Voelkel
Familienunternehmen

Voelkel: Vater Stefan übergibt endgültig an die nächste Generation

Nach 45 Jahren in der Geschäftsführung bei Europas Biosaftmarke Nummer Eins geht Stefan Voelkel (67) in den (Un-)Ruhestand. Das wendländische Familienunternehmen in vierter Generation wird seit dem 1. Januar 2026 allein von seinen Söhnen Boris, Jacob und Jurek geleitet. Mit Stefan Voelkels Ausstieg aus der Geschäftsführung wird ein Übergabe-Prozess abgeschlossen, der bereits 2011 mit der Umwandlung des Unternehmens in Verantwortungseigentum eingeleitet wurde. Die Voelkel-Söhne haben damals auf ihr Erbe verzichtet, die GmbH gehört heute zwei sogenannten Purpose Stiftungen. Stefan Voelkel bleibt dem Marktführer im Biofachhandel in beratender Funktion und in der Rolle des Stiftungs-Vorsitzes weiterhin erhalten.

„Ich könnte mir keinen besseren Moment für den Schritt in eine neue Lebensphase vorstellen“, erklärt der neue Pensionär. „2025 ist das erfolgreichste Jahr in der jetzt 90-jährigen Geschichte unserer Firma. Die Bäume, die meine Söhne in den letzten Jahren in ihren jeweiligen Bereichen gepflanzt haben, tragen aktuell kräftige und gesunde Früchte. Voelkel geht es so gut wie nie. Wir werden als Lokomotive der Biobranche bezeichnet und fahren mit Volldampf auf stabilen Gleisen in die Zukunft. Wenn ich zurückblickend auf eine Sache wirklich stolz bin, dann auf die Tatsache, dass ihre Mutter und ich es geschafft haben, die Leidenschaft fürs Saftmachen an unsere vier erwachsenen Söhne weiterzugeben.“

Stefan Voelkel

Nach 45 Jahren in der Geschäftsführung geht Stefan Voelkel (67) in den Ruhestand.

Jacob Voelkel ist in der Geschäftsführung für die Bereiche Produktion, Technik, Lager, QS & QM zuständig, Boris Voelkel für den Einkauf und Jurek für Marketing und Vertrieb. Der vierte Sohn, David, arbeitet in der Technikabteilung.

Voelkel: Von 17 auf heute 450 Mitarbeitende

Auch wenn dieser Erfolg den meisten Vätern wohl bereits reichen würde: Stefan Voelkel kann sich deutlich mehr Auszeichnungen an den weißen Kittel nähen: Dazu zählt unter anderem, bereits mit 20 Jahren die Leitung der Firma von seinem Vater Harm übernommen zu haben und den, wie er ihn selbst bezeichnet „kleinen Öko-Saftladen“ von damals 17 auf heute 450 Mitarbeitende anwachsen zu lassen. Für 2025 rechnet der Hersteller aus dem Nordosten Niedersachsens mit seinen rund 250 Produkten wieder mit einem zweistelligen Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Voelkel ist in Europa der größte, zu 100 Prozent in Bio-Qualität produzierende Biosaft-Hersteller.

Voelkel

Vater Stefan mit seine Söhnen Jurek, Jacob und Boris (v.l.), die nun das Unternehmen leiten.

Bestand das Sortiment 1980 noch vornehmlich aus Apfel-, Orangen- und einigen Gemüsesäften, so sorgten Stefan Voelkels Trendgespür und Kreativität für eine Innovationskraft, die sonst eher von Start-Ups an den Tag gelegt wird. So experimentierte der noch im Dachgeschoss der Safterei geborene Pevestorfer bereits in den Achtziger-Jahren mit den aktuell extrem beliebten Produkten Kombucha, Apfelessig und Smoothies. Als einer der ersten brachte Stefan Voelkel mit der Marke „BioZisch“ Limonaden in Bio-Qualität auf den Markt. Unzählige Innovationen folgten. „Macht euch keine Hoffnung,“, erklärte er augenzwinkernd vor der versammelten Belegschaft bei seiner Verabschiedung. „ich komme bestimmt noch gelegentlich mit der ein oder anderen Idee vorbei.“

Voelkel – Verantwortung für Mensch und Natur seit vier Generationen

Der Name Voelkel steht seit vier Generationen für traditionell hergestellte Frucht- und Gemüsesäfte, Fruchtsaftvariationen und Erfrischungsgetränke in Demeter- und Bio-Qualität. Das Sortiment umfasst über 250 Produkte aus fast 40 unterschiedlichen Kulturen. Noch heute wird die Bio-Kelterei aus dem Wendland mit rund 450 Mitarbeitenden von der Familie geführt. Denn vier Söhne haben in der Bio-Safterei ihre Berufung gefunden, drei davon – Jacob, Boris und Jurek – stellen die Geschäftsführung des Unternehmens.

2011 hat sich die Familie Voelkel dazu entschieden, das Unternehmen in eine Stiftung zu überführen, deren oberstes Ziel die Förderung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit ist. 90 Prozent des Gewinns der Voelkel GmbH fließen jährlich zurück in das Unternehmen. Die verbleibenden 10 Prozent gehen durch die Satzung festgelegt an gemeinwohlorientierte Projekte. Voelkel engagiert sich dabei besonders für den Erhalt der Artenvielfalt, unter anderem für die ökologische Saatgutzüchtung und den Anbau samenfester Gemüsesorten.

Voelkel hat sich bereits zum zweiten Mal nach den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) bilanzieren lassen und mit 663 Punkten eines der besten Ergebnisse in der Historie der GWÖ für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden erzielt. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Voelkel 140 Millionen Euro Umsatz. Die niedersächsische Getränke-Firma ist damit Europas größter, zu 100-Prozent in Bio-Qualität produzierender Hersteller.

Quelle/Bildquelle: Voelkel GmbH

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