bier zapfen
Zur Meldung des Statistischen Bundesamtes

Aktuelles Statement des Deutschen Brauer-Bundes zum Bierabsatz im Februar 2021

Nach den vom Statistischen Bundesamt aktuell veröffentlichten Zahlen ist der Bierabsatz im Februar 2021 im Inland im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent eingebrochen. Der Export in andere EU-Staaten ging wegen der Corona-Pandemie sogar um fast 25 Prozent zurück.

Obwohl erst zwei Monate vergangen sind, steht das Jahr 2021 in der deutschen Biergeschichte bereits für einen absoluten Negativrekord. Aufgelaufen summiert sich das Minus der deutschen Brauwirtschaft seit Jahresbeginn schon auf knapp 300 Millionen Liter. Die Menge entspricht umgerechnet mehr als 900 Millionen Gläsern Bier, die nicht gezapft worden sind. Dies ist ein dramatischer Absturz, wie ihn die deutsche Brauwirtschaft noch nicht erlebt hat.

Der Bierabsatz ist im freien Fall – und ein Ende der Krise nicht in Sicht. Mit Beginn des Lockdowns im November war der Markt für Fassbier über Nacht völlig zusammengebrochen, Bier in Fässern ist unverkäuflich geworden. Die Abfüllanlagen in den Brauereien stehen seit Monaten still, Teile der Belegschaft sind in Kurzarbeit, viele Mitarbeiter entlassen. Je stärker eine Brauerei die Gastronomie- und Veranstaltungswirtschaft beliefert hat, desto düsterer ist die Lage.

Die Situation der Betriebe wird immer verzweifelter. Viele Brauer wissen einfach nicht mehr weiter. Es gibt Familienunternehmen, die werden in der sechsten oder siebten Generation geführt, haben Weltkriege und Wirtschaftskrisen überlebt, und stehen durch Corona jetzt am Abgrund.

Keine andere Branche ist dermaßen abhängig von der Gastronomie – deshalb haben die Lockdowns die Brauereien so heftig getroffen. Ohne schnelle und wirksame Hilfen droht der Brauwirtschaft bald eine Welle von Pleiten. Dass Bund und Länder hierauf bisher keine Antwort gefunden haben, ist enttäuschend. Weil die Hürden viel zu hoch sind, haben bisher nur wenige Betriebe irgendwelche Angebote in Anspruch nehmen können. Was wir jetzt wirklich dringend brauchen, sind wirksame Hilfen, die in der Breite ankommen. Und die dem Umstand Rechnung tragen, dass die gesamte Brauwirtschaft in dieser Krise eine besonders schwere Last trägt. Die Politik muss handeln – uns läuft die Zeit davon.

Quelle: Deutscher Brauer-Bund e.V. | Bildquelle: ©iStockphoto / agrobacter

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