„Made by a Scottish Island Community“ – Andrew Lennie über Jura
[Advertorial] Eine abgelegene Insel vor der schottischen Westküste, weniger als 250 Einwohner und Tausende Rothirsche: Die Heimat des Jura Single Malt ist außergewöhnlich – und prägt den Charakter der Marke bis heute. Seit ihrer Wiedereröffnung im Jahr 1963 ist die Jura Distillery eng mit der Inselgemeinschaft verbunden. Gleichzeitig entwickelt sie ihre Whiskys und ihr Portfolio kontinuierlich weiter. Zuletzt hat Jura nicht nur seiner Ausstattung einen neuen Look gegeben, sondern auch neue Abfüllungen angekündigt.
Im Interview haben wir mit Andrew Lennie, Global Single Malt Specialist bei Whyte & Mackay, gesprochen: über die Marke und deren Produkte, die Verbundenheit von Destillerie und Inselgemeinschaft sowie die Zusammenarbeit mit Vertriebspartner Mack & Schühle.
Bitte stell Dich kurz vor: In welcher Position arbeitest Du bei Whyte & Mackay bzw. Jura und was sind Deine Aufgaben?
Andrew Lennie: Mein Name ist Andrew Lennie und ich bin Global Single Malt Specialist bei Whyte & Mackay. Ich bin weltweit für die Markenbotschafter-Aktivitäten rund um Jura Single Malt sowie Fettercairn und Tamnavulin verantwortlich.
Ein wesentlicher Teil meiner Aufgabe besteht darin, die Geschichten hinter diesen Destillerien und ihren Whiskys zum Leben zu erwecken – sei es durch Tastings, Schulungen und Events oder durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf der ganzen Welt.
Jura ist nicht nur der Name eines Whiskys, sondern auch der einer kleinen, abgelegenen schottischen Insel. Welche Rolle spielt die Insel Jura für die Identität der Marke?
Andrew Lennie: Wie schon gesagt, befindet sich die Jura Distillery an einem der außergewöhnlichsten Standorte einer Destillerie in ganz Schottland. Sie liegt auf einer abgelegenen Insel vor der schottischen Westküste, zwischen dem Festland und der Nachbarinsel Islay. Jura gehört zu den Inneren Hebriden Schottlands, und die Destillerie befindet sich seit 1810 hier.
Die Isle of Jura hat einen ganz eigenen Charakter.
Sie unterscheidet sich landschaftlich deutlich von Islay und wird von drei großen Bergen geprägt, die als „Paps“ bekannt sind. Auch unser Whisky besitzt seinen ganz eigenen Charakter, und ich denke, dass er etwas vom Geist der Insel einfängt. Auf Jura leben weniger als 250 Menschen, dafür aber Tausende Rothirsche. Daher stammt auch der Name der Insel: Jura leitet sich aus dem Altnordischen ab und bedeutet „Hirschinsel“.
Für mich ist dieses Gefühl für die Herkunft enorm wichtig. Jura ist nicht einfach nur ein Whisky, der zufällig auf einer Insel hergestellt wird; die Insel selbst ist ein Teil dessen, was diesen Whisky zu dem macht, was er ist.
Die Geschichte der Destillerie reicht also bis ins Jahr 1810 zurück; 1963 wurde sie nach einer langen Pause wiedereröffnet. Welche Ereignisse und Meilensteine haben Jura seitdem geprägt?
Andrew Lennie: Als Jura 1963 nach mehr als 60 Jahren Stillstand wiedereröffnet wurde, bestand eines der wichtigsten Ziele darin, wieder Menschen und Arbeitsplätze auf die Insel zu bringen, deren Einwohnerzahl immer weiter zurückgegangen war.
Die enge Verbindung zur Gemeinschaft ist deshalb von Beginn an ein wesentlicher Bestandteil der modernen Geschichte von Jura.
Die neue Destillerie wurde bewusst darauf ausgelegt, einen leichteren Spirit zu erzeugen, und verfügt über einige der höchsten Brennblasen der Branche. Diese Stills sind bis heute entscheidend für den Charakter von Jura und tragen dazu bei, den fruchtigen, ausgewogenen und zugänglichen House Style zu schaffen, für den wir bekannt sind.
1994 wurde die Destillerie von Whyte & Mackay übernommen, und im Jahr 2000 wurde Jura Teil des Fèis Ìle, des Festivals für Whisky und Musik. Dadurch konnten wir unsere Verbindung zur breiteren Whisky-Community weiter stärken.
In jüngerer Zeit haben wir immer wieder ausgelotet, was Jura sein kann, ohne dabei den grundlegenden Charakter aus den Augen zu verlieren – indem wir Whiskys kreieren, die die Insel widerspiegeln und, ganz wichtig, die Menschen gerne öffnen, miteinander teilen und gemeinsam genießen.
Wie eng sind die Destillerie und die Inselgemeinschaft heute miteinander verbunden?
Andrew Lennie: Extrem eng. Die Destillerie würde schlicht nicht existieren, wäre da nicht die Widerstandskraft der Gemeinschaft auf Jura gewesen – insbesondere in den 1960er-Jahren, als sie wieder zum Leben erweckt wurde.
Die Destillerie liegt mitten in Craighouse, dem größten Ort der Insel. Es ist eine kleine Gemeinde, aber das Gemeinschaftsgefühl ist deutlich spürbar: der Pub, das Hotel, der Laden, das Café, das Fotostudio und die Kunstgalerie sind alle Teil dieser kleinen Inselwelt.
Die Destillerie empfängt Besucher aus der ganzen Welt, die zunächst vielleicht wegen des Whiskys kommen, dann aber häufig auch den Zauber vieler anderer Facetten der Insel entdecken – die Landschaft, die Tierwelt und vor allem die Menschen.
Deshalb ist die Jura-Beschreibung „Made by a Scottish Island Community“ für mich mehr als nur ein Satz auf einer Website. Sie bringt tatsächlich zum Ausdruck, wie sehr die Destillerie mit dem Leben auf der Insel verbunden ist.
Jura beschreibt seinen House Style als fruchtig und ausgewogen. Was bedeutet das und welche Faktoren im Herstellungsprozess sind dafür entscheidend?
Andrew Lennie: Wenn wir uns den Charakter des Jura Spirits vor der Reifung genauer ansehen, ist er sehr fruchtbetont. Man findet leichte Steinfruchtnoten und lebendige Zitrusaromen, begleitet von aromatischen und dezenten maritimen Anklängen. Es ist ein sehr zugänglicher Spirit, der gleichzeitig eine Komplexität besitzt, die unseren Whisky Makern viele Möglichkeiten eröffnet.
Die hohen Brennblasen spielen für diesen Charakter eine sehr wichtige Rolle. Sie begünstigen einen leichteren, feineren Spirit, und genau diese Eigenschaften möchten wir hervorheben, anstatt sie zu überdecken. Anschließend werden die Fässer zu einem weiteren Teil der Geschichte. Wir suchen nach Fässern, die diese natürlichen Eigenschaften ergänzen oder verstärken, anstatt sie zu dominieren.
Genau das meinen wir meiner Ansicht nach, wenn wir Jura als fruchtig und ausgewogen beschreiben. Es geht nicht darum, einfach nur einen fruchtigen Whisky herzustellen. Es geht um einen Spirit mit genügend eigenem Charakter und Frische, sodass unterschiedliche Einflüsse um ihn herum wirken können.
Welche Rolle spielen dabei die unterschiedlichen Fassreifungen?
Andrew Lennie: Für die erste Reifung verwenden wir überwiegend ehemalige Bourbonfässer aus amerikanischer Eiche. Je nachdem, welche finale Balance wir erreichen möchten, können das First-Fill- oder Refill-Fässer sein – abhängig davon, wie viel Süße, Holzeinfluss oder ursprünglichen Spirit-Charakter wir als Grundlage wünschen.
Bei den Fässern für das Finish achten wir immer darauf, dass sie mit dem Spirit arbeiten und nicht gegen ihn. Das ist bei einem leichteren, fruchtbetonten Spirit wie Jura besonders wichtig.
Oloroso-Sherryfässer gehören zu den absoluten Favoriten unserer Whisky Maker und spielen bei vielen Jura-Abfüllungen eine Rolle. Der neue 12 Year Old Oloroso Edition ist dafür ein hervorragendes Beispiel: Die Oloroso-Fässer bringen Noten von Pflaume, karamellisierter Walnuss und getrockneten Zitrusfrüchten ein.
Für mich ist genau das das Spannende an der Fassreifung bei Jura: Es geht nicht darum, den Spirit bis zur Unkenntlichkeit zu verändern, sondern darum zu entdecken, wie unterschiedliche Fässer verschiedene Facetten seines Charakters zum Vorschein bringen können.
Wie hat sich das Portfolio in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Whiskys umfasst es aktuell und was unterscheidet sie voneinander?
Andrew Lennie: Das Portfolio hat sich deutlich weiterentwickelt, gleichzeitig zieht sich aber ein klarer roter Faden durch das gesamte Sortiment. Zu unseren Core-Abfüllungen mit Altersangabe gehören unter anderem der Jura 12, 14 und 18 Year Old. Hinzu kommen die Cask Editions, mit denen wir den Einfluss unterschiedlicher Fasstypen erkunden können.
Diese Cask Editions sind ein hervorragender Einstieg in die Welt des Single Malts für Menschen, die gerade ihre Whisky-Reise beginnen.
Man nimmt den gleichen grundlegenden Jura-Charakter und kann erleben, wie Bourbon- oder Rumfässer ihn in unterschiedliche Richtungen entwickeln.
Darüber hinaus haben wir begonnen, uns mit spezielleren Abfüllungen noch weiter vorzuwagen. Perspective No. 01 war die erste Abfüllung der Perspectives Series. Ein 16 Jahre alter Whisky, der American-Oak-Ex-Bourbonfässer und Ex-Sherryfässer kombiniert und mit 46,5 % Vol., natürlicher Farbe und ohne Kühlfiltration abgefüllt wird.
Mir gefällt der Gedanke hinter der Perspectives Series sehr. Sie ermöglicht es uns, einzelne Elemente des Jura-Charakters herauszugreifen und genauer zu betrachten. Es ist ein bisschen wie bei einem Wasserball: Je nachdem, aus welcher Richtung man ihn betrachtet, sieht man eine andere Farbe.
Jura hat seiner Ausstattung vor Kurzem einen neuen Look gegeben und kommuniziert dabei die Botschaft: neue Etiketten, aber die gleiche Geschichte und der gleiche Whisky. Was war der Anlass für diesen Relaunch?
Andrew Lennie: Der Relaunch von Jura gab uns die Möglichkeit, die gesamte Range geschlossener wirken zu lassen und gleichzeitig den Geschmack stärker in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen – auf eine Art und Weise, die leicht zu finden und zu verstehen ist.
Für mich war besonders wichtig, einige der Barrieren abzubauen, die rund um Whisky bestehen können.
Wir möchten den Menschen eine bessere Vorstellung davon vermitteln, was sie vom Whisky in der Flasche erwarten können, anstatt ihnen das Gefühl zu geben, bereits Whisky-Experten sein zu müssen, um sich für eine Abfüllung entscheiden zu können.
Es war außerdem eine Gelegenheit, noch einmal zur DNA unseres Spirits zurückzukehren und uns zu fragen: Wie schmeckt er eigentlich wirklich, und wie unterscheiden sich die einzelnen Whiskys voneinander? Wenn wir die DNA der Kollektion verstehen, können wir sie klarer kommunizieren. Gleichzeitig erhalten wir dadurch eine starke Grundlage für die Entscheidung, in welche Richtung wir uns künftig weiterentwickeln möchten.
Was sind die wichtigsten Veränderungen beim neuen Design?
Andrew Lennie: Eine der auffälligsten Veränderungen ist die Geschmacksdarstellung auf der Rückseite jeder Verpackung. Sie hebt drei zentrale Aromen der jeweiligen Abfüllung hervor und gibt den Menschen damit eine sehr einfache Möglichkeit, den Whisky zu verstehen, noch bevor sie ihn öffnen.
Ich denke, das ist besonders hilfreich für Menschen, die noch neu in der Welt des Single Malts sind. Anstatt eine lange Liste von Tasting Notes verstehen zu müssen, kann man das Geschmacksprofil schnell erfassen und entscheiden, ob es den eigenen Vorlieben entspricht.
Auch beim Kauf einer Flasche als Geschenk ist das hilfreich. Man kann einen Whisky anhand der Aromen auswählen, von denen man weiß, dass die beschenkte Person sie mag, anstatt sich lediglich an einer Altersangabe zu orientieren oder eine Flasche auszuwählen, deren Namen man kennt.
Im Kern geht es darum, Jura zugänglicher zu machen, ohne den Whisky zu vereinfachen. Die Geschmacksdarstellung ist nun ein einheitlicher Bestandteil der Verpackungen, wobei die drei genannten Noten jeweils auf unterschiedliche Bereiche des Whisky-Herstellungsprozesses zurückgeführt werden.
In Deutschland arbeitet Jura eng mit Mack & Schühle zusammen. Warum ist das die perfekte Partnerschaft?
Andrew Lennie: Die Zusammenarbeit mit Mack & Schühle macht uns große Freude, seit das Unternehmen den Vertrieb unserer Whiskys in Deutschland übernommen hat. Was für mich besonders hervorsticht, sind der ausgeprägte Teamgeist und die echte Leidenschaft des Teams für das, was wir herstellen und tun.
Diese Beziehung mit Mack & Schühle geht weit über den reinen Verkauf von Whisky hinaus.
Das Team setzt sich intensiv mit der Geschichte von Jura auseinander und versteht, dass die Insel, die Menschen und der Whisky untrennbar miteinander verbunden sind.
Eine meiner schönsten Whisky-Erinnerungen entstand tatsächlich auf Jura gemeinsam mit einigen Mitgliedern des Mack-&-Schühle-Teams. Unser Brand Home Manager organisierte ein Fußballspiel – Jura gegen Deutschland. Es kamen sehr viele Zuschauer, und das Spiel endete 3:3. Aufgrund unserer Lage direkt am Strand verbrachte der Ball allerdings wahrscheinlich mehr Zeit im Meer als auf dem Rasen!
Wie soll sich Jura in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Pläne gibt es speziell für Deutschland und in der Zusammenarbeit mit Mack & Schühle?
Andrew Lennie: Schon sehr bald kommt eine neue Range mit Altersangabe auf den Markt – eine Kollektion Sherry-gefinishter Whiskys, bestehend aus einer 12 Year Old Oloroso Edition und einer 15 Year Old Manzanilla Edition.
Was mir an dieser Range besonders gefällt, ist die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Sherry-Stile in den Mittelpunkt zu stellen und zu zeigen, wie die jeweiligen Fässer mit demselben grundlegenden Jura-Charakter interagieren. Sie werden jeweils mit individuell ausgewählten Alkoholstärken, natürlicher Farbe und ohne Kühlfiltration abgefüllt.
Ich denke, dass diese Range unseren Fans in Deutschland sehr gut gefallen wird. Deutschland ist ein Markt mit sehr kenntnisreichen Whisky-Konsumenten, und ich glaube, dass hier eine große Offenheit für Abfüllungen besteht, die den Menschen etwas zum Entdecken und Vergleichen bieten – und nicht einfach nur eine weitere Flasche im Regal sind.
Für uns geht es darum, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und dabei den Charakter von Jura stets in den Mittelpunkt zu stellen.
Zum Abschluss: Welchen Jura Whisky trinkst Du persönlich am liebsten und warum?
Andrew Lennie: Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in der Lodge direkt neben der Jura Distillery. Man hört, wie das Wasser an den Strand vor der Destillerie schwappt, und obwohl es ein trüber, grauer Tag ist, liegt das Wasser vollkommen ruhig da und alles wirkt unglaublich friedlich. Man kann sogar den Duft der fermentierenden Wash aus der Destillerie direkt hinter mir wahrnehmen. Es ist wahrscheinlich der beste Ort, den man sich vorstellen kann, um ein Glas dieses Whiskys zu genießen.
Gestern Abend hatten wir Gäste aus Australien zu Besuch. Von einer Insel zur anderen konnten sie Jura von seiner abgelegenen und wunderschönen Seite erleben. Gemeinsam haben wir ein Glas unserer neuen Jura 12 Year Old Oloroso Edition getrunken, die für mich immer mehr zu der Flasche wird, zu der ich greife, wenn ich mit Freunden am Tisch sitze, mich unterhalte und wir gemeinsam den Tag Revue passieren lassen.
Dieser Whisky passt einfach besonders gut zu solchen Momenten. Er besitzt genügend Tiefe, um interessant zu bleiben, ist gleichzeitig aber unglaublich zugänglich und lässt sich wunderbar miteinander teilen.
Letztlich ist das wahrscheinlich der Grund, warum ich ihn so gerne mag. Es ist eine Flasche, die man öffnen und miteinander teilen möchte – und für mich ist sie das i-Tüpfelchen, wenn man Zeit mit Freunden verbringt, ganz gleich, ob man sie gerade erst kennengelernt hat oder schon lange kennt.
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+++ Wir bedanken uns bei Andrew Lennie für das offene und sehr interessante Interview! Wenn auch Sie eine interessante Marke haben, dann sollten wir uns unterhalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „about-drinks Interview“ an redaktion@about-drinks.com – wir freuen uns auf Ihren Kontakt! +++


























