Im Insolvenzverfahren: Eichbaum plant Abbau von einem Drittel der Stellen
Im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens hat die Privatbrauerei Eichbaum einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt. Von derzeit rund 290 Beschäftigten sollten demnach weniger als 200 übrig bleiben – damit fiele etwa ein Drittel aller Arbeitsplätze weg. Einen entsprechenden Bericht des Mannheimer Morgen bestätigte das Unternehmen gegenüber dem SWR.
Co-Geschäftsführer Uwe Aichele bezeichnete den Schritt auf Nachfrage des SWR als notwendig, um die Brauerei zu retten. Die Kündigungen würden in den kommenden Wochen ausgesprochen werden. Betroffen seien laut aktuellem Stand vor allem Mitarbeitende in der Produktion, aber auch Stellen in Verwaltung und Handwerk könnten wegfallen.
Erfahren habe die Belegschaft von dem geplanten Stellenabbau auf einer Betriebsversammlung Ende Januar. Obwohl man damit gerechnet habe, sei die Nachricht schockierend gewesen. Betriebsratssprecher Umut As beschreibt die Lage gegenüber dem SWR deutlich: Es gehe gerade ums nackte Überleben. Allerdings habe man angesichts der geringen Auslastung keine andere Wahl als das Unternehmen zu verkleinern, um für potenzielle Investoren interessant zu sein.
Die Brauerei leide seit längerer Zeit unter mangelnder Auslastung – auch der Verkauf der Traditionsmarke Karamalz an Veltins im Oktober 2025 habe daran nichts geändert. Eichbaum befindet sich seit Anfang Januar im Insolvenzverfahren. Die Suche nach Investoren läuft. Weitere Hintergrundinfos gibt’s hier.
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