BrewDog
Akquisition

Tilray Brands übernimmt BrewDog für 33 Millionen Pfund

Das Ende von BrewDog in der bisherigen Form ist besiegelt. Der US-Konzern Tilray Brands hat am 2. März 2026 den Kauf strategisch ausgewählter BrewDog-Assets abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 33 Millionen Pfund. Inbegriffen sind die weltweite Marke und das geistige Eigentum, die britischen Brauereien sowie elf ausgewählte Brewpubs in Großbritannien und Irland – konkret in Birmingham, Canary Wharf, Dogtap Ellon, Dublin, Edinburgh DogHouse, Lothian Road, Manchester, Paddington, Seven Dials, Tower Hill und Waterloo.

Was Tilray übernimmt – und was nicht

Die übernommenen Assets sollen laut Tilray einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 6 bis 8 Millionen US-Dollar erwirtschaften. Das Unternehmen rechnet damit, das erworbene Geschäft ab dem Geschäftsjahr 2027 in den positiven Cashflow zu führen. Tilray verhandelt zudem separat über den Erwerb bestimmter BrewDog-Assets in den USA und Australien – dieser Teil des Deals soll binnen 30 Tagen abgeschlossen werden.

Nicht Teil der Transaktion ist das deutsche Geschäft. Die Berliner Brauerei in Mariendorf sowie die verbliebenen deutschen Bars verbleiben damit im Insolvenzverfahren.

Ein Schnäppchenpreis für eine einst milliardenschwere Marke

Der Kaufpreis markiert einen historischen Wertverlust. BrewDog war auf dem Höhepunkt seines Erfolgs mit über einer Milliarde Pfund bewertet worden. Für die rund 220.000 Kleinanleger, die über das „Equity for Punks”-Programm im Schnitt £400 investiert hatten, dürfte der Deal bedeuten, dass sie leer ausgehen.

Tilray: Vom Cannabis-Konzern zum globalen Craft-Beer-Sammler

Tilray Brands wurde 2013 als Cannabis-Unternehmen gegründet und hat sich seither zu einem diversifizierten Konzern für Lifestyle- und Konsumgüter entwickelt. Das bestehende Craft-Beer-Portfolio umfasst bereits Marken wie 10 Barrel Brewing, SweetWater Brewery, Redhook, Montauk Brewing, Breckenridge Brewery und zahlreiche weitere.

Mit der BrewDog-Akquisition erwartet Tilray, seinen globalen Getränkeumsatz auf rund 500 Millionen US-Dollar jährlich zu steigern. Auf Konzernebene peilt CEO Irwin D. Simon einen annualisierten Gesamtumsatz von rund 1,2 Milliarden US-Dollar an. Simon erklärte, man wolle BrewDog auf seine Kernstärken als Craft-Beer-Marke zurückbesinnen. Der britische Markt ist für Tilray kein Neuland: Simon verwies auf seine frühere Tätigkeit, bei der er in Großbritannien ein Konsumgütergeschäft mit einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebaut hatte – mit Marken wie Ella’s Kitchen, Tilda und Linda McCartney.

BrewDog – eine Marke mit Geschichte

BrewDog wurde 2007 gegründet und entwickelte sich rasch zu einer der bekanntesten Craft-Beer-Marken Großbritanniens. Zum Portfolio gehören Ikonen des Segments wie Punk IPA, Hazy Jane, Lost Lager und Wingman. Die globale Expansion über internationale Brauereien, Brewpubs und Partnerschaften machte die Marke weltweit bekannt – und führte letztlich auch zu einer Überdehnung, die das Unternehmen in die Krise trieb.

Quellen: Tilray Brands (Pressemitteilung, 2. März 2026), Berliner Morgenpost, Börsen-Zeitung, The Drinks Business, Beverage Daily

Bildquelle: BrewDog

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