Umsatzrekord bei Österreichs Weinexporten nach Deutschland

2014 war ein erfolgreiches Jahr für den österreichischen Weinexport. Lt. den vorläufigen Exportzahlen der Statistik Austria erreichten die österreichischen Winzer zum neunten Mal in Folge eine deutliche Steigerung der Exporterlöse. 2014 wuchs der Exportumsatz gar um sieben Mio. Euro, was einen noch nie dagewesenen Umsatzrekord von 146 Mio. Euro bedeutet. Deutschland stellt mit 55% Wertanteil am Gesamtexport den wichtigsten Exportmarkt für Österreichs Winzer dar, die Struktur dieser Weinexporte hat sich jedoch seit 2011 massiv verändert. Bis 2011 waren sie stark von Fasswein-Ausfuhren für das „Billigsdorfer“-Segment geprägt. In den Folgejahren verlor Österreich aufgrund mehrerer ernteschwacher Jahrgänge Marktanteile in diesem Bereich, jedoch zugunsten eines qualifizierten Wachstums in besseren Preisklassen.

Österreich gewinnt Marktanteile in Deutschlands stagnierendem Importmarkt
2014 wurden lt. Statistik Austria 36 Mio. Liter Wein (+5%) zu einem Rekorderlös von 80 Mio. Euro (+3%) nach Deutschland exportiert. Eine ähnliche Entwicklung zeigen auch die Zahlen des Destatis in Wiesbaden, die jedoch – im Unterschied zu den Zahlen der Statistik Austria – keine Reexporte nicht-österreichischer Weine ausweisen. Beide Erhebungsmethoden zeigen dennoch eine analoge Entwicklung der Durchschnittspreise (2014: Destatis 2,02 Euro/Liter, Statistik Austria 2,22 Euro/Liter). Die positive Exportentwicklung Österreichs ist umso erfreulicher, als dass der Importmarkt Deutschlands (konstante Menge bei einem Wertminus von 3%) generell eher konstant ist.

Der Ausstieg Österreichs aus dem Preiseinstiegsbereich verursachte kurzfristig spürbare Marktanteilsverluste, was die Winzer jedoch zugunsten höherer Durchschnittspreise und besserer Wertschöpfung gerne in Kauf nahmen. „Österreichischer Wein kann einfach nicht zu Billigpreisen produziert werden. Es freut uns sehr, dass wir es nun auch in Deutschland geschafft haben unser Händlernetz in Richtung fairer Preise bei guten Absatzmengen auszubauen“, erklärt Katharina Papst, Deutschland-Exportleiterin der Österreich Wein Marketing (ÖWM).

Deutschland nicht mehr einziger Wachstumsträger österreichischer Weinexporte
„Die Gesamtentwicklung Deutschlands ist für uns sehr erfreulich. Trotzdem sehen wir auch die Entwicklung positiv, dass das Wachstum unserer Weinexporte immer stärker auch aus anderen Märkten kommt“ kommentiert auch Willi Klinger, Geschäftsführer der  ÖWM. Neben der Schweiz und den USA (die heuer besonders zulegen konnten) kommen signifikante Zuwächse vor allem aus Ländern wie den Niederlande, Belgien, Skandinavien, dem Vereinigten Königreich und bereits China, die vor zehn Jahren noch in die Kategorie „unter ferner liefen“ fielen.  In diesen Ländern hat es die ÖWM und Österreichs Winzer erfolgreich geschafft durch konsequente Arbeit eine effiziente Distribution aufzubauen. Positive Ansätze in Nachbarmärkten wie Italien, Slowakei, Polen und Kroatien, aber ebenso Bulgarien, Rumänien und dem Baltikum lassen für die Zukunft weiteres Potenzial für den österreichischen Wein erkennen. Auch die Zuwächse in  Fernmärkten wie Kanada, Australien und Japan bestätigen die globale Strategie der Österreich Wein Marketing, die nicht auf wenige Schlüsselmärkte, sondern auf die wertschöpfungsstarken höheren Preissegmente in vielen Märkten abzielt.

Quelle: Österreich Wein Marketing GmbH | oesterreichwein.at

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