Berlit (No Fire No Glory) über die Ziele und Pläne der Berlin Coffee Society.

Erklären Sie unseren Lesern kurz, worum es sich bei der Berlin Coffee Society handelt. Wie kam es zu der Gründung? 
Ralf Berlit: Im November 2011 waren wir zum European Coffee Symposium in Berlin eingeladen. Yumi Choi von Bonanza Coffee Roasters hielt einen Vortrag zur Situation der Spezialitätenkaffeeszene in Berlin. Sie kritisierte das Konkurrenzdenken zwischen den einzelnen Coffeeshops und die daraus resultierende eher langsame und zähe Entwicklung von High End Kaffee in Berlin und Deutschland. Die anwesenden Coffeeshops Bonanza Coffee Roasters, Cafe CK, Godshot, Five Elephant und No Fire No Glory beschlossen, noch am selben Abend etwas zu ändern. Nach einem Findungsprozess haben sich folgende Independent Coffee Shops zur Berlin Coffee Society zusammengetan: Bonanza Coffee, Cafe CK, Doubleeye, Five Elephant, Godshot und No Fire No Glory.

Was steckt dahinter? Welche Ziele verfolgen Sie?
Ralf Berlit: Viele Kaffeetrinker nutzen Zucker oder Sirups, um ihren Kaffee trinkbar zu machen. Wir sehen unser Hauptziel darin, die vergessene Aromenvielfalt von Kaffee zu zeigen und über den Kaffeeanbau auf der jeweiligen Farm im Erzeugerland bis hin zur Zubereitungsmethode im Coffee Shop zu informieren. Für uns selbst haben wir mit der BCS eine Möglichkeit geschaffen, unser Wissen auszutauschen, uns weiterzubilden und gegenseitig zu inspirieren. Wir haben uns auf folgende Prinzipien geeinigt: „Wir zelebrieren Kaffee. Spaß, eine positive Grundhaltung, offene Kommunikation und der Respekt voreinander stehen im Vordergrund. Wir wollen uns gegenseitig inspirieren, bilden und weiterentwickeln. Wir fördern die Berliner Barista Community. Wir organisieren Kaffee Events. Wir wollen über Kaffee informieren und die öffentliche Wahrnehmung von Kaffee in Berlin verbessern.“

Wie schätzen Sie die deutsche Kaffee-Kultur derzeit ein? Wohin entwickeln wir uns?
Ralf Berlit: In den letzten Jahren hat sich in Deutschland eine Kaffeekultur entwickelt, deren Ursprünge zweifellos in Italien zu suchen sind. Viele Kaffeetrinker sind an der Qualität ihrer Bohnen, an sozialen Standards im Kaffeehandel und an umwelterhaltendem Anbau interessiert. Wir wollen dieses Interesse fördern und glauben, dass sich in den kommenden Jahren neue Standards im gastronomischen Angebot und der Erwartungshaltung unserer Gäste entwickeln werden, deren Inspirationen eher in Portland, Melbourne oder London zu finden sind.

Welche Projekte haben Sie mit der BCS schon umgesetzt? Was ist zukünftig geplant? 
Ralf Berlit: Unsere erste Veranstaltung war ein Vortrag von Graciano Cruz, einem Kaffeefarmer aus Panama, über eine von Ihm entwickelte Verarbeitungsmethode (Honey Processing) im NO FIRE NO GLORY. Am 08.06.2012 hat der aktuelle deutsche SCAE Cupping Champion Cory Andreen auf dem ersten Berliner Taste Festival einen Vortrag über „Die vergessenen Eigenschaften des Kaffees“ gehalten und wir haben das Gehörte mit frisch gebrühten Single Origins an unserer Brew Bar erlebbar gemacht. Weitere Veranstaltungen sind in der Planung und werden auf unserer Facebookseite angekündigt.

Web: www.facebook.com/BerlinCoffeeSociety 

[box style=“rounded“ border=“full“]Wir bedanken uns für das offene und interessante Interview und wünschen der Berlin Coffee Society weiterhin viel Erfolg! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com . Wir freuen uns auf Ihren Kontakt![/box]

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