BrewDog steht möglicherweise vor Verkauf
Der schottische Craft-Bier-Pionier BrewDog steht Medienberichten zufolge vor einem möglichen Verkauf. Wie The Guardian berichtet, prüfe das Unternehmen strategische Optionen, darunter auch eine Zerschlagung einzelner Geschäftsbereiche. Zur Unterstützung dieses Prozesses wurde die internationale Beratungsgesellschaft AlixPartners beauftragt.
Laut The Guardian könne BrewDog demnach ganz oder in Teilen veräußert werden. Diskutiert werde unter anderem eine Aufteilung in unterschiedliche Geschäftssegmente – etwa Brauereigeschäft, Bars und internationale Aktivitäten. Ziel sei es, den Unternehmenswert zu maximieren und Investoren neue Perspektiven zu eröffnen.
BrewDog hatte in den vergangenen Jahren ein stark diversifiziertes Geschäftsmodell aufgebaut. Neben dem Kerngeschäft mit Craft Beer betreibt das Unternehmen ein internationales Bar-Netzwerk, Hotels sowie verschiedene Beteiligungen. Gleichzeitig war die Expansion mit hohen Investitionen verbunden.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen global rund 1.400 Mitarbeitende. Ob und in welcher Form das Deutschland-Geschäft von BrewDog durch den Verkauf betroffen wäre, bleibt offen.
Herausforderungen im Biermarkt
Die aktuellen Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds für Brauereien. Steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten sowie zunehmender Wettbewerb setzen viele Anbieter unter Druck. Auch BrewDog sei in den vergangenen Jahren mit sinkenden Margen, operativen Herausforderungen und internen Umstrukturierungen konfrontiert gewesen.
Laut Berichten habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 einen Verlust von rund 37 Mio. Pfund (rund 42,5 Mio. Euro) gefahren. Bereits im Januar schloss BrewDog die Brennerei im schottischen Aberdeenshire und stellte seine Spirituosen-Marken ein.
Auswirkungen auf „Equity for Punks“
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Beteiligungsmodell „Equity for Punks“, über das BrewDog seit 2009 Kapital von Privatanlegern eingeworben hatte. Ob die Investoren im Falle eines Unternehmensverkaufs mit finanziellen Einbußen rechnen müssten, sei bislang unklar. Das Crowdfunding-Modell hatte BrewDog über Jahre hinweg als unabhängige Alternative zu klassischen Investoren positioniert.
Bildquelle: BrewDog



















