Sieger Interview
Interview

„Sip of Gold“: Christian Sieger über SIEGER by FÜRSTENBERG

Christian Sieger führt gemeinsam mit seinem Bruder Michael das Familienunternehmen sieger design. Während Michael als kreativer Kopf das Design verantwortet, ist Christians Metier die professionelle Vermarktung. Ihre Leidenschaft für die hohe Kunst des Handwerks und die schönen Dinge des Lebens bewegte die Brüder 2005, ihre eigene Premiummarke SIEGER zu gründen. Neben den Projekten für Partner ihrer Agentur entstehen hier ausgewählte Produkte wie das hochwertige Porzellan von SIEGER by FÜRSTENBERG, das in Deutschland in der Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG von Hand gefertigt wird. Mit dem Champagnerbecher Sip of Gold, der Prometheus-Serie für Cocktails sowie durch Kooperationen mit Siegfried Gin, Marie Rausch und Volker Seibert hat sich die Marke in der Getränke- und Barwelt einen Namen gemacht.

Wir haben mit Christian Sieger im Interview über diese Kooperationen, die Produkte sowie die bewegte Geschichte des Unternehmens gesprochen.

Christian, die Geschichte von Sieger geht zurück ins Jahr 1964. Wie hat damals alles begonnen?

Christian Sieger: Ursprünglich wurde unser Unternehmen als Architekturbüro von unserem Vater gegründet, der zum Beispiel Einfamilienhäuser, aber auch Großprojekte realisiert hat. Über den Schiffsbau, also die Planung und Innenausstattung von Segel- und Motorjachten, sind dann Anfang der 1980er Kontakte zur Sanitärbranche entstanden. Von da an begann der erfolgreiche Ausbau des Büros im Industriedesign.

Mein Bruder und ich sind in das Unternehmen eingestiegen und haben es zu einer Full-Service-Agentur weiterentwickelt, die in den verschiedensten Konsumgüterbereichen für mittelständische Unternehmen tätig ist. Natürlich ist in diesem Zuge auch das Büro weitergewachsen, so dass wir mit einem kompetenten und hoch engagierten Team immer wieder neue außergewöhnliche Produktkonzepte entwickeln und vermarkten.

Christian Michael Sieger

Christian Sieger (l.) und sein Bruder Michael Sieger führen das Familienunternehmen sieger design (© SIEGER)

Bis heute hat sich also einiges getan. Welche Meilensteine kannst Du da nennen?

Christian Sieger: Als unser Gesellenstück bezeichnen mein Bruder und ich immer die Markenentwicklung und umfangreichen Designkollektionen für den Glashersteller Ritzenhoff zu Beginn der 1990er Jahre. Die Idee des Milchglases und die Zusammenarbeit mit renommierten internationalen Kreativen, die ihre individuellen Dekorentwürfe zu einer besonderen Sammlung beisteuerten, markierten den Anfang und Durchbruch der Marke.

Neben zahlreichen Produktinnovationen im Sanitärdesign für Dornbracht und Duravit würde ich zudem die Serie Tric für Arzberg als eine der bestverkauften Porzellankollektionen Deutschlands nennen sowie Projekte für die Deutsche Bahn im Bereich neuer WC-Anlagen, ein TV-Konzept für Sony, eine Besteckserie für WMF, Schreibgeräte für LAMY bis hin zu dem Relaunch einer Marke für Pflegeheimbetten.

Was hat es mit der Marke SIEGER by FÜRSTENBERG auf sich?

Christian Sieger: Nachdem wir viele Jahre Unternehmen und deren Marken entwickelt hatten, wuchs in uns der Wunsch nach etwas Eigenem, für das wir unser Know-how ganzheitlich einsetzen konnten. 2005 gründeten wir daher unsere eigene Marke SIEGER und entschieden uns unter anderem für eine Branche, die für viele damals als wenig innovativ galt: Tisch- und Tafelkultur.

Uns gelang es, mit FÜRSTENBERG einen Partner zu finden, der für jahrhundertereiche Handwerkskunst aus Deutschland steht und mit dem wir auf Augenhöhe eine Markenkooperation entwickeln konnten. Wir wollten insbesondere die Stärken der Manufaktur für individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und Präzision nach vorne stellen und so ganz neue Formen mit einem noch feineren Scherben umsetzen. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen in dem Bereich konnten wir so schließlich unsere Vision von dem perfekten Porzellan realisieren und auch vollumfänglichen Einfluss auf die Art der Vermarktung nehmen.

Sieger

Sip of Gold: Champagnerbecher mit 24-karätiger Vergoldung – echte Meisterstücke (© SIEGER)

Für Champagner gibt es die Kollektion „Sip of Gold“ von SIEGER by FÜRSTENBERG. Was macht sie besonders

Christian Sieger: Uns war es wichtig, die besondere Qualität des neu entwickelten Porzellans erlebbar und spürbar zu machen. Wir wollten ein einzelnes Produkt, das sofort jeden begeistert. Mein Bruder Michael war von einem klassischen Silberbecher, den er von seiner Frau geschenkt bekam, ebenso inspiriert wie von den innen vergoldeten feinen Teetassen, aus denen wir während unserer ersten Produktentwicklungsphasen in Fürstenberg getrunken hatten.

So entstand die Idee, einen hauchdünnen, ganz puren und bodenständig geformten Becher zu entwerfen, der mit seiner 24-karätigen Vergoldung zu einem kleinen Meisterstück wurde. Sobald man Champagner eingießt oder aber auch ein gutes Mineralwasser, trinkt man flüssiges Gold – dank der vielen Reflexionen im Inneren. So entstand auch der Name der Kollektion „Sip of Gold“. Die Porzellanbecher gibt es heute in Weiß oder Schwarz, mit teils neuen Reliefstrukturen oder farbig mit ganz unterschiedlichen Dekoren.

Der Gin- und Cocktailbereich wird mit der Prometheus-Serie abgedeckt. Mit welchen Produkten?

Christian Sieger: Bei unserer Markenfreundin Marie Rausch, eine der besten Barkeeper:innen Europas, die uns auch bei Events häufig begleitet, sahen wir immer wieder neue kreative Einsatzmöglichkeiten für unsere Porzellanbecher. Unter anderem durch die gute und enge Zusammenarbeit mit ihr entstand der Impuls, weitere passende Gefäße für die moderne Barkultur bzw. die Hausbar zu entwickeln. Gestartet sind wir mit dem Eiskühler Prometheus und haben dann im Anschluss den gleichnamigen Becher ergänzt.

Das markante, präzise Relief macht jeden einzelnen zu einer kleinen Skulptur. Da er außen mattsatiniert ist, fühlt sich die Oberfläche weich und samtig an, gleichzeitig betont dies noch einmal mehr die Gesichtszüge. Immer wieder feiern die Menschen das besondere Erlebnis, aus diesen Gefäßen ihre Cock- und Mocktails zu genießen.

Sieger Marie Rausch

Durch die Zusammenarbeit mit Marie Rausch entstand der Impuls zur SIEGER by FÜRSTENBERG Prometheus Kollektion (© SIEGER)

In der Vergangenheit hat SIEGER auch z.B. mit den Rheinland Distillers für die Marke Siegfried Gin zusammengearbeitet. Wie sah die Kooperation aus und welche Produkte sind daraus entstanden?

Christian Sieger: Wir kannten uns schon lange aus dem Bereich der Tischkultur, dort hat Mitinhaber Raphael Vollmar seine Wurzeln. Bei einem Treffen auf dem Bar Convent in Berlin haben wir dann spontan die Idee einer limitierten Edition des Siegfried Gins aus der Taufe gehoben, und das mit einem phänomenalen Erfolg.

Die Serie, für die wir vier Heldenmotive unserer Becherkollektion „The Sparkling 4“ auf die Etiketten von jeweils 2.222 Flaschen übertragen hatten, war innerhalb von Stunden ausverkauft. Der gemeinsame Spirit und der Mut, Neues zu schaffen, hat uns verbunden. Das war eine perfekte Zusammenführung unserer Marken-DNA.

Sieger

Die vier Heldenmotive der Becherserie „The Sparkling 4“ fanden sich auch bereits auf den Etiketten einer limitierten Siegfried Gin Edition. (© SIEGER)

Sind solche Kooperationen mit Unternehmen und Marken auch in Zukunft noch angedacht?

Christian Sieger: Unbedingt! Wir haben zum Beispiel auch schon gemeinsam mit der Ästhethikärztin Dr. Barbara Sturm, die sich mit ihrer Hautpflegelinie einen großen Namen gemacht hat, den Dekor für einen Editionsbecher realisiert. Mit dem Modell „Precious Companions“ unterstützen wir den Natur- und Tierschutz, indem ein Teil des Erlöses an die Organisation Defend, ehemals bekannt als National Park Rescue, geht. Sie schützt Nationalparks und die Wildtiere, die hier in ihrer natürlichen Umgebung leben.

SIEGER arbeitet zudem mit Gastronomen zusammen. Welche sind das und wie sehen diese Kooperationen aus?

Christian Sieger: Schon vor dem Start unserer Marke haben wir mit Dieter Müller gefachsimpelt … seitdem beobachten wir unter anderem, wie unsere Produkte in Restaurants wie dem Ultraviolet von Paul Pairet in Shanghai, im Thái Công Restaurant in Ho Chi Minh City oder im Hotel Villa Franca in Positano zum Einsatz kommen. Es gibt schon viele Köche, die ihre Kunstwerke auf unsere Teller zaubern.

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Sommelier Mathias Brandweiner, der die Einführung unserer Wein- und Digestifbecher Grand Cru Gold kritisch und konstruktiv begleitet hat. In seinem Restaurant Hafenküche in Berlin nutzt er auch weitere Teile unserer Kollektionen.

Ebenso, wie bereits genannt, Marie Rausch, die zusammen mit ihrem Mann das Speise- und Cocktailbistro Rotkehlchen in Münster führt. Und auch Volker Seibert im Seiberts in Köln, der mit den höchsten Preisen seines Metiers ausgezeichnet ist und seine Cocktailkreationen in unseren Bechern oder auch mal in einer Schale als kleine Kunstwerke inszeniert.

Sieger Volker Seibert

Christian Sieger (l.) mit Volker Seibert: Er setzt im Seiberts in Köln ebenfalls auf die Produkte von SIEGER by FÜRSTENBERG (© SIEGER)

Ist in diesem Bereich etwas Neues geplant? Was gibt es generell für Pläne für dieses Jahr?

Christian Sieger: Wie jedes Jahr planen wir wieder einiges an besonderen Highlights. 2025 haben wir zum Beispiel eine limitierte Edition titanisierter Objekte zu unserem 20-jährigen Markengeburtstag umgesetzt. Das versuchen wir wieder zu toppen, auch eine neue Kooperation für Becherdekore steht wieder auf der Agenda. In jedem Fall bleiben wir unserem Claim „The Good Life“ treu, mit Produkten, die jeden Tag bereichern sollen – das, was wir das gute Leben nennen.

Thema Vertrieb: Über welche Kanäle sind die Produkte erhältlich?

Christian Sieger: Unsere Kollektionen kann man sowohl bei unseren Fachhandelspartnern vor Ort erleben als auch online kaufen. Weitere Informationen findet man jederzeit gern auf unseren beiden Websites:
www.sieger-germany.com und www.fuerstenberg-porzellan.com.

SIEGER Sip of Gold

Die vier Reliefbecher Liaisons, Braids, Cuts und Facets (v.l.) der Sip of Gold Kollektion von SIEGER by FÜRSTENBERG (© SIEGER)

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+++ Wir bedanken uns bei Christian Sieger für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

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