„Spürbar anders.“ – Die Partnerschaft von Gaffel und dem 1. FC Köln
„Spürbar anders.“ Der Claim des 1. FC Köln trifft nicht nur auf den Club selbst zu, sondern auch auf die Partnerschaft mit der Privatbrauerei Gaffel. Seit 2002 steht die Kölsch-Marke an der Seite des Vereins, 2024 wurde der Vertrag bis 2030 verlängert. Eine Verbindung, die längst mehr ist als Sponsoring – sie ist gelebte Stadtkultur. Die beiden Kölner Institutionen stehen für das Gleich ein: Nähe zu den Menschen, klare Haltung und dieses schwer zu erklärende Gefühl, das man wohl nur versteht, wenn man es selbst erlebt hat. Ob im Stadion, in der Kneipe oder irgendwo zwischen Dom und Veedel.
Über die Partnerschaft und all ihre Besonderheiten haben wir im Interview mit Thomas Deloy, Geschäftsleiter Marketing & PR bei Gaffel, und Philipp Liesenfeld, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb beim 1. FC Köln, gesprochen.
Thomas, seit 2002 ist Gaffel stolzer Partner des 1. FC Köln. Was macht diese Verbindung aus Deiner Sicht so besonders?
Thomas Deloy: Diese Partnerschaft besteht seit 2002 und ist über die Jahre weit mehr geworden als ein klassisches Sponsoring. Es ist eine gewachsene Freundschaft zwischen zwei Kölner Institutionen, die die gleichen Werte teilen: Leidenschaft und eine tiefe Verbundenheit zur Stadt. Dass diese Beziehung auch unabhängig von sportlichen Erfolgen Bestand hat, zeigt, wie stark sie ist. Im professionellen Sport ist das eine absolute Ausnahme.

Gaffel und der FC – eine Partnerschaft, die seit 2002 besteht (© Gaffel)
Welche Rolle spielt die gemeinsame Verwurzelung in Köln für den Erfolg?
Thomas Deloy: Die gemeinsame Herkunft ist der zentrale Erfolgsfaktor. Kölsch steht für Köln und der FC ebenso. Diese Authentizität lässt sich nicht künstlich herstellen. Während viele Partnerschaften austauschbar wirken, lebt diese Verbindung von echter Nähe zu den Menschen in der Stadt und den Veedeln. Das macht sie glaubwürdig und nachhaltig.
Eure Unterstützung geht weit über die Profi-Abteilung hinaus. Gaffel fördert das Fan-Projekt „fans1991“. Worum geht’s dabei?
Thomas Deloy: Das Projekt leistet wichtige soziale Arbeit rund um die FC-Fanszene. Uns ist wichtig, nicht nur den Profifußball, sondern auch das Umfeld zu begleiten, das den Verein trägt. Aktiv leisten wir Unterstützung bei Aktionen der Fans, im eigenen fans1991-Biergarten am Stadion, der zu den Heimspielen geöffnet ist, und bei Auswärtsfahrten.

Kölsch ist Teil des Lebensgefühls und fester Bestandteil im Stadion (© Ronny Heimann)
Welche Bedeutung hat Kölsch generell für die Stadt und speziell für das Stadionerlebnis beim 1. FC Köln?
Thomas Deloy: Kölsch ist Teil des kölschen Lebensgefühls und damit auch fester Bestandteil des Stadionerlebnisses. Es geht da auch um Gemeinschaft. Ob vor dem Spiel, in der Halbzeit oder danach: Kölsch gehört einfach dazu und verbindet die Fans. Es schafft genau die Momente, die den FC ausmachen.
Erfolg schmeckt beim FC richtig gut – dank der „Aktion Torkonto“. Worum geht’s dabei und wie ist die Aktion entstanden?
Thomas Deloy: Bei der „Aktion Torkonto“ spendiert Gaffel seit 2018 für jedes Tor, das der FC in der jeweils laufenden Saison im RheinEnergieSTADION erzielt, je 111 Liter Kölsch für die FC-Fans. Die Idee war, sportlichen Erfolg direkt mit einem gemeinsamen Erlebnis für die Fans zu verknüpfen. Ein besonderes Highlight ist dann der gemeinsame Ausschank nach der Saison, bei dem diese Momente noch einmal erlebbar werden.

Bei der „Aktion Torkonto“ spendiert Gaffel Bier für jedes FC-Tor (© B. Hammer)
Welche Bedeutung hat das Stadion als Absatz- und Erlebnisort für Gaffel?
Thomas Deloy: Das Stadion ist einer der wichtigsten Orte, an dem Gaffel erlebbar wird. Hier treffen Emotion, Gemeinschaft und Marke unmittelbar aufeinander. Für uns ist es ein klassischer Absatzkanal, aber auch ein Ort, an dem wir Teil der FC-Familie sind und das kölsche Lebensgefühl mitgestalten.
Gaffel bringt immer wieder limitierte Editionen und Sonderprodukte rund um den FC auf den Markt. Welche Rolle spielen solche Produkte für die Markenbindung?
Thomas Deloy: Diese Editionen erzählen Geschichten, die Fans emotional abholen. Ob historische Momente oder besondere Jubiläen: Solche Produkte schaffen Identifikation und machen die Verbindung zwischen Marke und Verein sichtbar. Sie sind ein wichtiger Baustein, um die Nähe zu den Fans immer wieder neu zu beleben.

Gaffel bringt immer wieder limitierte FC-Editionen auf den Markt (© Ronny Heimann)
Alkoholfreies Bier gewinnt zunehmend an Bedeutung. Beobachtet Ihr auch im Fußball-Umfeld einen Wandel? Wie reagiert Gaffel darauf?
Thomas Deloy: Im Stadion gibt es eine steigende Nachfrage nach alkoholfreien Getränken wie Gaffel Kölsch 0,0 % und Gaffels Fassbrause. Auch unsere alkoholreduzierten Biere Kölsch & Cola sowie Gaffel Lemon sind gefragt. Das passt zu einem bewussteren Konsumverhalten, ohne dass das Gemeinschaftserlebnis verloren geht. Deshalb entwickeln wir unser Portfolio konsequent weiter und geben alkoholfreien Produkten eine eigenständige Rolle mit klarer Identität.
Wenn Du für die Partnerschaft von Gaffel und dem 1. FC Köln eine Headline kreieren müsstest, wie würde sie lauten?
Thomas Deloy: „Liebe ist ligaunabhängig. Kölsch verbindet.“

Thomas Deloy, Geschäftsleiter Marketing & PR bei Gaffel (l.), und Philipp Liesenfeld, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb beim 1. FC Köln (© Gaffel / 1. FC Köln)
Philipp, der Fußball nimmt in Köln schon immer eine besondere Rolle ein. Was bedeutet der FC für die Menschen in der Stadt und Region?
Philipp Liesenfeld: Der FC ist in Köln weit mehr als nur ein Fußballclub, der alle zwei Wochen im RheinEnergieSTADION aufläuft. Er ist soziales und emotionales Bindeglied dieser Stadt. In einer Zeit, die immer komplexer wird, bietet der FC ein Gefühl von Heimat, Zusammenhalt und Identität, das generationenübergreifend funktioniert.
Das spüren Sie in der Kurve genauso wie bei einem Gaffel in der Kneipe oder am Montagmorgen bei der Arbeit. Der FC ist überall Gesprächsthema und emotionalisiert die Menschen. Er ist bestenfalls ein Stück Lebensfreude, manchmal – für meinen Geschmack noch etwas zu oft – bedeutet er auch geteiltes Leid. Vor allem aber ist er ein Versprechen auf Gemeinschaft.
Daher ist es nur logisch, dass der Bierpartner ebenfalls aus der Stadt kommt: Was zeichnet die Zusammenarbeit mit Gaffel aus Vereinssicht besonders aus?
Philipp Liesenfeld: Wir teilen nicht nur den Standort, sondern auch Werte, Haltung und ein gemeinsames Verständnis für die Menschen in dieser Stadt. Mit dieser gemeinsamen Basis entwickeln wir Ideen und Momente, die über klassische Sponsoringmaßnahmen hinausgehen und wirklich bei den Fans ankommen. Diese Authentizität und Verlässlichkeit machen die Partnerschaft für uns so besonders.

Authentizität und Verlässlichkeit machen die Partnerschaft zwischen Gaffel und dem FC so besonders (© Gaffel)
„Liebe ist ligaunabhängig“ hat Heinrich Philipp Becker, der geschäftsführende Gesellschafter der Privatbrauerei, mal gesagt. Wie wichtig ist ein verlässlicher Partner wie Gaffel auch in sportlich weniger erfolgreichen Zeiten?
Philipp Liesenfeld: Der Satz bringt es sehr gut auf den Punkt. Mit Gaffel verbindet uns seit 2002 eine verlässliche Partnerschaft, die wir über die Jahre hinweg weiterentwickelt haben. Seither können wir auf Gaffel als starken Partner bauen. Gerade in sportlich herausfordernden und insgesamt volatilen Zeiten zeigt sich, wie wichtig solche langfristigen Beziehungen sind.
Sie geben uns Planungssicherheit, Stabilität und Vertrauen – und senden zugleich ein klares Signal an unser Umfeld und unsere Fans: Diese Partnerschaft trägt unabhängig von der Liga und hat Substanz weit über den Moment hinaus. Dennoch arbeiten wir hart an unserem Ziel, dass diese Liebe in Zukunft dauerhaft „erstklassig“ gelebt werden kann.
Die Partnerschaft geht weit über das Stadion hinaus. So unterstützt Sportdirektor Thomas Kessler seit letztem Jahr die Gaffel-Kampagne „Stimme für Köln“. Wie wichtig sind solche Aktionen abseits des Platzes?
Philipp Liesenfeld: Die Partnerschaft lebt von einem echten Miteinander und einem Geben und Nehmen. Gaffel unterstützt uns verlässlich bei zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen – entsprechend selbstverständlich ist es für uns, Initiativen von Gaffel aktiv zu begleiten und zu unterstützen. Als zwei kölsche Institutionen sehen wir es zudem als gemeinsame Verantwortung, über den Fußball hinaus für Werte und Botschaften einzustehen und diese in die Stadt und Region hineinzutragen.

FC-Sportdirektor Thomas Kessler unterstützt die Gaffel-Kampagne „Stimme für Köln“ (© Philipp Brohl)
Der 1. FC Köln steht für eine besonders lebendige Fankultur. Inwiefern trägt ein Partner wie Gaffel konkret dazu bei, diese Kultur im Stadion und darüber hinaus erlebbar zu machen?
Philipp Liesenfeld: Die Fankultur beim FC lebt von Emotionen, Traditionen und gemeinsamen Erlebnissen. Gaffel trägt dazu bei, genau diese Momente zu schaffen und zu verstärken – sei es im Stadion, in den Kneipen oder bei Fan-Events in der ganzen Stadt. Gaffel gehört für die Fans einfach dazu, wenn sie den FC erleben.
In der Hymne des Vereins heißt es „Mer stonn zo Dir, FC Kölle“ – und der FC steht auch zu Gaffel. Die Partnerschaft wurde erst vor zwei Jahren bis 2030 verlängert. Mit welchen weiteren Zielen?
Philipp Liesenfeld: Mit der Verlängerung bis 2030 haben wir ein klares Zeichen gesetzt: Gaffel ist beim 1. FC Köln fest verankert. Wir wollen diesen gemeinsamen Weg langfristig fortsetzen und gezielt weiterentwickeln. Dabei geht es uns vor allem darum, die Partnerschaft noch stärker mit Leben zu füllen – mit innovativen Formaten, die Menschen verbinden, mit nachhaltigen Initiativen und mit einer noch engeren Einbindung unserer Fans. Gleichzeitig verstehen wir es als gemeinsame Aufgabe, Verantwortung für die Stadt und die gesamte Region zu übernehmen.
Wenn Du für die Partnerschaft vom 1. FC Köln und Gaffel eine Headline kreieren müssten, wie würde sie lauten?
Philipp Liesenfeld: „Den FC im Herzen & Gaffel im Glas.“

Heinrich Philipp Becker, geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Gaffel, stößt 2024 auf die Vertragsverlängerung an (© B. Hammer)
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Quellen Titelbild: © Gaffel / © 1. FC Köln
+++ Dieses Interview ist in der Reihe „Stadionbier“ erschienen. Wir bedanken uns bei Thomas Deloy und Philipp Liesenfeld für das offene und sehr interessante Gespräch! Wenn auch Sie ein spannendes Thema haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++





















