BrewDog Bar Frankfurt
Insolvenz

BrewDog kündigt Insolvenz für deutsches Geschäft an – alle Standorte vor der Schließung

Das Deutschland-Geschäft des schottischen Craft-Beer-Herstellers BrewDog steht vor dem endgültigen Aus. Der Belegschaft wurde mitgeteilt, dass der Konzern Anfang dieser Woche beim Berliner Amtsgericht einen Insolvenzantrag für alle deutschen Bars und die Berliner Brauerei stellen werde. BrewDogs Agentur in London hatte dies am Freitagabend gegenüber der Berliner Morgenpost bestätigt. 

Schließungen und ausbleibende Gehälter

Die Bar in Berlin-Friedrichshain hat BrewDog bereits geschlossen. Der Taproom in Mariendorf und die Bar in Mitte sollen folgen. Die Gehaltszahlungen für Februar seien nicht wie üblich überwiesen worden. Stattdessen sollen die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Insolvenzgeld über die Bundesagentur für Arbeit erhalten – ein Verfahren, das durch einen vorläufigen Insolvenzverwalter koordiniert werden soll.

In einer E-Mail an die Belegschaft bezeichnete BrewDog die Insolvenz als notwendige Maßnahme, um der Marke eine geordnete Neuausrichtung zu ermöglichen. Konkrete Angaben zu den Gründen machte das Unternehmen jedoch nicht.

Hintergrund: Schrittweiser Rückzug

Der Rückzug aus Deutschland vollzog sich in mehreren Etappen. Bereits Mitte Januar schloss BrewDog seinen Standort in Wiesbaden. Zuvor war auch die Bar am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain nach vier Jahren Betrieb dauerhaft geschlossen worden. Als Begründung nannte das Unternehmen unter anderem den rückläufigen Bierkonsum in Deutschland sowie fehlendes Wachstum im Craft-Beer-Segment.

Globale Krise beim Mutterkonzern

BrewDog verzeichnete 2024 einen Verlust von £34,1 Mio., nach £62,7 Mio. im Vorjahr. Das Unternehmen hatte den Restrukturierungsberater AlixPartners an Bord geholt, um Käufer für das gesamte Unternehmen oder Teile davon zu finden. Das deutsche Geschäft soll dabei nicht Teil eines Gesamtverkaufs sein, sondern liquidiert werden. Als mögliche Interessenten für Teile des Konzerns wurden unter anderem die dänische Royal Unibrew sowie weitere internationale Brauereien gehandelt.

Mitgründer James Watt, der 2024 als CEO zurückgetreten war, will das Unternehmen Berichten zufolge mit Hilfe von Co-Investoren übernehmen und hat eigenen Angaben zufolge 10 Millionen Pfund für ein Übernahmeangebot in Aussicht gestellt.

Historisches Déjà-vu in Mariendorf

Das Scheitern von BrewDog in Deutschland erinnert an das vorherige Kapitel derselben Berliner Brauerei: Die amerikanische Stone Brewing Company hatte denselben Standort im ehemaligen Gaswerk Mariendorf bereits 2019 verlassen müssen, bevor BrewDog ihn zum 1. Mai 2019 übernahm.

Bildquelle: BrewDog

Neueste Meldungen

Brlo
WHISKY ‘N‘ MORE Bottling 2026
Tullamore D.E.W. Café Honey
1112 blanc zero
Brlo
WHISKY ‘N‘ MORE Bottling 2026
Tullamore D.E.W. Café Honey
1112 blanc zero
Internorga 2026 Eingang
Early Edeka
Alle News
about-drinks Newsletter jetzt kostenlos abonnieren!

Aktuelle Top-News und Personalien, spannende Interviews und attraktive Stellenangebote: Mit unserem wöchentlichen Newsletter sind Sie immer bestens informiert.

Newsletter abonnieren!
close-link