Viva con Agua
Interview

Nationale Expansion, regionale Partner: Mario Klütsch über Viva von Agua

Mit der bundesweiten Listung bei Rossmann macht Viva con Agua einen weiteren wichtigen Schritt im deutschen Handel. Das Mineralwasser der Hamburger Social-Business-Marke ist damit erstmals flächendeckend in einer der größten Drogeriemarktketten Deutschlands erhältlich. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf mehr Regionalität. Anfang des Jahres kam mit RHODIUS der inzwischen dritte regionale Brunnenpartner hinzu.

Wie passen nationale Expansion und regionale Produktion zusammen? Welche neuen Zielgruppen und Vertriebswege hat Viva con Agua im Blick? Und wie gelingt es, wirtschaftliches Wachstum mit der eigenen sozialen Mission zu verbinden? Darüber haben wir im Interview mit Mario Klütsch, Managing Director Viva con Agua Wasser GmbH, gesprochen.

Mario, mit der bundesweiten Listung bei Rossmann ist Viva con Agua erstmals flächendeckend in einer der größten Drogeriemarktketten Deutschlands vertreten. Welche Bedeutung hat dieser Schritt für Euch und Eure Mission?

Mario Klütsch: Für uns ist das ein echter Meilenstein. Wir sind mit unserem Mineralwasser jetzt erstmalig in einer der größten Drogerieketten des Landes präsent, und das bedeutet vor allem eins: Mehr Menschen können mit einem ganz alltäglichen Griff ins Regal etwas bewegen. Jede Flasche unterstützt internationale Trinkwasserprojekte.

Wenn das plötzlich in über 2.000 Märkten täglich möglich ist, dann skaliert Wirkung. Und genau darum geht es uns. Wir bauen keine Marke um der Marke willen.  Wir bauen eine Bewegung, die möglichst viele Menschen mitnimmt, um positiven Impact zu generieren.

Viva con Agua Rossmann

Welche Zielgruppen möchtet Ihr damit künftig erreichen, und was macht Rossmann aus Eurer Sicht zum passenden Partner für Viva con Agua?

Mario Klütsch: Budnikowsky war damals unser Einstieg ins regionale Drogeriegeschäft, sie begleiten unsere Vision seit dem ersten Tag, und dafür sind wir sehr dankbar. Mit Rossmann erreichen wir jetzt bundesweit neue Menschen: einen Querschnitt der Gesellschaft, der bewusst einkauft und wissen will, was und wer hinter einem Produkt steht.

Genau diese Menschen wollen wir stärker ansprechen. Menschen, die spüren, dass Konsum und Haltung zusammengehören können.

Rossmann passt zu uns, weil dort echtes Interesse an Sinn und Verantwortung besteht, nicht als Feigenblatt, sondern aus Überzeugung. Wir haben von Anfang an gemerkt, dass wir dieselbe Sprache sprechen. Und das ist die entscheidende Grundlage für jede Partnerschaft, die wir mit unseren sozialen Produkten eingehen.

Anfang des Jahres habt ihr mit RHODIUS euren dritten regionalen Brunnenpartner an Bord geholt. Was steckt hinter eurer Regionalitätsstrategie?

Mario Klütsch: Wasser ist regional und sollte es auch bleiben. Es kommt aus der Erde vor unserer Haustür, und genau so wollen wir es auch behandeln. Unsere Regionalitätsstrategie heißt: kurze Wege, echte Nähe, Brunnen aus der Region für die Region.

Mit RHODIUS haben wir jetzt den dritten regionalen Brunnen an Bord, und das macht uns nicht nur ökologisch stärker, sondern bringt uns auch näher an die Menschen vor Ort. Für unsere weitere Entwicklung ist das zentral, weil wir so wachsen können, ohne unsere Wurzeln zu verlieren. Wir wachsen und bleiben gleichzeitig nah.

Viva con Agua

Worauf kommt es Euch bei der Auswahl eurer Brunnenpartner an?

Mario Klütsch: Uns kommt es auf drei Dinge an: Qualität, Regionalität und Haltung. Unsere Brunnenpartner*innen müssen unser Wasser mit derselben Sorgfalt behandeln, mit der wir unsere Mission leben. Das kürzlich, zum wiederholten Male erhaltene „sehr gut“ von Ökotest unterstreicht unseren konsequenten Qualitätsanspruch. Unsere Partner*innen verstehen, dass wir kein konventionelles Getränkeunternehmen sind, sondern ein Social Business, das Menschen den Zugang zu Trinkwasser ermöglicht.

RHODIUS bringt genau das mit. Ein Familienunternehmen mit langer Tradition, tief verwurzelt in seiner Region, das Verantwortung für Ressourcen und Umwelt ernst nimmt. Diese Kombination aus handwerklicher Qualität und echter Werteorientierung passt hervorragend zu uns. Um das einmal zu unterstreichen: auch wir sind bei weitem nicht perfekt!

Doch wir haben jeden Tag den Anspruch, gemeinsam mit unseren Partner*innen, ehrlich und Stück für Stück besser zu werden.

Neben dem klassischen Handel baut ihr derzeit neue Vertriebswege auf. Welche Rolle spielen dabei Inside Sales und E-Commerce?

Mario Klütsch: Die Gastronomie und der klassische Handel bleiben unser wichtigstes Fundament, gleichzeitig wollen wir mehr Menschen dort erreichen, wo sie ohnehin sind. Im neu aufgebauten Inside Sales Bereich liegt unser Fokus auf ganzheitlichen Trinkwasserlösungen und der Erschließung neuer Zielgruppen wie Büros, Co-Working Spaces und öffentliche Einrichtungen. Wir gehen sehr gezielt auf diese Partner*innen zu und bringen unser Wasser und unsere Idee direkt zu ihnen.

Im Bereich E-Commerce setzen wir bewusst einen starken strategischen Fokus, weil wir dort unsere Vision noch ganzheitlicher und unverkürzt erzählen können, statt nur ein Produkt zu verkaufen. Wir probieren dort auch viel aus. So haben wir kürzlich unseren KI-Agenten „Alpagua” gelauncht, der Menschen durch den Shop begleitet und ihnen niedrigschwellig unsere Vision näherbringt. Zusammen stärkt uns das in neuen Bereichen und bringt uns noch näher an die Menschen, die uns unterstützen. Ich sehe hier enormes Potenzial und wir fangen gerade erst an, es zu heben.

Viva con Agua

Wo siehst du aktuell die größten Potenziale für die weitere Entwicklung der Marke Viva con Agua?

Mario Klütsch: Das größte Potenzial liegt für mich in der Verbindung aus Markenaufbau, Reichweite und Nähe. Wir werden bundesweit sichtbarer und bekannter, gleichzeitig regionaler in der Produktion und direkter im Kontakt zu unseren Partner*innen und Unterstützer*innen. Diese Bewegungen greifen ineinander.

Dazu kommt eine Community, die uns trägt, und ein Team, das jeden Tag mit voller Überzeugung dabei ist. Wenn wir es schaffen, all das klug zusammenzubringen, dann können wir als Marke gesund und nachhaltig wachsen und gleichzeitig unseren Wurzeln treu bleiben.

Das ist bewusst ambitioniert und genau darauf haben wir große Lust.

Viva con Agua verbindet unternehmerischen Erfolg mit sozialem Engagement. Wie schafft Ihr es, unternehmerisch zu wachsen und gleichzeitig Eurer Mission treu zu bleiben?

Mario Klütsch: Für uns ist das kein Widerspruch, sondern der Kern unseres Modells. Wir wachsen nicht trotz unserer Mission, sondern wegen ihr. Jeder unternehmerische Erfolg heißt bei uns: mehr Wirkung, mehr Wasserprojekte, mehr Menschen mit Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das hält uns ehrlich und motiviert zugleich. Wir treffen keine Entscheidung, ohne uns zu fragen, ob sie zu unseren Werten passt.

Und wir haben ein Team, das genau darauf achtet. Sinnvolle Arbeit ist unser stärkster Antrieb, stärker als jede Quartalszahl und gleichzeitig steigen auch diese Jahr für Jahr. Unsere konsequent erfolgreiche Entwicklung bestärkt uns auf diesem Weg. Wenn wir zudem einen Teil dazu beitragen können, dass Unternehmen sich enger dem Gemeinwohl verbunden fühlen, dann freuen wir uns ein möglicher Auslöser dafür gewesen zu sein.

Viva con Agua

Viva con Agua lebt seit jeher von einer starken Community. Wie wichtig ist dieses Netzwerk heute noch, wo ihr Euch zunehmend als nationale Getränkemarke etabliert?

Mario Klütsch: Dies ist keine Entweder-oder-Frage, sondern eine die mit einem klaren UND beantwortet werden kann. Die Community ist unser Herz. Ohne sie gäbe es Viva con Agua nicht. Auch wenn wir heute zunehmend als nationale Getränkemarke wahrgenommen werden, vergessen wir nie, woher wir kommen: aus einer Bewegung von Menschen, die etwas positiv verändern wollen. Diese Menschen tragen uns bis heute, mit Aktionen, mit Herzblut, mit Haltung.

Je größer wir werden, desto wichtiger wird es, dass wir diese Verbindung pflegen und gemeinsam wachsen. Eine Marke kann man auf dem Reißbrett aufbauen. Eine Bewegung entsteht organisch mit den Menschen. Und wir sind und bleiben eine Bewegung von Menschen für Menschen, das Mineralwasser ist nur eines von vielen Vehikeln, um unsere Mission mit Impact zu unterstützen.

Wenn Du heute auf Viva con Agua blickst: Was ist aus Deiner Sicht der größte Unterschied zu den Anfängen?

Mario Klütsch: Wir sind über die Jahre stark gewachsen und das erfordert Struktur. Der größte Unterschied ist die Professionalität, mit der wir heute arbeiten. Am Anfang war ganz viel Herz, Freestyle und Improvisation, heute haben wir ganz viel Herz, Strategie und saubere Strukturen. Was sich aber nicht verändert hat, ist der Kern: dieselbe Vision, dieselbe Energie, dieselbe Überzeugung, dass Wasser ein Menschenrecht ist.

Wir sind erwachsener geworden, ohne das Feuer und unsere Leichtigkeit zu verlieren. Alle, die solche Entwicklungsschritte in Unternehmen schon einmal begleitet haben, wissen um diesen Drahtseilakt. Ich kann mit Freude sagen, dass uns dieser bisher sehr gut gelungen ist.

Viva con Agua

Wenn Menschen zu einer Flasche Viva con Agua greifen: Was sollen sie mit Eurer Marke verbinden?

Mario Klütsch: Freude und ein gutes Gefühl, Teil unserer Community zu sein. Wer zu einer Flasche Viva con Agua greift, soll wissen:

Ich trinke nicht nur Wasser, ich bin Teil von etwas Größerem.

Es löscht nicht nur meinen eigenen Durst. Genau das ist unsere Idee, denn Wasser verbindet. Getragen von einer Gemeinschaft, die etwas bewegen will. Das soll man schmecken, spüren und weitertragen.

Was möchtest Du ansonsten noch loswerden?

Mario Klütsch: Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Weg mit uns gehen. An unser Team, unsere Partner*innen, unsere Community. Ohne euch wäre nichts davon möglich. Wir haben gerade erst angefangen. ALL IN FOR WATER.

Viva con Agua | Website | LinkedIn | Instagram | Facebook

+++ Wir bedanken uns bei Mario Klütsch für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++

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