AB InBev Deutschland: Machado de Lima übernimmt für Jannik Weitzl
AB InBev Deutschland bekommt einen neuen Chef: Guilherme Machado de Lima übernimmt zum 1. Februar 2026 die Position des Country Directors Germany. Er folgt auf Jannik Weitzl, der das Unternehmen im Dezember 2025 nach nur rund 20 Monaten im Amt wieder verlassen hat.
Die offizielle Begründung für Weitzls vorzeitigen Abgang gibt das Unternehmen nicht bekannt. Branchenkreisen zufolge sollen jedoch anhaltender Performancedruck und nicht erreichte Planzahlen eine Rolle gespielt haben. Weitzl hatte die Position erst im April 2024 von Michel Pepa übernommen, der nach mehr als vier Jahren an der deutschen Spitze in die Konzernzentrale nach Leuven zurückgekehrt war.
Machado de Lima – erfahrener Manager aus Brasilien
Machado de Lima bringt umfangreiche Konzernerfahrung mit nach Bremen. Seine Karriere bei AB InBev startete der Brasilianer 2009 als Trainee. Zuletzt verantwortete er als Vertriebsdirektor das Brasilien-Geschäft, wo er seit 2018 maßgeblich am Wachstum beteiligt gewesen sei, wie es heißt.
Eine besondere Verbindung zu Deutschland hat Machado de Lima bereits: Von 2005 bis 2006 absolvierte er während seines Ingenieurstudiums einen Auslandsaufenthalt an der Technischen Universität Darmstadt. In seiner neuen Funktion berichtet er an Pieter Anciaux, Präsident der Business Unit Greater Europe.
Mit Machado de Lima setze AB InBev auf einen Manager mit starkem kommerziellen Hintergrund und internationaler Erfahrung. Zu seinen Aufgaben werde neben der Stabilisierung des Deutschlandgeschäfts auch die weitere Markteinführung der US-Marke Budweiser gehören, die 2026 anlässlich des 150. Geburtstags der St. Louis Brauerei verstärkt in Deutschland etabliert werden soll.
Turbulente Phase für AB InBev Deutschland
Der Personalwechsel erfolgt in einer herausfordernden Phase für das Deutschlandgeschäft. Neben dem strukturell rückläufigen Bierabsatz machten zuletzt auch Konflikte mit großen Handelspartnern Schlagzeilen. Im Herbst nahm Edeka zentrale Marken wie Beck’s, Corona, Franziskaner und Spaten aus dem Sortiment, nachdem man sich nicht auf Preiserhöhungen einigen konnte.
Bildquelle: Machado de Lima / LinkedIn




















