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Netto-Null-Emissionen bis 2040

PepsiCo verschärft eigene Klimaziele

PepsiCo, Inc. verschärft sein wissenschaftsbasiertes Klimaziel nochmals deutlich. So sollen die absoluten Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2030 um mehr als 40 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus hat sich PepsiCo dazu verpflichtet, bis 2040 das Ziel von Netto-Null-Emissionen zu erreichen – und damit zehn Jahre früher als im Pariser Klimaabkommen gefordert.

Die absoluten Treibhausgasemissionen, die sich direkt aus der Geschäftstätigkeit von PepsiCo ergeben (Scope 1 und 2), plant das Unternehmen um 75 Prozent zu senken. Jene Emissionen, die indirekt aus der Geschäftstätigkeit hervorgehen (Scope 3), will PepsiCo bis 2030 um 40 Prozent reduzieren (Basisjahr 2015). Insgesamt sollen diese Maßnahmen zu Einsparungen von mehr als 26 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen führen. Das entspricht dem jährlichen Treibhausgasausstoß von mehr als fünf Millionen Autos.

„Die schwerwiegenden Folgen des Klimawandels treten immer offener zutage. Daher müssen wir dringend die systemischen Veränderungen vorantreiben, die notwendig sind“, sagt Ramon Laguarta, Chairman und CEO von PepsiCo. „Klimaschutz ist für uns als weltweit führendes Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie von zentraler Bedeutung und ein wichtiger Treiber unserer PepsiCo Positive-Agenda, mit der wir positive Ergebnisse für den Planeten und die Menschen zu erzielen wollen. Unser ehrgeiziges Klimaziel wird uns auf diesem steilen, aber entscheidenden Weg nach vorne bringen – es gibt keine andere Option als unser sofortiges und aggressives Handeln.“

Mit seinem Aktionsplan fokussiert sich PepsiCo sowohl auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen durch die Dekarbonisierung von Betrieb und Lieferketten als auch auf die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens. Bei Letzterem geht es darum, die Anfälligkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu verringern, indem das Klimarisiko fortlaufend in den Geschäftskontinuitätsplänen berücksichtigt wird. In Europa hat PepsiCo seine Gesamtemissionen seit 2015 bereits um 6 Prozent reduziert, was im Einklang mit den globalen Reduktionen steht. Ein neuer umfassender Plan zur Emissionsreduzierung richtet sich auf Schwerpunktbereiche wie Landwirtschaft, Verpackung, Vertrieb und Betrieb. Durch die vollständige Umstellung auf recycelte PET-Flaschen bis Ende 2021 wird das Unternehmen allein in Deutschland jährlich ein CO2-Äquivalent von 28.500 Tonnen einsparen. Zudem deckt PepsiCo seinen eigenen Strombedarf hierzulande bereits vollständig aus erneuerbaren Energien.

„Es gibt keinen Impfstoff gegen den Klimawandel. Aber unser Planet steckt in einer Krise“, so Silviu Popovici, CEO von PepsiCo Europe. „Das neue Klimaziel von PepsiCo wird unsere Anstrengungen zur Emissionsreduzierung nochmals verstärken. Dies betrifft sowohl unsere unternehmenseigenen Betriebe als auch unsere Lieferanten und Abfüller. Einfach ausgedrückt: Wir alle müssen mehr tun.“

Der Plan zur Reduktion der Emissionen um 40 Prozent in Europa sieht vor allem Folgendes vor

  • Da die Landwirtschaft für etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen und ein Drittel der Emissionen von PepsiCo verantwortlich ist, wird das Unternehmen die nachhaltige Landwirtschaft weiter ausbauen und Praktiken der regenerativen Landwirtschaft stärken. Diese tragen zur Emissionsreduzierung und -bindung sowie zur Verbesserung der Bodengesundheit und Biodiversität bei, verringern die Abholzung und steigern gleichzeitig die Produktivität der Landwirte. Dazu gehört auch der Ausbau des globalen Netzwerks von Demonstrationsfarmen, die bei der Umsetzung von Praktiken der nachhaltigen Landwirtschaft und der Verbesserung der Lebensgrundlagen helfen sollen. In Europa wird PepsiCo außerdem eine Technologie zur Herstellung eines emissionsarmen Düngers aus Kartoffelabfällen in seinen Walkers- und Lay’s-Fabriken einführen sowie den Einsatz von Technologien der Präzisionslandwirtschaft bei seinen Kulturen für Quaker-Hafer und Lay’s-Kartoffeln weiter ausbauen. Außerdem wird das Unternehmen gemeinsam mit Landwirten und Lieferanten seiner landwirtschaftlichen Zutaten die Umstellung auf erneuerbare Energien vorantreiben.
  • PepsiCo wird die Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen senken, indem es den Einsatz von neuem Kunststoff weiter reduziert und den Anteil an recyceltem Material in seinen Verpackungen erhöht. Dazu gehören die jüngsten Ankündigungen in Europa, Pepsi in neun europäischen Märkten bis 2022 auf Flaschen aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff (rPET) umzustellen. Deutschland ist Vorreiter dieser Entwicklung und stellt sein gesamtes Carbonated Softdrink-Portfolio sowie Lipton Ice Tea bereits bis Ende 2021 auf 100 Prozent rPET um.
  • Durch die Implementierung und Modernisierung von umweltverträglichen Produktions-, Lager-, Transport- und Vertriebsstandorten will das Unternehmen die Effizienz in seiner Lieferkette maximieren und gleichzeitig emissionsfreie oder emissionsärmere Technologien einführen. Von Lay’s bis Pepsi MAX und von Quaker bis Tropicana werden immer mehr PepsiCo-Marken mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt. In 12 Ländern in Europa bezieht PepsiCo bereits zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien und an 13 Standorten in der Region wurden bereits erneuerbare Energiequellen vor Ort installiert, wie z. B. Windmühlen, Solar- und Fotovoltaikanlagen oder Biomasse-Generatoren. PepsiCo wird auch mit seinen Zulieferern zusammenarbeiten, umin der Logistik auf emissionsarme und emissionsfreie Kraftstoffe umzusteigen und gleichzeitig den Einsatz von KI-Technologie für eine bessere Routenplanung zuerweitern. Das soll die Emissionen im Vertrieb reduzieren.
  • PepsiCo implementiert innovative Geschäftsprozesse, die eine Verringerung der Treibhausgasemissionen ermöglichen, wie z. B. das Programm „Sustainable from the Start“, das eine Entscheidungsfindung, in den Mittelpunkt des Produktdesigns stellt, die Umweltauswirkungen mit berücksichtigt. Darüber hinaus tragen zwei interne Programme zur Bepreisung von CO2-Emissionen bei. Das eine zielt darauf ab, die CO2-Belastung durch Geschäftsflüge der Mitarbeiter zu eliminieren. Ein anderes sorgt dafür, dass das Unternehmen die CO2-Belastung bei der Auswahl von Spediteuren für die Logistik von Drittanbietern berücksichtigt. Dies trägt dazu bei, dass PepsiCo die Fragen des Klimaschutzes noch stärker in seinen Geschäftsentscheidungen berücksichtigt.
    Im Rahmen seiner fortlaufenden Bemühungen, seine Größe und Reichweite für eine Verbesserung des Lebensmittelsystems zu nutzen, engagiert sich PepsiCo in mehreren Koalitionen, deren gemeinsames Ziel es ist, Maßnahmen gegen den Klimawandel voranzutreiben, wie z. B. die Initiative „One Trillion Trees“, „RE100“ von The Climate Group und We Are Still In.

Das Emissionsziel des Unternehmens entspricht dem Business Ambition for 1.5 °C Pledge. Die Science Based Targets Initiative (SBTI) hat bestätigt, dass die ergriffenen Maßnahmen geeignet sind, dieses Ziel zu erreichen, das zugleich als das ambitionierteste gilt. „Wir gratulieren PepsiCo zur Festlegung eines Emissionsreduktionsziels, das mit der Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C, dem ehrgeizigsten Ziel des Pariser Abkommens, im Einklang steht“, sagte Nate Aden, Senior Associate am World Resources Institute, einem der Partner der SBTI. „Unternehmen spielen eine wichtige Rolle bei der Reduktion der globalen Emissionen, und es ist ermutigend zu sehen, dass große Akteure wie PepsiCo ehrgeizige Maßnahmen ergreifen.“

Quelle/Bildquelle: PepsiCo Deutschland GmbH

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