Coca-Cola verlässt das sinkende Schiff Griechenland

Als wenn die Finanzkrise nicht schon hart genug für Griechenland wäre, kommt es jetzt noch dicker: Coca-Cola Hellenic (CCH)verlegt seinen Firmensitz in die Schweiz und seine Börsennotierung von Athen nach London an die London Stock Exchange.

Doppeltes Pech also, ist die CCH doch mit rund 40.000 Beschäftigten das größte Unternehmen des Landes und zugleich der zweitgrößte Coca-Cola-Abfüller in der Welt. Zwar schadet dieser Schritt der griechischen Wirtschaft immens, ist für den Firmenchef der CCH jedoch der richtige Weg: „Die Transaktion hat aus wirtschaftlicher Sicht viel Sinn“, so Dimitris Lois. Hintergrund der Flucht in Richtung Schweiz dürften wohl die hohen Unternehmenssteuern sein – sie betragen mittlerweile 20%. Dazu kommt noch immer die Forderung des Finanzministers nach Sonderabgaben von Firmen während der Finanzkrise, welche die CCH in den Jahren 2009 und 2010 schon rund 20 Millionen Euro gekostet haben. Die CCH ist nicht das erste Unternehmen, welches Griechenland verlässt. Vor einigen Tagen hat beispielsweise schon ein Traditions-Molkereibetrieb seinen Firmensitz nach Luxemburg verlegt. Viele Griechen reagieren auf die Abwanderung der zahlreichen Unternehmen verärgert, die Arbeitnehmer-Gewerkschaft GSEE ruft im Fall der Coca-Cola Hellenic sogar zum Boykott von Coca-Cola auf.

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